Band 
Dritter Band. D bis E.
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Didyinäus Dienstthucr

Ausgaben des Dirgil und Horaz stehen lateinische Vorreden von ihm, und außer-dem hat er Mehre« in franz. Prosa sowol als in Versen geschrieben. Von allenRegierungen Hai er Ehrenbezeigungen erhalten, von der Republik, Napoleon undLudwig XVIII. ; von Lehterm den Orden des heil. Michael. 4) Firm in D.,Bruder des Vorhergehenden, Drucker und Lchriftgießer. Er ist Erfinder einerneuen Schreibschrift und eines besondern Verfahrens, die Lettern zu verbinden,welche er stereotypen nannte. (Lä Buchdruckerkunst.) Auch hat er sichdurch Übersetzungen griech. und römischer Idyllen in stanz. Verse bekanntgemacht.1826 gab er „öeutrz <I'un ll-iiüi le l.evunt en 1816 et 181?", deren Vst

er ist, heraus. 5) Henri D., Sohn des Pierre Franovis und Vetter der beidenVorhergehenden, zeichnete sich schon früh als Schriftschneider aus; dann suchte erbesonders das Gießen der Lettern zu vervollkommnen, welches ihm auch durch Er-findung eines neuen GießinstrumentS gelang. Er nennt sein Velsahren foiillerispoHllniüt^pc; es ist dasselbe nicht nur bei weitem zeitersparender als das alte,sondern die gelieferten Lettern sind auch wohlfeiler.

D i d y m ä u s (eigentlich Zwilling), Beiname des Apollo, entweder weiler Zwillingsbruder der Diana war, oder von dem zwiefachen Lichte derSonne unddes Mondes, welches er den Menschen verlieh. Apollo hatte unter diesemBcina-men einen der berühmtesten Tempel und ein Orakel zu Dityma bei den Milesiern.Pindar gibt auch Dianen den Beinamen Didyma .

Diebsinseln, s. Ladronen.

Diemen (Anton van), Oberbefehlshaber teS holländischen Ostindiens,geb. 1593 zu Euylenburg. Unglücklich als Kaufmann und von seinen Gläubigernverfolgt, ging er nach Indien , wo er durch seine Schönschreibekunst den Grund zuseinem'Glücke legte und schnell bis zur höchsten Würde stieg. Er zeigte in dieserStelle ein ausgezeichnetes Talent zur öffentlichen Verwaltung und trug viel zurBefestigung der holländischen Handelsmacht in Indien bei. Abel Tasman , dener 1642 mit 2 Schiffen ins Lüdmeer schickte, gab hier einem Lande, das langefür einen Theil von Neuholland gehalten, aber durch spätere Untersuchungen alseine Insel erkannt worden ist, den Namen Vandiemensland, und entdeckteNeuseeland . Ein andrer Seefahrer, den er aussandte, machte in den Gewässernnördlich von Japan Entdeckungen, welche durch Seereisen in unsern Tagen bestä-tigt worden sind. Ein Theil des nordwestlichen Neuhollands, den man auch Van-diemensland nennt, wurde wahrscheinlich erst später, vielleicht auch durch Taömantntdeckt. Van Diemen starb 1645.

D i e n st b a r k e i t, s. Serv i tut.

Dienstag, vermuthlich von der gallischen Göttin Ois benannt, welchedie Deutschen unter dem Namen Thuist verehrten.

D i e n st e, D i e n st l e i st u n g e n, solche Handlungen und Verrich-tungen, die nicht mit Hervorbringung materieller Bestandtheile des Reichthums be-schäftigt sind, wol aber unmittelbar zu Befriedigung der menschlichen Bedürfnissedienen. Dahin gehören die Dienstleistungen, die theils zur Erhaltung des mensch-lichen Daseins, theils zu seinem bessern Befinden, zur Erhaltung oder Herstellungseiner Gesundheit, zur Erhöhung seiner Gemächlichkeit oder seines Vergnügens,theils zur Ausbildung seiner körperliche» oder geistigen Kräfte, zu seiner morali-schen Bildung, zur Sicherung seiner Rechte u. s. w. bestimmt sind. Alle dieseHandlungen bilden eine Gattung von Arbeiten und Industrie, welche weder selbstBestandtheile des Reichthums sind noch dergleichen unmittelbar hervorbringen,die aber doch ihren Werth haben. 51.

Dienstthuer , diejenige Classe der Glieder der Gesellschaft, welche fürdie übrigen Dienste (s. d.) verrichtet. Da sie keine Bcdürfnißmittcl selbst her-vorbringt, so müssen Die, welche sie gebrauchen, sie für ihre Dienste erhalten, wen»