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Deutsche Sprache
(1633); die deutschgesinnte Genossenschaft zu Hamburg (1616), der Blumener-den der Schäfer an der Pegnitz zu Nürnberg (1641) und der wenig ersprießlicheSchwanenorden an der Elbe (1660). Der Zweck des Palmenordens, wie ihn seinGeschichtschreiber, G. Neumark, angibt: „die Muttersprache in ihre uralte an-geborene Reinigkeit und Zierde wieder einzuführen, sie pon dem fremden, drücken-den Sprachenjoche zu befreien und durch alte und neue Kunstwörter zu befestigen",ward auch von den spater entstandenen, die sich jenem als Töchtervercine anschlös-sen, -mit Liebe und zum Theil mit schwärmerischem Eifer verfolgt. Wie man auchüber diese Verbindungen, deren Wirksamkeit in der Regel den prunkvollen Namennur wenig entsprach und bald in Spielerei ausartete, zu denken geneigt sei, dasVerdienst läßt sich ihnen nicht streitig machen, daß sie der zunehmenden AuSlände-rei einen Damm entgegensetzten und eine lebendige Theilnahme an der Fortbildungder Muttersprache auch in den Hähern Ständen der Gesellschaft rege machten (derPalmenorden bestand zum bei weitem größcrn Theile aus Fürsten und Adeligen).Nicht viel größer» Gewinn brachte die 1691 gegründete und 50 Jahre spatervon Gottsched erneuerte leipziger deutsche Gesellschaft-, auch die zu gleichen Zwe-cken fast um dieselbe Zeit gestifteten Vereine zu Halle, Frankfurt a. d. O., Basel ,Bern, Jena und Helmstädt entstanden und gingen unter, ohne merkliche Spurenihres kümmerlichenDaseinS zu hinterlassen. Als aber in neuester Zeit mehre Jahrefremder Gewaltherrschaft von der Nothwendigkeit überzeugt hatten, die gemeinsameMuttersprache, als das sicherste Verwahrungsmittel gegen völlige Unterjochung undinnere Zeripaltung, festzuhalten, und die Begeisterung für die Sache des Vater-landes auch der vaterländischen Sprache sich zuwendete, trat die Idee, durch dasZusammenwirken vieler Kräfte in gesellschaftlichen Verbindungen die Sprache zu'säubern und die Erforschung ihres Wesens zu fördern, aufs neue ii"-- Leben. Dierichtigere Erkenntniß von Dem, was Noth thue, die in größerer Zahl vorhandenenVorarbeiten und die mit jedem Jahre zunehmende Menge von Hülfsmitteln allerArt ließen an dem Gedeihen dieser neuen Vereine nicht zweifeln. Zuerst trat (1815),von Wolke und Krause begründet und unter der Mitwirkung von Zeune, Iahn,Heinsius, Pischon u. A., die berlinische Gesellschaft für deutsche Sprache zusam-men. Ihr Zweck sollte nach ^ r Urkunde vom 20. Dec. desselben Jahres sein:die wissenschaftliche Erforschung des gegenwärtigen Zustandes der Mutterspracheund die Ausmitkelung alles Dessen, was im Geiste derselben zu ihrer weiter» Aus-bildung und Verbesserung geschehen könne. Sie besteht mit einer seit 1818 etwasfreiern Verfassung noch jetzt fort und bringt die Ergebnisse ihrer Berathungenund Forschungen in eignen Jahrbüchern (deren erster Band 1820 erschien) vonZeit zu Zeit zu öffentlicher Kunde. Dasselbe gilt von dem 1811 von Grotesenderrichteten frankfurtischen Gelehrtenverein für deutsche Sprache, der sich gleich-falls die allseitige Fortbildung der Sprache zur Aufgabe gemacht und durch dieHerausgabe der aus ihm hervorgegangenen Gesellschaftsschriften („Abhandlun-gen des frankfurtischen Gelehrtenvereins für deutsche Sprache", 1. St., 1818)seinen Eifer wie seine Thätigkeit bethätigt hat. So erfreulich dieses Allen sein muß,denen die Sache derMuttersprache am Herzen liegt, und so sebr auch die bestehen-den Vereine aus andern Wegen noch, als dem der gesellschaftlichen Berathung undArbeit, ihre Zwecke zu fördern suchen (die berliner Gesellschaft veranlaßte die Her-ausgabe des Otnit von Mone, und die schon seit derMitte des vor. Jabrb. bestehen-de königsberger Gesellsch. gab eine ansehnliche Unterstützung zu Kopke's Barlaam),so darf doch nicht geleugnet werden, daß von dem geordneten Zusammenwirken Vie-ler zu Einem Zwecke, woran wir bei einem gelehrten Vereine gern zunächst denken,nur theilweiseEiniges zu spüren gewesen, und daß einWerk wieGrimm'S Sprach-lehre(Gött. 1826, 2 Thle.) die Wissenschaft weitergebracht habe, als die an sich sehrlöblichen Arbeiten aller deutschen Sprachvereine zusammen. So wenig wir neben