Band 
Dritter Band. D bis E.
Seite
306
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DiScant

Diöcontircn

Discant, s. « opran.

Discantschlüssel, s. Schlüssel.

Disciplin, der Theil der Erziehung, welcher in der Leitung und Ein-schränkung gesetzwidriger Neigungen und Begierden besteht, wobei der Zwang eineHauptrolle spielt; 2) die Zucht selbst, z. B. Kriegs-und Mannszucht, daher dis-cipliniren, zur Zucht und Ordnung gewöhnen. Sonst wurde dar Geißeln unddie Geißel selbst, als ein Mittel der Frömmigkeit, Disciplin genannt. In den po-sitiven Religionen wird die Disciplin der Dockrin, oder den Glaubenslehren und demUnterricht in denselben entgegengesetzt, und begreift die Kirchenzucht, d. i. dieAufsicht über die Kirchenlieder, in Beziehung auf goktesdienstliche oder religionS -widrige Hanhlungen, und die Handhabung des Zwanges in dieser Beziehung. Indem wissenschaftlichen Gebiete nennt man so jedes besondere Fach, oder eine be-sondere Wissenschaft.

Visconti ren, abrechnen, abziehen, wird besonders bei Wechseln ge-braucht, die erst nach einer gewissen Zeit zahlbar sind, und die der Discomant so-gleich, wenn sie vorgezeigt werden, mit einem gewissen verhältnismäßigen Abzügebaar auszahlt und solchergestalt an sich kauft; oder auch gegen baare Bezahlung,mit Verlust einiger Procente, an einen Andern abtreten. DiSconto ist jenerAbzug. Man sagt z. B., der Disconto ist gestiegen oder gefallen, d. h. es wird eingrößerer oder geringerer Abzug gegeben, welches sich nach der größern oder geringernS umme des an einem Handelsplätze umlaufenden baaren Geldes richtet. Bei derBerechnung über den Disconlo wird der Tag, wo der Handel vom Mäkler abge-schlossen wird, als der erste Tag, und an Orten, wo Respecttage bei den Wechsel-zahlungen stattfinden, die Mitte derselben als der letzte Tag angenommen. DerDiskontant pflegt mehr auf den Acceptanten als die Indossanten oder Aussteller desWechsels zu sehen, und überhaupt gibt es darin, wie bei Waaren, Prima-, Se-cunda- und Tertiapapier, d. h. der Discont richtet sich nach der auf dem Wechsel-platze angenommenen Meinung von der Sicherheit des Accepkanren der zu discon-kircnden Wechsel. So wird auf demselben Platz und zur selbigen Zeit der eine Wech-sel auf.4 mit3Proc., der auf 1i mit 4 Proc., der auf O mit 5 Proc., und der aufII mit 6 und mehr Procent discontirt. Beim Wechseldisconto pflegt der gewöhn-liche Zinsfuß nicht beachtet zu werden. In großen Handelsstädten, die Banken ha-ben, welche sich mit Discontiren beschäftigen, z. B. in London und Paris , hat manzwar einen festgesetzten Disconto, 5 oder 6 Proc., allein die dazu depulirten Directo-ren verwerfen alle ihnen nicht genügenden Acceptationen kleiner Häuser, und es istRegel bei ihnen, daß die zu disconrirendenWechsel 3 Giri bekannter und solider Häu-ser haben müssen. In manchen Plätzen, wie z. B. in Amsterdam , erlaubt es diestrenge kaufmännische Ehre nicht, discontiren zu lassen, sondern der Kaufmann istverpflichtet, sein Papier (acc. Wechsel) bis zur Verfallzeit zu behalten. — Dis-kontobanken, Credikanstalten, bei welchen der Betrag von Federungen, dieerst späterhin fällig werden, im voraus zu erheben iü, gegen Abtretung der Fede-rung und Vergütung eine? Zinses, welcher DiScoiuo heißt, für den geleisteten Vor-schuß. Dergleichen Banken sind dem Tauschverkehr ausnehmend nützlich, indemder Verkäufer der Federung dadurch Capital in die Hände bekommt zu neuen Un-ternehmungen, und sie sind den Privatdisconkanken vorzuziehen, da diese von jedemVorfalle Vortheil zu ziehen suchen, jene aber in ihrem gemessenen Gange fortschrei-ten. Das Discontogefchäft ist eine Leiboperation, die gewöknlicb keine weitereSicherheit als den Glauben an die Redlichkeit und Zahlungsfäbigkeit des DiScon-taten gewährt. Die Fortdauer einer solchen Anstalt beruht übrigens auf der Vor-sicht, Klugheit, Redlichkeit und Einsicht ihrer Verwaltung. — Disconto-casse (O>i-,<ie il'e-u-nnipic) in Frankreich, eine Zettelbank, welche zu Paris 1716 von einer Gesellschaft von Privatpersonen mit einem Capital von 12Mill. Li-