Band 
Dritter Band. D bis E.
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Devalvation

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genden treffliches Rindvieh; in Holstein, Mecklenburg u. s. w. zieht man gutePferde. Die Schafzucht ist durch spanische Schaft sehr veredelt. Westfalen undBaiern haben vorzüglich gule Schwemezuchr. Noch sind zu nennen Ziegen, Esel,zahmes und wildes Federvieh, Bienenzucht, etwas Seidenbau, mancherlei F.scheund Krebse, Wildpret, auch in einigen südlichen Gebirgsgegenden Wolfe, Bären,Luchse, Gemsen, Murmelthiere. Aus dem Pflanzenreiche erzeugt Deutschland alleArten Getreide hinreichend und selbst zur Ausfuhr; auch Spelz und Mais im südl.,und Buchweizen im nördl. Theile, ferner Hülsenfrüchte, Gartengewächse, Rübsa-mcn. Flachs, Hanf, Taback, Hopsen, Krapp, Waid, Safior, Safran, Anis,vieles Obst, und im Süden auch gute Kastanien, Mandeln, viele Pfirsichen undAprikosen. Der Weinbau ist am Rhein, in Franken, an der Mosel und dem Neckar ,auch im Östreichischen, und zum Theil in Böhmen und Sachsen sehr beträchtlich.Seine nördl. Grenze ist Witzenhausen in Kurhessen. Die Waldungen bestehen ausEichen, Buchen, Tannen, Fichten, Kiefern, Birken u. s. w. Das Mineralreichbringt etwas Gold (in einigen Flüssen Goldsand), ziemlich viel Silber (besondersim Erzgebirge und Harz, jährl. 200,000 Mark), Quecksilber (in Idria und Zwei-brücken), Zinn (in Böhmen und Sachsen ), Blei, Kupfer, Eisen, Galmei, Was-serblei, Zinnober, Wismulh, Arsenik , Spießglas, Alaun, Vitriol, Zink, Schwe-fel, Salpeter, Kobalt, Stein - und Braunkohle, Marmor, Kalk, Alabaster, Gyps,2lvbest, Schiefer, Mühlen-, Sand-, Quader- und Bimsstein, Traß, Jaspis,Chalcedon , Serpentinstcine, Basalt, Granit» Porphyr, viele Arten von Edelstei-nen, Bernstein , Ober, Thon, die feinste Porzellanerde, Walkererde, Mergel, Torf,Bergkhecr, viel Quell - undSteinsalz, und mannigfache Mineralwasser. Die wich-tigsten Gegenstände des deutschen Kunstfleißes sind Leinwand, Wollwaaren,Seiden-, Leder-, Baumwollenwaaren, Spitzen, Tapeten, Papier, Glas, Spie-gel, Porzellan, Fayence, Gold - und Silber-, Eisen - und Stahlwaaren, Gewehreund Degenklingen, musikalische u. a. Instrumente, Uhren, lackirte Waaren, Holz-waaren, ferner Vitriol, Alaun, Zucker, Taback, Bier, Branntwein, Ligueure u. s.w.Der Handel wird zu Lande und zur Lee geführt, im Innern gegenseitig durchZollsperren erschwert. Ausfuhrartikel sind Holz, Getreide (für 10 Mill. Thaler),Wein, Leinwand (sonst für mehr als 80 Mill. Thlr.), Leingarn, Eisen-, Stahl-und nürnberger Waaren, Porzellan, lackirte Waaren, Quecksilber, Blei, Glas,Spiegel, Vieh, besonders Zugpferde, Cichorien, Obst, Wolle, Salz, Mineralien,böhmische Granaten, Bernstein , geräuchertes und gesalzenes Fleisch, irdene Ge-schirre, Schmälte, Wachs, Leder, Woll - und Baumwollwaaren, Spitzen u. s. w.Eingeführt werden Weine, Liqueur, Taback, Südfrüchte, Lpezereien, Zucker,Caffee , Thee, Seide, Baumwolle, feine wollene, baumwollene und seidene Zeuche,Mode- und Galanteriewaaren u. s. w. Die vornehmsten Seehandelsplätze sind ander Nordsee: Hamburg, Altona, Bremen und Emden; an der Ostsee: Lübeck ,Wismar, Rostock, Stralsund, Stettin; am adriatischen Meere Triest . Die wich-tigsten Landhandelsstädte in Norddeutschland: Leipzig, Braunschweig, Magdeburg ,Frankfurt a. d. O. und Breslau; in Süddeukschland: Frankfurt a. M., Nürn-berg, Augsburg, Prag, Wien und Dotzen. Ein Helles, bisweilen grelles Bild desdeutschen Lebens sind die „Briese eines in Deutsch!, reisenden Deutschen " (Stuttg.1828, 4 Bde?. Die noch nicht vollendete Reymann'sche Charte von Deutsch-land (Berlin 1825 fg.) wird in 342 Bl. die vollständigste Topographie ent-halten. S. auch das „Geschäfts- und Reifttableau für Deutschland w." vonSeih (München 1822).

Devalvation, die Herabsctzungeiner Münze aufden Werth ihresFein-gehaltes, in der echten Landesmünze ausgedrückt. Es geschieht nämlich öfter, daßMünzen ausgeprägt werden, deren Name einen höhern Feingehalt andeutet, als siewirklich enthalten, und welche daher leicht mit den Landesmünzen, die gleichenNa-