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Blutgerüste, und die Bessern und Gedrückten blickten mit sorgenvollen Herzenin»h,r ncieb einem Erretter au« der Gefahr, fürchtend, in der Verwirrung dieBente eine« Mächtiger» zu werden.
Da führte da« Schicksal (1272<—91) Rudolfl., Grafen von Habs-burg, auf Deutschland« Thron, und die kräftige Hand dieses großen Fürsten brachte bald wieder, wenn auch durch harte Maßregeln. Ordnung in das Ganze.Des Adels Raubschlösser wurden zerstört, da« Faustrechk fast gänzlich abgeschafft,und der eigneVortkeil der gegen die kaiserliche Macht immerfort anstrebenden großen.Fürsten durch Verheiralkung mit vieler Politik unmittelbar an den Thron geknüpft.Ostreich, Steiermark und Krain eroberte Rudolf von Otiokar, der Böhmen Konig,und ward der Stifter einer Dunastie, die,noch jetzt im weiblichen Stamme aus Ost-.reich« Throne herrscht. Albrecht« von Östreich, Rudolf« zweiten Nachfolger«, Re- >gicrung (1298—1398) ward wichtig durch die während derselben errungene Frei-heit der Schweizer. Unter Heinrich VII. (von Luxemburg; 1308 —13) erhobsteh der berühmte Streit zwischen den Guelphen und Gibeilinen, als fortgesetzterKampf der kohenstausischen Erben gegen den Papst. Heinrich zog nach Italien zur Vermittelung, und eine neue Gefahr drohte der innern Ruhe und Gesetzmäßig-keit in Deutschland. Als ihn in Italien der Tod ereilte, sah da« Reich abermalstwei Könige, Friedrich von Östreich und Ludwig von Baiern, an seiner Spitze, diemit wütbender Erbitterung sich bekämpften. Ludwig siegte, erkielt auch (1330—17) die Kaiserkrone vom Papste, konnte aber neue heftige Inungen mit dembeiligen Vater nicht verhüten, der ganz Deutschland mit deni Inte, biet belegte.Da schloffen 6 Kurfürsten de« Reich« (ausgenommen Böhmen den Kurvereinvon 1338, als Gegengewicht wider die päpstliche Einmischung in die Königswakl:jeder Fürst, der die Stimmenmehrheit künftig für sich haben werde, soll ohne Wi-derspruch König sein. Karl IV., König von Böhmen, Heinrich« VII . Enkel, schon)bei Ludwigs Leben (l 31b) zum Gegenkönig gewählt, war Alleinheir, als auch dersich ihm entgegenstellende Gegenkönig, Günther von Schwarzblira, gestorben war.Er vermehrte die königlichen Einkünfte durch Einführung des Briefadelsund xbdem Reiche ein Grundgesetz i» der goldene» Bulle (13H6), welches die Königswahl,da« ausschließliche Wahlrecht der sieben Kurfürsten, zu Mainz, Trier, Kokn, Böh-men, Pfalz, Sachsen und Brandenburg , das Erstgeburtsrecht in den Kurländern,die Untheilbarkcit derselben, da« pfälzische und sächsische Vicariat, da« den Kurfür-sten ertheilte ssn, >W n,>>> >-,>>pelhm,h, und da« Ceremonie! der Wahl undKrönungfestsetzte, auch die Aufhebung des Faustrechts gebot. Jetzt schlugen neue Funkenfür Deutschland « wissenschaftliche Biltuiig und Geistesfreiheit auf; die UniversitätPrag Wai d gestiftet, wohin au« England durch Wiclef'S Schüler der Geist desWiderspruch« gegen die Mißbräucbe des Papstthum« kam. Doch die den Deut-schen ursprünglich eingepflanzte Begierde, mit Arm u. Schwert sich Recht zu schaf-fe» und erfahrene Beleidigung aufder Stelle, ohne derRechtSgclehrten weiseSprü-che, selbst zu rächen, behielt noch lange die Oberhand, und unter Wenzel (1378 —1110), der seinem Vater Karl nicht ähnlich war, erhob das Faustrechc auf« neuesein Haupt, und mehr als je. Drei Gegenkönige, Ruprecht von der Pfalz , Si-gismund, seilt eigner Bruder, und Iobst von Mähren , wurden Wenzeln gegenüber-gestellt. Sigismund (1411—37) blieb König nach Wenzel « Tode. DerZeitraum seiner Regierung umfaßt da« Concilium zuKonstanz, den Proceß und dieHinrichtung des edelnHuß, der Wiclef'S Ideen in Böhmen geltend gemacht hatte,und den Ausbruch des Hussitenkriege« in Böhmen, Meißen, Franken und Baiern .Mir dem großen Plane schwanger, dem Faustrechte mit einem Schlage ein Endezu machen und eine bestimmtere Einrheilung„des Reichs in 6 Kreise einzuführen,starb sein Nachfolger, Albrecht II. von Östreich (1137 — 39), zu früh fürAller Hoffnungen und Wunsche. Noch wichtiger sollte Friedrich« 111. Regierung