Band 
Dritter Band. D bis E.
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Diamant

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bunden. Daß nickt van Unterredungen des gemeinen Lebens die Rede sei (woferndies nickt absichtlich nachgeahmt wird), sondern von Unterredungen (Gebildeter, unddaß also Verständlichkeit, Richtigkeit, Reinheit und Bestimmtheit des Ausdrucksüberhaupt vorausgesetzt werden, versteht sich von selbst. Auch bedarf es kaum einerErinnerung, daß die Ausdrucke nicht gesucht und die Verbindungen derselben nichtstudirt sein müssen, indem Alles den Schein des augenblicklichen Entstehens habensoll, obschon der Dialog der Knnstallerdings gefeilter und strenger sein wird als derDialog des gewöhnlichen Lebens. Der poetische der Kunst soll seinen Stoff (Wahr;heilen, Gefühle, Handlungen) in einer ästhetischen Form darstellen, d. h. allesEinzelne soll auf eine wohlgefällige Weise sich aneinanderreihen und zu einem sehe»nen Ganzen verknüpfen. Sind es Wahrheiten, so sollen diese allmälig entwickeltund von ihrer ersten Dämmerung in der Seele bis zu ihrer vollen Klarheit verfolgt;sind es Handlungen, so sollen sie aus ihrem Keim entwickelt werden, der Einschlußallmälig reifen und in That übergehen. Dort, wie hier, ist beständig innere Hand-lung, wenngleich nicht minier äupei e Beaeb.nheit. Diese innere Handlung wirdlebhafter 1) durch die Natur des Gegenstandes, denn nur ein wenigstens zweiseiti-ger Gegenstand eignet sich für dialogische Behandlung , und 2) durch den Wider-streit in den Ansichten derUnterredenden, welche wechselseitig streben, die obwal-tende Disharmonie in Harmonie aufzulösen. Damit wir aber an diesem Wider-streite den vollen Antheil nehmen, so muß in dem Dialog, als Erzeugnisse derKunst, 1) jede Person desselben ihren benimniten, von den übrigen Personen unter-schiedene» Ebarakter haben, : nd 2) dieser Charakter durch das Ganze der Darstel-lung gehalten sein. Wo wir nicht mehre redende Personen unterscheiden können,da könne» wir auch die Rede nicht für ein wirkliches Gespräch halten. Es folgthieraus, daß die Gedankensolge in dem Dialog verschieden sein müffe von der Ge-dankenfolge des Nachdenkens, denn hier wird sie nur durch innere, dort auch durchäußere Gründe bestimmt, sie hat chre Ursachen zugleich i» den Rede» der übrigenPersonen, mit denen sie in jedemAt^enblick in Wechselwirkung sieht. Sie soll sichaber dennoch so natürlich aneinanderfügen, daß in dem Ganzen Alles dem Gangedes menschlichen Geistes und Herzens, nach den Gesetzen der Einbildimzskratt, derVernunft, des Gesicht, der Situation und dem Charakter der Personen gemäß er-scheint. Welch ein Reichthum von Ideen, welche Lebendigkeit der Einbildungs-kraft, welche Gewandtheit des Witzes humzu erfodert werden, springt in die Augen.Zu einem Ganzen verkettet sich das Einzelne, wenn Alles, was gesagt wird, voll-ständig durch das Vorhergehende vorberettet ist. Im Drama wird der Dialog imengere» Sinne demM o no l o g (Selbstgespräch) entgegengesetzt; im Singspiele denSing stücken, und bedeutet die Redepartten. S. Drama.) el,I.

Diamant oder Dcmanr, der erste unter den Edelsteinen, erscheint inOktaedern und Rhombendodeka-tern, oft mit zugernndcten Kamen und Flächen,auch in rundlichen Körnern, meist lose. Wafferhell, auch weiß, grau, gelb, insBlaue und Schwarze, selten rosexroih und grün; sehr lebhaft (diamanl-) glän-zend und durchsichtig. In der Ricktung der Dktacderflüchen findet sich deutlicherBlätterdurchgang. Er ist der härteste aller Mineralkörper. Durch Reiben wirder positiv elckli isck. Seine Eigensckwere ist --- -- 3, 6. Im höchsten Hihgrade undunter Antritt der Lust ist er ohne Rückstand vc: brennbar, besteht also aus Kohlen-stoff. Er findet sich im aufgeschwemmten Lande, besonders im Sande der Flüffeund im Thon, oft unmittelbar unter der Dammerde, in Brasilien und Ostindienbei Visapur u. Golconda. und auf Borneo. Brasilien liefert jahrl. 25 — 30,000Karat, wovon aber nur 8 — 000 Karat geschliffen werden kennen. Dean ge-winnt die Diamanten durch Verlegung der Flußbetten mittelst eigner Eanäle;der Schlamm wird weggebracht, der die Edelsteine führende «Land wird ge-waschen, und nun sucht man die Diamanten heraus. Auch erhält man dieselben,