Donner
Don Ai'sluit
337
sowie die Vereinigung mit dem karlsiädter Canal, der bis Brod in Kroatien fort:geführt werden soll.
Die Verbindung des Donauhandels mit dem Rheinhandel besteht durch Launi-gen und Heilbronn , deren ersteres vorzüglich von der bairischen Regierung begün-stigt wird. Die größten Vortheile würde aber derDonauhandel gewinnen, wenndie schon von Karl dein Großen projectirte und auch auf dem bairischen Reichstagezur Sprache gebrachte Verbindung der Donau mit dem Rheine mittelst des Main ?,über deren Ausführbarkeit sich Wiebeking ausgesprochen, der aber Baader wite -sprachen hat, durch einen 1829 in Paris entstandenen Actienverein zu Stande ge-bracht werden sollte. Nicht minder vorkheilhaft müßte aber auch für den Handelsein, wenn die Donauschifffahrt nach den 1815 aufdem wiener Tongreffeverabre-deten Artikeln, von östr., bairischen und würtemberg. Commissarien, deren Zusam-mentritt schon seit 10 Jahren erwartet wird, durch eine gemeinschaftliche Verord-nung regulirt würde. Mit derselben müssen, der Convention gemäß, die Beschrän-kungen deriLchifffahrtsfreiheit aufhören, es würde ein einförmigeres Lchifffahrtssi'-stem und Gebührentarif zu Stande kommen, für Leinpfade und Beseitigung dergefährlichen Stellen in dem Fahrwasser besser als bisher gesorgt, auch die G,'iss?der Hindernisse, welche die Ausübung der Mauthverordnunge» der -Ltchifffahrt inden Weg legt, gemindert werden. Letzteres ist um so mehr zu wünschen, als durchdie verstärkten östr. Mauthbeschränkunge» der deutsche Donauhandel so abnimmt,daß schon 1822 die zu Ulm regelmäßig abgehenden Schiffe kaum mehr die Hälfteder Befrachtung, wie in den frühern Jahren, erhalten konnten. 13.
I) e> i, g r -I t u i t, freiwilliges Geschenk, eine außerordentliche, jedochfrei:willige Abgabe, welche die Regenten bei außerordentlichen Anlässen von ihre» Stän-den zu fodern, oder auch ungefodert zu erhalten pflegen. Es findet besonders insolchen Ländern statt, wo der Regent ohne Einwilligung der Stände keine neueAbgabe auflegen darf, z. B. diejenigen ehemal. ftanz. Provinzen, die noch Land-stände hatten, nämlich Bourgogne, Provence, Languedoc, Bretagne , ArtoiSunddas Königreich Navarra , bewilligten dem Könige eine Steuer als bin,> gniinit.Dasselbe pflegte einst in den östr. Niederlanden und in den deutschen Hochstiftern,welche -Ltändeverfassungen hatten, zu geschehen.
Donner (Georg Rafael), Bildhauer, geb. auf einem D. des Stifts Hei-ligenkreuz in der Herrschaft EckartSau in Niederöstreich 1680, waranfangs Gold-arbeiter, erhielt seineerste Bildung in der Kunst von Johann Giuliani, einem Bild-hauer, der sich in dem erwähnten Stifte aufhielt, wurde dann Stempelschneiderund widmete sich seit 1126 ganz der Bildhauerkunst. D.'s Werke prangen als Mei-sterwerke in mehren K irchen nnd Palästen Ostreichs; vorzüglich bewundert man dieherrlichen Bildsäulen, die eine Zierde des Springbrunnens aufdem neuen Marktezu Wien sind, und die Statue Karls VI. zu Brcitenfurk. Unter seinen Schülernzählt man als vorzügliche Künstler s. Brüder, Matthias, Medailleur u. Pros.der Akademie, und Sebastian, einen geschickten Bildhauer; ferner Friksch, Bal-thasar, Nic. Moll und Friedrich Östr. Er starb in Wien den 16. Febr. 1111.
Donner. Dieser mit dem Ausbruche des Blitzes verbundene Knall ist eineelektrische Erscheinung, die mit deni knisternden Laute des Funkens bei elektrischenVersuchen verglichen werden kann. Als eine Wirkung der Erschütterung der Luftläßt er sich nicht völlig erklären, oder nian müßte sich unter dem Blitze eine schreck-liche Feuermasse vorstellen, wenn diese durch bloße Zerlheilung der Luftzu Hervor-bringung jenes so volltönenden Lautes hinreichend sein sollte. Nach der Erklärungde Luc'S entsteht er durch die gewaltsame Ausdehnung der Luft, indem sich der elek-trische Stoff, welcher plötzlich in großem Überflüsse gebildet worden ist, dm'ch d>nDruck zersetzt, sein Licht entläßt, und dadurch die Erscheinung des Blitzes bervm -bringt; das Rollen hingegen ist Folge einer stufenweise oder in verschiedenen ein-
Eviwetsativiis'Lericoi,. Bd. M. 22