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Jungfrau zu bleiben, denn die Schmerzen ihrerMutterhätten ihr dieLiebe verhaßtgemacht. Zugleich bat sie, daß ei ihr Bogen und Pfeile, eine Stadt und alle Ge-birge, 6l> Oceaniden und 20 amnische Nymphen schenken, und ihr erlauben möchte,euie Fackel zu tragen und dem Wilde nachzujagen. Jupiter aber gewahrte ihrmehr, als sie bat. Er schenkte ihr 30 Stätte zu ihrem ausschließlichen Dienste,und viele andre, wo sie gemeinschaftlich mit andern Gottheiten verehrt werkensollte. Nun begab sich D. auf den waldige» LeukuS in Kreta , und von da zumOcean, wo sie sich eine zahlreiche Begleitung gjähriger Nymphen auswählte.Dann ging sie zu den Cyklopen auf der Insel Lipara und verlangte von ihnen einencvtonischen Bogen, Kocher und Pfeile. Diese ciffüllten den Befehl der Göttin ;jetzt erschien sie bewaffnet in dem arkadischen Gebiete des Pan, der sie mit schö-nen Jagdhunden beschenkte. Mit diesen sing sie am Fuße des Berges ParrhasiuS4 schöne Hirsche mit goldenem Geweih, spannte sie vor ihren Wagen und fuhrdamit zuerst auf den thrazischcn Hämus. Auf dem Olymp in Mysien spaltete sieeine Fackel von einem Baume, und zündete sie an Jupiters Blitzen an. Wenn sieniit der Beute der Jagd beladen nach dem Wohnsitze der Götter zurückkehrte, kamenihr im Vorhofe Mercur und Apollo entgegen; Ersterer nahm ihr die Waffen, Letzte-rer das Wildpret ab. Die amnische» Nvmphen spannten die Hirsche voni Wagen,ließen sie auf den Wiesen der Juno weiden, und gaben ihnen aus goldenen GefäßenWasser zu trinken. Dann trat D. in den Gottersaal und setzte sich neben Apollo.Wie dieser den Wagen der Sonne, so lenkt sie den Wagen de? Mondes. Amorund Venus versuchtc-n umsonst, sie zu besiegen; nur Jagd, Musik und Tanz ergötz-ten sie. Ohne Schonung bestrafte sie die Jungfrauen, die das ihr geleistete Ge-lübde der Keuschheit verletzten; aber noch härter strafte sie Den, der die Heiligkeitihrer eignen Keuschheit zu beleidigen wagte. Akräon, des Kadmus Enkel, der sieim Bade belauschte, ward von ihr in einen Hirsch verwandelt und von seinen eignenHunden zerrissen. Dennoch glückte es endlich dem schönen Jäger Endymion,sie die Macht der Liebe empfinden zu lassen. Wenn sie des Nachts als Luna leuch-tete, und den schönen Schläfer, von der Jagd ermüdet, im Walde schlummern sah,senkte sie sich aus der Höhe hernieder und küßte die Lippe des reizenden Jünglings,der ein Glück genoß, das keinem Gott und keinem Sterblichen zu Theil ward.Ungeachtet ihres Hasses gegen die Liebe war siedennoch die Helferin der Kreisenden,welche in de» Wehen der Geburt sie anriefen. Dagegen war sie auch wie Apollodie Göttin des Todes. Das weibliche Geschlecht ist das Ziel ihrer Geschosse, wo-mit sie die Alten und Lebenssatten sanft erlegt, auf daß sie dem aufblühenden Ge-schlechte Raum geben. Im Zorne aber tödtete sie wie Apollo durch Seuchenund Krankheiten. Beleidigungen rächte sie ohne Barmherzigkeit. So tödtete sieden Jäger Orion aus Neid , weil Aurora sich in ihn verliebt hatte; desgleichen dieTöchter der Niobe , weil diese sich über die Laköna erhob u. s. w. Im trojanischenKriege half sie wie Apollo den Trojanern, und in den Kriegen mit den ^Gigantenund Titanen bewies sie sich als Heldin. Der Dienst der D. war in ganz Griechen-land verbreitet. Sie wurde als Göttin des MondlichtS, daher ebensowol Nachtgöt-tin , zusammenfallend mit Hekate, ül? auch Lucina, Lichtbringerin, Fackelträgerin,ferner Geburtshelferin (und fällt so mit Eileithyia zusammen), Iagerin und ländlicheGottheit verehrt. Die Artemisien würeN ein ihr (besonders zu Delphi) gefeiertes Fest.Anfangs bildete man sie mit einem Diadem ab, nachher mit einem halben Mondeauf dem Kopfe, mit Bogen und Pfeilen, den Köcher auf ihren Schultern und ineinem leichten Jagdkleide, neben ihr die Jagdhunde. In ihrem berühmtesten Tem-pel zu E phesu s ss. d.) verehrte man sie als Symbol der fruchtbringenden Naturund bildete sie mir vielen Brüsten ab, die mit vielen Binde» umwunden waren.
Diana vonPoitiers, Herzogin von Valentinois, geb. 1499, Ge-liebte König Heinrichs II. von Frankreich , stammte aus dem alten Geschlechte Poi»