Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dendriten

Denina

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obachtungen über die Zeiche» der Thierkreise" (Paris 1823), daß unter den Zeichender ägvprischen, griechischen und römischen Thierkreise sich kein Denkmal finde, wel-ches älter als die gewöhnliche Zeitrechnung sei. Damit stimmt auch Abbe Halmaübeiein, in s. „lüxunien et eiplioatic», stu rosti-igue ste ljenilera!, ete." (3 Bde ,Paris 1822, mit Kpfrn.). Letronne hält die Thiei kreise von Esne und Dendcrahfür astrologische Curiositäten aus den Zeiten der römischen Kaiser.

Dendriten, die bäum- und strauchförmigen Zeichnungen mancherMineralien.

Denham (John), ein in der beschreibenden Poesie ausgezeichneter Dichter,geb. zu Dublin 1615, studirte auf der Universität Oxford die Rechte, schrieb eineAbhandlung über das Spiel („lü-isay »po,, ^-,,„iu»"), dem er doch selbst leiden-schaftlich anhing, übersetzte dann das zweite Buch der „Aneide" und machte sichdurch eine Schrift: „DerSophi"(„1'i>e8npl>i"), bekannt. Seinen Ruhm grün-dete sein Gedicht „Oooper'ü IiÜI" („Cooper's Hügel", 1643), wodurch die Vorliebeder Engländer für poetische Landschafts- und Nakurmalerei vorzüglich gewecktwurde. Es empfiehlt sich durch geistreiche Zierlichkeit und Lebhaftigkeit der Schil-derungen, zeigt aber alle Mangel der beschreibenden Poesie. D. wurde von demköniglichen Hofe zu mehren Geschäften gebraucht, und seine Anhänglichkeit an dasHaus Stuart späterhin durch Würden und Ämter belohnt. Seine unglücklichezweite Heirath brachte ihn auf einige Zeit zum Wahnsinn. Nach seiner Genesungsang er die unter seinen übrigen Gedichten am meisten ausgezeichnete „Elegie aufCowlev's Tod." D.'s Werke erschienen zu London 1684 und 1104, auch in denSammlungen von Johnson und Anderson. Er starb 1668 und wurde inder Westminsterabtei neben Chaucer , Spencer und Cowley begraben.

Denina (Giakomo Carls), Literaior und Geschichtschreiber, geb. 1131zu Revel in Piemont , studirte zu Tiirin die schönen Wissenschaften und erhielt dieProfessur der Humanioren an der königl. Schule zu Pignerol . Nach Erledigungdes Lehrfluhls der Rhetorik am obern Collegium zu Turin ward D. zum Professorderselben, sowol an dem Collegium als an der Universität, ernannt. Er ließhieraufdie drei ersten Bde. seiner „Geschichte der italienischen Revolutionen" (Turin 1169, 3 Bde., 4., eine Universalgeschichte Italiens enthaltend) erscheinen, worüberer einige Unannehmlichkeiten von Seiten der Vertheidiger der geistlichen Freiheitenzu erfahren hatte. 1111 begab er sich, seiner GesundheitSumstände wegen, nachRom, verweilte zu Florenz , erhielt später einen Ruf nach Preußen, reiste imSept.1182 nach Berlin , wurde dem Könige durch den Marquis Lucchesini vorgestelltund mit einem Platze in der dasigen Akademie nebst 1200 Thlr. Jahvgehalt beehrt.Der große Friedrich, über dessen Leben und Regierung er nachher schrieb, sowie erauch „l,.i sti nke Ilttrr.lire 80 >I 5 kl este, ic I I." (3Bde.) herausgab, sprach mehreMale mit ihm über seine Werke. 1181 machte er eine Reise nach Piemont undließ bei seiner Rückkunft nach Berlin seine Reisebeschreibung : „lluiste litterairs",drucken. Schon früher (Turin 1160) erschien s. für die Literaturgeschichte wichtigesWerk: „Discorsc, ->c,pr-> le viceiiste stell-, lelter-iten-," (deutsch v. Dolkmann,8 Thle., Leipz.; auch ins Franz.übers.). Überhaupthaters. meistenWerke inBer-lin geschrieben, so z. B. auch s. „Geschichte Piemonis und der übrigen sardinischenStaaten" (deutsch von Straß, 2 Thle., Berlin 1800 fg.), s. „Staats - undGelehrtengeschichteGriechenlands"(a.d. Jtal.vonDau, 2Thle.), unds. „Branden-burgischen Briefe" (a. d. Ital. von Rode, 2 Hefte, Berlin 1181 fg.) u. a. Nachder Schlacht von Marengo ernannte ihn der Derwaltungsrath von Piemont zumBibliothekar der Universität Turin . Ehe er dieses Amt antrat, erschien sein „sstekste» lun^ues, c>u observ^tir»,!. etc.", das er dem ersten Consul zueignete; er erhieltvon diesem ein ehrenvolles Schreiben und (durch Duroc) eine goldene Dose. Die-ser Gunstbezeigung folgte der Antrag der Stelle eines kaiserl. Bibliothekars, worauf