Dividende
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Djezzar
rüste ist mit einer kostbaren Tapete bedeckt, nebst vielen gestickten Kissen, welche andie Wand gelehnt sind. Auf diesem Divan ruht der Herr des Hauses und nimmtdie Besuche an. Daher werden eine Art Sopha bei uns ebenfalls Divan genannt.3) Nennen die Araber, Perser und Türken eine vollständige Sammlung gewisserlyrischer Gedickte, welche bei ihnen Gaseln heißen und das Eigenthümliche haben,daß ein einziger Reim durch das ganze (nie über 14 Strophen lange) Gedicht durch-geführt ist, Divan. Vollständig ist eine solche Sammlung nach ihren Federun-gen, wenn sie ebenso viel Abschnitte hat, als ihr Alphabet Buchstaben, und in je-dem Abschnitte sich wenigstens ein Gedicht befindet, dessen Nennwort mit dem zudiesem Abschnitt gehörigen Buchstaben endigt, wobei jedock einige Buchstabe» aus-genommen sind, weil mit kiesen zu wenige oder gar keine Worte endigen.
Dividende, derjenige Antheil des Gewinnstes, welchen ein Actionair, einTheilhaber bei einer Handlungsgescllschaft, von seiner Actie, seinem eingeleg-ten Capital jährlich oder halbjährlich erhält.
Division , eine, besonders größere, Truppenabtheilung, gewöhnlich von 2Brigaden Infanterie oder 2 3 Brigaden Cavalerie. Daher Divisionsge-
neral. Auch nennt man das Zusammenstoßen von 2 Compagnien oder Escadro-nen oder zweier Züge einer Compagnie, z. B. beim Colonnenmorsch, zum De-ployiren, Division. Daher divisionsweise feuern. Die Division einer Flotteist die unter einem eignen Befehlshaber stehende Abtheilung derselben. — In derArithmetik beißt Division die Rechnungsart, eine Zahl (den Quotient) oderüberbaupt Große zu finden, die mit ihren Einheiten anzeigt, wie viel Mal der Di-visor in dem Dividendus enthalten ist. Ferner heißt Divisio in der Logikdie logische Eintheilung. (S. Logik.)
Division (jur.). 1) Divinio pi.areiituin intrr libercu,, ülterliche Thei-
lung ihrer Derlaffenschaft unter die Kinder. Nach römischem Rechte haben Älternund Großältern die Befugniß, ihren dereinstigen Nachlaß ohne weitere Förmlich-keit unter die Kinder zu vertheilen. Sie bedürfen dazu keines Testaments (worinErbcinsehungen enthalten sein müßten), sondern nur eines schriftlichen Aufsatzes,welcher entweder von ihnen oder von den Kindern selbst unterschriebe» ist. DieKinder sind dann an die Bestimmung der Theile, auch wenn sie sehr ungleich ist,gebunden, nur können sie, wenn sie nicht einmal den Pflichttheil haben, dessen Er-gänzung federn. 2) Lxceptin «üv'uüoni-, wenn Mehre sich für eine Schuld ge-meinschaftlich verbürgen, so haften sie an sich nur Jeder für seinen Theil (das br»e-fiaiuin eli-Hnin,-), aber häufig entsagen sie diesem Vortheil (der excez>tio ciu i«io-nis) und erklären damit, daß Jeder für das Ganze bürgen will. 37.
Djezzar, d. i. Schlächter, wegen s. Grausamkeit genannt, hieß,eigentlichAchmet, war Paschavon Akre und hemmte Bonaparte's Siegeslauf in ÄgYP.te» u.Syrien. InBosnien geboren, soll er sich selbst als Sklave an Ali-Bei nach Ägyp-ten verkauft haben. Hier wußte er sich die Gunst seines Herrn in so hohem Gradezu erwerben, daß er sich vom Mamelucken bis zum Befehlshaber von Kairo em-porschwang. Auf seiner fernern Laufbabn verdankte er der Treulosigkeit gegenWohlthäter nicht weniger als seinem Muth und seinen Talenten. Als Pascha vonAkre machte er sich den Rebellen so furchtbar, basier zum Pascha von 3 Roßschwei-fen erhoben wurde. 'Bald aber zerfiel er mit der Pforte, die jedem Pascha von Un-ternehmungsgeist mißtraut, und eben dadurch das Streben nach Unabhängigkeiterregt. D. wußte sieb durch Gewalt und List auf seinem Posten zu behaupten,ohne daß er den Befehlen von Konstantinopel aus mehr gehorchte, als ihm gutdäuchte. Als Bonaparte 1799 in Syrien einfiel, gerieth D. außer sich vor Wuth,daß europäische Christen es wagten, seine Landschaft erobern zu wollen. DieserIngrimm steigerte seine ungestüme Tapferkeit, und unterstützt von dem emigrirtenFranzosen Philippeaux, der als Ingenieur die Vertheidigung trefflich leitete, beson-