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Deutschland, geograph.-statistisch
„Deutsche Reichsgeschichte" (Leipz. 1805, S Thle.); Luden'« „Gesch. der Deut-,scheu" (4. Th., bis 800, 1828); und Pfister's „Gesch. der Deutschen " (1. Th.,bis 911, 1829).
Deutschland (in geographischer und statistischer Hinsicht), inO. von Westpreußen und Posen, Polen, Krakau,Galizien, Ungarn »ndKroatie», inS. von dem adriatischen Meere, dem lombard.-venetianischen Königreich und Hel-vekien, in W. von Frankreich und dem Königreiche der Nieterlande, endlich in .sie. vonder Nordsee, Dänemark und der Ostsee begrenzt, erstreckt sich vom 23. bis 3'° d. L.und vom 45. bis 55° N. B. und hat einen Flächeninhalt von 11,452 IHM. Eswird von 500 Flüssen durchströmt, unter welchen 60 schiffbare. Die wichtigsten sinddie Donau, der Rhein, die Weser, die Elbe und die Oder (s. d.). Unterden Seen sind die wichtigsten der Bodensee , der Chienisee, der cirknitzerSee, derTraunsee , der Wärmste, der mansstlder salzige und süße See, der Dümmerste, derploener See tc. Der Boden ist im südl. Theile gebirgig, im nördl. größtenteils eben.Gegen die Nord- und Ostsee hat Deutschland einen starken und weit von S. her sicherstreckenden Abhang und muß beständig, besonders im Nordwest, mit dem ein-dringenden Meere kämpfen. Den südlichsten Zug der deutschen Gebirge machen vonW. gegen O. die tiroler, nebst den allgauer, die karelischen und julischen Alpen .Die nördliche GebirgSrcihe Deutschlands läuft in einer Schlangenlinie von O. nachW. Sie sängt bei den Karpathen mit den Sudeten an, von welchen das Riesen-gebirge zwischen Schlesien und Böhmen ausläuft; südwestlich ist das mährische Ge-birge, nordwestlich der Böhmerwalt. Bon letzterm zieht sich nortöstl. das s.ichs.Erzgebirge, nordwestl. das Fichtelgebirge, mir welchem nordwestl. der Thüringer-wald zusammenhängt. Das nördlichste Gebirge Deutschlands ist der Harz . West-lich von ihm ziehen sich über die Weser die 'Wesergebirge , welche bei Blinden diewestfäl. Pforte bilden. Bon diesem Gebirge laufen südl. die sauerländische» Gebirge,derWesterwald und das Siebengebirge am Rhein . Vom Thüringerwalde südwestl.erstreckt sich das Rhöngebirgc, der Vogelsberg und der Taunus , welcher sich bis anden Rhein zieht. Vom Rhöngebirge südlich läuft der Spessart, der Odenwald , derSchwarzwald , welcher sich bis an den Oberrhein erstreckt, östlich mit der rauhenAlp in Verbindung steht und sich den allgauer Alpen nähert. Jenseits des Rheinsist der Donnersberg und Hundsrück, welche mit den Vogesen zusammenhangen,nebst einem Theile der Ardennen. In Norddeurschland gibt eS viele sandige, dürreHaidegegenden und Moore, und in mehren streifen nur längs der großen Flüssefruchtbares Land. Im Ganzen ist der Boden fruchtbar. Das Klima ist gemäßigtund gesund, im N. feuchter und rauher, im S. trockener und milder. Die Ein-wohner (34,300,000) in 2390 Städten, worunter 100 über 8000 E. haben,2310 Mfl., 88,619 Dörfern und 100,000 Weilern und einzelnen Gehöften,gehören zu 2 verschiedenen Völkern, den Deutschen (27,700,000) und Slawen(5,325,000 Seelen). Hierzu kommen noch Juden (290,000), Italiener in Illy-rien und Tirol (188,000) und Franzosen und Wallonen 300,000). Hinsicht-lich der Religion rechnet man über 18 Mill. Katholiken, 12 Mill. Lutheraner undüber 3 Mill. Reformirte. Dazu kommen noch 25,000 Herrnhuter, 6000 Men-noniten, 700 Griechen u. s. w. — Für die allgemeine Bildung sorgen 24Universitäten (1828, darunter Münster, Fürth, Inspruck , Grätz) mit mehrals 900 Lehrern und 13,000 Studirenden, von denen jährlich etwa 3000 denAbgang der 120,000 Lehr-, VerwaltungS- und Gesundheitsbeamten ersetzen,viele Gymnasien (361), Schulen, gelehrte Gesellschaften u. s. w. ÖffentlicheBibliotheken sind in 150 Orten mit 5,113,500 Bänden, 10,000 Schriftstellerliefern jährl. an 4—5000 neue Bücher. Außer gegen 100 polit. Tagblätterngibt es gegen 220 nicht polir. Blätter und gegen 150 period. Zeitschriften.
An Naturerzeugnissen ist Deutschland reich. Es gibt in vielen Ge-