Band 
Dritter Band. D bis E.
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Diameter

Diana

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indem man ein sie einschließendes Trümmergestein, Cascalho genannt, zerschlägtund dann gleichfalls wäscht:c. Das Eascalho enthält neben den Diamanten auchGvldkörner. Man sammelt in der trockenen Jahreszeit dies Trümmergestein undläßt es in den Regenmonaten durch Neger waschen. Aller Vorsicht ungeachtet ent-wenden die Neger doch genug Diamanten, indem sie dieselben verschlucken u.s.w., undder Schleichhandel ist sehr bedeutend. Die Kunst, Diamanten mit Diamantpulverzu schleifen, wurde 1475 von Ludwig Berquem aus Brügge erfunden, vorherwurden sie in ihrer natürlichen Gestalt gefaßt und-Lpitzsteine genannt. Via» hat ihnauf verschiedene Weise geschliffen. Die Rosetten haben eine platte Grundfläche(die Einfassung), über welche sich 2 Reihen kriangulairerFacetten erheben, von denendiek obersten (die Sternfacetten) in eine Spitze zusammenlaufen. Der Brillantläßt sich als 2 abgestumpfte Kegel vorstellen, deren Grundflächen zusammen stoßen.Der obere Kegel, welcher nach der Fassung des Steins noch sichtbar bleibt, heißt dieKrone oder derPavillon,derunterehingegendieEulasse. DieFlächederKrone heißtdie Tafel, und die der Einlasse die Calette. Die Brillanten sind entweder viereckig,rund oder oval. Man braucht die reinen, vollkommen durchsichtigen Diamanten zumSchmucke, als Ringsteine, oder um andre Ringsteine, Sapphire , Smaragde u. s. w.damit einzufassen (karmesiren). Farbe, Reinheit, Durchsichtigkeit, Vollendung desSchnittes und Große bedingen den Werth der Diamanten. Die unreinen benutztman zum Glasschneiden (hierzu besonders die Krystalle mit zngerundeten keilförmi-gen Kanten), zum Graviren und zum Bohren der Edelsteine, auch werden dieselbenzuPulver gestoßen, welches Diamantbrot heißt und zum Scbleifen von Diamantenund andern harten Edelsteinen dient. — Rohe Diamanten, die nicht geschliffen wer-den können, kosten das Karat in Paris 30 bis 36 Fr.; solche, die zu schleifen sind,kosten 48Fr. da» K.; die mehr als 1 K. wiegen, schätzt man durch das Quadrat ihresGewichts, multiplicirt mit 48 Fr. Geschliffene Diamanten, 4 bis 3 Gran schwer,kosten 160 bis 190 Fr. das K.; 1 K. schwere 216 bis 288 Fr., 14 K. schwere 400bis 480 Fr., 3K. schwere bis 1900 Fr., 4 K. schwere 2400bis3000Fr.; man schätztdiese über 1K. schweren durch das Quadrat ihres Gewichts, multiplicirt mit 190 Fr.Ein Brillant von 49 K. schwere wurde von Ali Pascha mit 760,000 Fr. bezahlt. —Der größte Diamant von 300 K. gehört dem Rajah Mattm auf Borneo . Der desGroßmoguls ist 279 K. schwer, der des Kaisers von Rußland 193 K., der des öst-reichischen Kaisers 139 K.; alle diese kamen aus Indien ; der größte brasilianische,im Besitz deö Königs von Portugal , wiegt 120 K. Den sogen. Regent in der franz.Krone, den schönsten von allen, kaufte Thom.Pitt 1701 für 20,400 Pf.St. in Ost-indien. Erwog410K., Pitt ließ ihn schleifen; nun wog er beinahe 137 K. Erver-kaufte ihn 1716 für 300,000 Thlr. (damals 24 Mill. Livres in Bankzetteln) anFrankreich ; daher heißt er der Regent. Man schätzt ihn gegenwärtig an 149,000 Pf.St. S. d. Art. Diamant in Klaproth's und Wolfts „Ehem. Wörterbuch" (Berlin 1807- und den 1. Supplementband. Lampadius erfand die chem. Bereitung einerArt von Diamanten aus Schwefelkohlenstoff und Schwefelalkohol. Gannal u. a.Franzosen haben das Verfahren vervollkommnet. Man braucht den Diamant zumGlasschneiden und zum Füttern der Zapfenlöcher in seinen Uhrwerken.

Diameter, Durchmesser eines Kreises, diejenige gerade Linie, die durchden Mittelpunkt desselben von einem Punkte des Umkreises bis zum gegenüber lie-genden gezogen wird und somit den Kreis in 2 gleiche Theile theilt, auch diegrößte Sehne ist. Der Halbmesser (Radius) ist -die Hälfte dieser Durchfchnitts-lmie und daher das Stück zwischen dem Mittelpunkte des Kreises und dessen Um-fange.— Diametralisch, diametral: gerade durch, geradezu.

Diana, bei den Griechen Artemis, Tochter des Jupiter und der Latona,Zwillingsschwester des Apollo. (S. D e los.) Als sie noch Kind war, erzählt Kalli-machus in seinem Hymnus, bat sie ihren Vater, daß er ihr vergönnen möchte, ewig

Coiiversakiviis'Lexicsn. Bd. III. 18