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Dritter Band. D bis E.
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Dio CassiuS

ter Gerichtsdirector war, besuchte die Fürstenschule zu Grftnma und die UniversitätZu Leipzig , wo er 1783 Magister ward. Nachdem er als Pastor zu Kitzscher bekDorna junge Leute zu Landschullehrern vorbereitet hatte, kam er 1797 als Directordes SchullehrerseminariumS nach Friedrichsstadt bei Dresden , verrauschte 1807diese Ereile mit dem Pastorate zuGörnitz bei Dorna, und ward 1817 königl. preüß.Consistorial- undSchulrakh zu Königsberg und I>. der Theologie. Um die Bildungvieler Landschulen, besonders im Königreich Sachsen, erwarb sich D. unbestritteneVerdienste, indem er bei unermüdlichem Fleiße die Gabe einer nicht gemeinen Klar-heit und stete Berücksichtigung des Praktischen beim Unterrichte besitzt. Seine Schrif-ten, welche großenteils ohne Vorsehung seines Namens erschienen sind, umfassen,mehre Gegenstände der Unterrichtskunst, des theoretischen und praktischen Schulwe- ^senS und der Volksbildung überhaupt. Er begann seine schriftstellerische Laufbahnmit: „Erklärender und ergänzender Auszug aus dem dresdner Katechismus" (Neu-stadt a. d. L)rla 1800, 12.); derselbe mit beigefügte» Lprucherklärungen (1801/5. Anst. 1815). (Beide u. d. T.: „Glaubens-und Sittenlehre des Christenthums".)'Diesen folgten: „Die vorzüglichsten Regeln der Katechetik, als Leitfaden beim Unter-"richt künftiger Lehrer in Bürger- und Landschulen" (1802, 4. Aufl. 1818); „Dievorzüglichsten Regeln derPädagogik, Methodik und Schulmeisterklugheit" (1806,3. Aufl. 1818); „Anweisung zum Gebrauche derBibcl in Volksschulen" (1814 u.1815, 2 Thle., 2. Anst. 1816). Nächstdem schrieb er: „Malvina, ein Buch fürMütter" (1819, 3. Auss. 1828); „Unterhaltungen über die Hauplstücke des luthe-rischen Katechismus"; SchulverbesserunzSplane; Rechnungsaufgaben, auch dergl,für preufi. Landschullehrcr; Anweisungen zum Rechnen; AuSwendiglernereien fürRechnenschulen; Schulgebete zu allen Jahreszeiten; Schulgebete für Bürger- undLandschulen; Gedächtnißübungen, mehre Scbulschriften und Vorlesungen, als:^„Ein gründliches Studium der alten Classiker ist kräftiges Gegengift gegen die;Schwärmerei unserer Tage" (1818). s)m 1.1803 gab er heraus: „Kleine Reden:an künftigeVolkSschullehrer" (4Bde., 1803— 5, neueAufi. 1820). Zn terneuenjAuSg. dieser gehaltvollen, mit Hellem theologischen Blicke verfaßten Reden hat sich <D. als Verf. genannt. Auch schrieben: Predigten zum Vorlesen in Landkirchen"(2 Thle., 1800, 2. Aufl. 1810). Seine „Predigten über die im Königr. Lachsen,statt einiger bisher gewöhnlichen eingeführten Sonntagsevangelien zum Vorlesen"(1815) enthalten einen Schatz Heilsamerund derBeberzigungdesLantmanns wer-ther Wahrheiten, crfodern aber, wenn sie gehörig vorgelesen werden sollen, einennicht gemeinen Leser. Auch in Königsberg fährt dieser unermüdct thätige Mannfort, sich um das Schulwesen verdient zu machen, wies. „Lchullehrerconserenzcn",die„Schullehrerbibel", die große Aufmerksamkeit u. Tadel erregte, das „Alte Test."(5 Thle., 1828), das „Neue Test." (4 Thle., Neustadt a. d. Orla 1815, 3. Aufl.

1828) u. a. m. beweisen. Alle Dinrer'sche Schriften beurkunden den hellsehenden,praktischen Volkslehrer. Siehe „G. F. Dinter's Leben, von ihm selbst be-schrieben" (Neustadt a. d. O. 1829). II.

Dio Cassius, geb. zu Nicäa in Bithvnien um 155 nacb Chr., wird vonAndern auch ein Römer genannt, weil er das römische Bürgerrecht bekommen, un-ter Pertmap und dessen 5 Nachfolgern viele Ehrenämter in Rom bekleidet und sichlange daselbst aufgehalten hat. Er beschrieb in 80 Büchern, wovon wir leider nurdas36. bis 54. Bück, jedoch vollständig, das Übrige im Auszuge des Aupbilinos be-sitzen, die römische Geschichte von Äneas Ankunft in ^tasten bis 228 n. Chr., undwidmete dieser Arbeit 22 Jahre. Er hat das Verdienst, die Begebenheiten chrono-logisch geordnet, und sofern er sie selbst erlebt, richtig angegeben zu haben, zeigt sichaber dabei oft ungerecht gegen große Männer, abergläubiz, schmeichelnd und vollEklavensinns; sein rhetorischer Ltyl ist der Geschichte nicht angemessen. Heraus-gegeben von Reimarus (Hamburg 1750 — 52), überf. von Wagner und Penzel.