Dibdin
2°? 6 DiasyrimiS
Deasvrmns, eine redekünstlerischeFigur, welche darin besteht, daß dieVerkleinerung eines Gegenstandes übertrieben wird. Er ist Gegensatz der Hyper-bel (s. d.) welche ins Große übertreibt; sein Zweck und seine Wirkung hingegenfallen mit Zweck und Wirkung der Hyperbel ziemlich zusammen; denn hier wiedort ist es darauf abgesehen, diejenige Anschaulichkeit, welche durch Vergleichunghervorgebracht wird, durch die Große des Unterschiedes zwischen den beiden Gliederndes Gleichnisses oder Verhältnisses zu steigern.
Diät, die Lebensordnung in Speise und Trank, Bewegung und Ruhe,Schlafen und Wachen u.s.w., oder die Gesundheitspflege. — Diätetik, die Ge-suntheirslehre, oder die Lehre, wie man die Gesundheit erhalten soll. Ein diäteti-sches Verhalten ist ein der Gesundheitspflege gemäßes. (Dgl. Makrobiotik.)
Diatonisch , eine Folge von Tönen, die durch ganze und große halbeTöne fortschreitet; daher die gewöhnliche Tonleiter: diatonische Scale. (S.Tpn, Tonleiter.)
Diatr > be (von Z,«7-^-5-,) bedeutet ursprünglich entweder eine gelehrteUnterhaltung, oder eine gelehrte Schrift, namentlich Schulschrift. Der neuereSprachgebrauch aber verknüpft damit den Begriff einer in bittern Ausdrücken ver-faßten, besonders literarisch - kritischen Schmähschrift; und in diesem Sinne ver-dienen ;. B. die sogenannten Recensionen einer, nach kurzer Dauer untergegange-nen, after- kritischen Schule unserer Zeit den Namen von Diatriben.
D i a z. 1) Michael, ein Aragonier, Gefährte des Christoph Colombo,entdeckte 1405 die Gvldminen von St.-Christoph in der neuen Welt, und trugviel zur Gründung von Neu-Isabella (nachher Sk.-Domingo) bei. Er starb1512. —2) BartholomäuS D., ein Portugiese, wurde 1-88 von seiner Re-gierung (unter Johann I I.) ausgesendet, um eine» neuen Weg nach Ostindien zusuchen. Er segelte muthig nach Suden und fand die südliche Spitze von Afrika .Allein die Meutereien seiner Soldaten und die gefährlichen Stürme, die hier wüthe-ten, nöthigten ihn zur Rückkehr nach Lissabon . D. nannte die südliche spitze vonAfrika Vorgebirge aller Ängste lN- t<,ch>5 Ion tornien»><,); aber sein König, Jo-hann II., gab ihm den Namen des Vorgebirges der guten Hoffnung, weil er nunnicht mehr zweifelte, daß der vermuthete Weg nach Indien gefunden sei.
Dibdin. 1) Tharles, geb. 1718, englischerTheaterunternehmer, Thea-terdichter, Componist und Schauspieler. Als 15jähriger Knabe betrat er das Thea-ter und ward auch schon Componist. Er gefiel außerordentlich, erwarb sich Freundeund Unterstützung. Für ihn wurde bald das unter dem Namen Circus bekannteTheater erbaut. Er wurde hier der Erfinder einer neuen Gattung von Unterhaltung,die aus Musik, Gesängen und öffentlichen Declamationen bestand, und die er alleund allein selbst dichtete, componirte, sang und darstellte. 20 Jahre hindurchgelang es ihm, sich beim Publicum in dieser Gattung zu erhalten. Durch dieunendliche Mannigfaltigkeit und Derbheit in seinen patriotischen Gesänge», dieglückliche Benutzung aller Gelegenheiten, auf John Bull einzuwirken, und ihnin dem langen und schweren Kampfe mit Frankreich immer bei guter Laune zuerhalten, und ihn für Land-und Seedienst geneigt zu machen, halle er in den letz-ten 20jährigen Kriegen Englands einen außerordentlichen Einfluß auf die un-tern DolkSclassen, sodaß die Regierung ihm auch, als eine neue Unternehmung füreigne Rechnung ihm mißlang, eine Pension von 200 Pf. St. bewilligte. Manhat von >bm eine Menge Theaterstücke, Romane, Gesänge und sonstige Schriften.Sein Sohn, Charles D. j»»., ist Miteigenthümer des unter dem Namen8-xller-i "«-!!> bekannten londner Theaters, für welches er zahllose kleine Stückeund Gelegenheitsgesänge gedichtet und geschrieben hat. Sein zweiter Sohn, Tho-mas D., ist ebenfalls fruchtbarer Theater - und Gelegenheitsdichter. — 2) Tho-