Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dom

gestiftete leipziger Rathsfreischule leitete, bestimmte ihn für das Schulfach, unk erfing 1793 an, alsfrciwilligerMitarbeitcr an gedachter Anstalt Unterricht zu erthei-len. 1796 trug ihm der Oberhofprediger Reinhard die Stelle eines Direcrors am-Lchullehrerseminarium in Dresden an; er blieb jedoch in Leipzig und ward 1800zum Vicetireckor an der Freischule ernannt. Lreitdem hat er dieser wohlthätigenLehranstalt seine Kräfte treu gewidmet, und deshalb auswärtige Rufe abgelehnt.Wenn der Geist des bessern Unterrichtswesens dureb jene Anstalt zunächst in Leipzig angeregt worden ist, so ist dies Rosenmüller's, Müller'S, Plato'S und Dolz'SVerdienst. 1793 gab er in Gemeinschaft mit Plato und Rost die „Christi. Reli-gionsgesänge für Bürgerschulen" heraus, aus welchen mehre Lieder von ihm in diebessern neuern Gesangbücher aufgenommen worden sind. Dann bewogen ihnAerrenner und Rosenmüller, seine in den Erbauungsstunden der Freischule gehal-tenen „Katechetischen Unterredungen" drucken zu lassen, von welchen seit 17953 Sammlungen (5 Aufl. 1801 —18) erschienen sind. Auch von seinen „NeuenKatechisanonen", 5 Samm., 1799 —1801, wnrtentie ersten Bde. 1816u. 1819neu ausgelegt, und von s. „Katechekischen Anleitung zu den ersten Denkübungen"(1790) erschien 1820 die 5. Aufl. des I. und 1816 die 3. A. des 2. Theils. Durchdiegenannten Schriften und durch s. „Kakechetiftben Iugendbelehrungen" (5 Bdchn.,1805—18) Hai der Vf. das Fach der Katecketik wahrhaft bereichert, und es mochtedie Literatur des Auslandes wol keine ähnliche besitzen. Dieselbe praktische Brauch-barkeit haben seine mekrmals aufgelegten Lehrbücher über die Geschichte, unter wel-chen der „Abriß der allgem. Menschen-und Volkergeschichte" (3 Bde. >813, unddie neuesten Ereignisse von 1812—20, Leipzig 1821) ebenso sachreich als zweck-mäßig abgefaßt ist. Auch seine übrigen Lehrbücher für Schulen sind mehrmals auf-gelegt worden. Außerdem schrieber: „I).F. G. Rosenmüller's Leben und Wirken"(1816), den „Versuch einer Geschichte der Stadt Leipzig" (1818) und „DieMo-den in den Taufnamen , und Wortbedeut. dies. Namen" Lpz. 1821). Noch wardieser Pädagog Redacteur der durch ihn 1806 gegründeten und bis 182-1 erschiene-nen „Iugendzeitung". 20.

Dom, ein rundes, hohes, gewölbtes Dach (Kuppel), ein runder, mit einemKugelgewölbe geschlossener Thurm. Da man dergleichen kübne Wölbungen haupt-sächlich an Kirchen hatte (Sophienkirche zu Konstantinopel, Sk.-MarcuS zu Ve-nedig, Hauptkirche zu Pisa, Santa-Maria de'Fiori zu Florenz, Dom zu Aachen ,St.-Peter zu Rom , das Muster für alle spätere , so ging die Benennung Domauf solche Kirchen selbst über, und später gab man auch andern, hauptsächlich denHaupt-oder St-stSkirchen diesen Namen. Der Dom hat einen von den griechischenund römischen Tempeln ganz verschiedenen Charakter; er erhebt sich als Sinnbilddes Unerfaßlichen, ja des Unendlichen, z» welchem kaum die Ahnung sich hinwagendarf. (S. Baukunst, Geschichte der). Im Mittelalter erhielt der Dom dieForm des Kreuzes. Die Ableitung des Namens von dem Griechischen ä-pcc-. d. i.Dach, ist daher wahrscheinlicher, als eine andre von dem Altdeutschen dämmen,richten, Urtheil sprechen (wovon verdammen), welche freilich aufdie Haupikirchcnpaßt, weil an ihnen derSitz des kirchlichen Obertribunals war, mit Gerichtsbarkeitüber die untergeordneten Kirchen. Mehre dieser Kathedralen (s. d.) sind alsMeisterwerke der altdeutschen Baukunst ein Gegenstand der Kunstgeschichte. Wirnennen u. a. den Doni zuOrviedo, den zu Mailand , f. e nr>i'ii/äune Orl

üiiouia üi Uilinio" (erbaut seil 1387 und noch nicht vollendet),' von Gaet. Fran-chetti (m. Kpfrn., Mailand 1821, 4.); die zu Toledo und BurgoS; die zu Rouen ,Rheims, Amiens und Notre-Dame zu Paris s. „Latlic-Iial,-; lianeai.-'t.'ii. ckei-

sun-r-i, HUio-zr. et pnbl. p,ar Oliiipuv. avec »r> allas ln-Unrnpic: et ilc-wiiptll'p.a, .Inünunil", 36 Liefcr., Paris 1823 fg., enthält 25 Kathedralen; in der l.u.2. Liefer. Notre-Dame); die zu Lund , Dronihcim, Upsala; die zu'Hork, Salis-