Doppelschlag Doria 339
Künstlern" (Nürnberg 1730, Fol.) ist für die Geschichte ber Literatur sehr wichtig;es enthüll namentlich über diegeograph. Entdeckungen des Martin Behaim (s.d.)interessante Notizen.
Doppelschlag franz. -loulilo), eine dervorzüglichsten Manieren oderVerzierungen des mufikalischeii Vertrags, welche darin besteht, dass man die 2 nebendein bezeichneten Haupttone liegenden Nebentöne, den einen vor, den andern nach dem-,selben schnell anschlügt, unk dann den Haupiton nochmals berührt, mithin ihn dop-pelt anschlügt. Dieses ist denn tereinfachc Doppelschlag, bestehendaus! Noten, undwird, wenn man von der höhern Note anfängt, mit wenn man von der niedern aii-,sängt, oft mit 8 bezeichnet, und im letzter» Falle der umgekehrte Doppelschlag, im er-sinn der gewöhnliche genannt, in beiden Füllen aber sowol über als nach derNotege-setzt und ausgeführt, wobei zu bemerken ist, daß die Töne dieser musikal. Figur aus derTonleiter der Zum Grunde liegenden Tonart genommen werden müssen. Der zusam-mengesetzte Doppelschlag entsteht durch Verbindung dieser Figur mit ander» Noten.Hierher gehört der sogen, prallende, der geschleifte und der geichnellte Doppelschlag.
Dorat (Claude Joseph , Dichter, geb. 1731 zu Paris , gab das Rechts-siudium. dann den Militairstand, in welchen er als MouSgnctaire (adelige Garde)trat, auf, und überliess sich, da ein hinlängliches Vermögen ihn unabhängig Machte,ganz seinem Hange zur Poesie. Au seinen frühesten Arbeiten gehöre» Trauerspieleund Heroiken. So vielen Beifall er aber auch, wenigstens durch die letzter» (denns. Theaterstücke fielen alle durch), einerntete, so war er doch für diese Dichtungsart,die ein reges Gefühl und einen lebhaften Geist erfodert, wenig geeignet. Dagegensind ihm s. Erzählungen, Lieder und poetischen Episteln besser geglückt, und er ge-hört in diesen Fächern zu den noch jetzt geschützten franz. Dichtern. Durch die Ei-telkeit, alle s. Schriften mit großer Pracht drucken zulassen, vergeudete er eine» be-deutenden Theil s. Vermögens. Er starb Zu Paris den 21. April 1780. SeinesaMintl. Werke sind in20 Bdn. Zu Pariserschienen; eine Auswahl derselben ent-halten s. „Oeuvre? eluBie?" (1786, 3 Bde., 12.). Die vorzüglichsten sind 1)ein didaktisches Gedicht in 4 Ges.: „1.^ ,I,'-o>a,u,iio» ibvätr.-cke", worin vomTrauerspiel, Lustspiel, der Oper und dem theatralischen Tanze gehandelt wird. 2)Verschiedene Heroiken, unter welchen sich „Her» ä I.euulro" und „Ibe'.ar.I ?»Iloloinc" auszeichnen. 3) Dreizehn Lust-und Trauerspiele. Unter jenen wer-den „l.i> keiuto pur -Iinour" und ,,l.o oölibuluire", und unter den letzter» „Re:gtilus" noch ani meisten geschätzt. 4) Poetische Briefe. Diesen, sowie 5) s, Er-zählungen und Fabeln lassen sich ein angenehmer Witz, feine und treffende Gcdan-ken, sinnreiche Vergleichungen, lachende Bilder, ein glänzendes Eolorit, zarte undleichte Züge nicht absprechen, und sie geben im Ganzen ei» treues Bild der gefäl-ligen und einnehmenden Verkehrtheiten, welche da? franz. Volk charakterisiren; aberwas ihnen mangelt, ist jene Natürlichkeit, jene belebende Wärme, jene gemüthlicheund einschmeichelnde innere Kraft, die durch keinen Witz, durch keine Kunst ersetztwerden kann: Eigenschaften, welche den Poesien eines Ehaulieu, Pavillon, Vol-taire, Gresset, ihre Dauer sichern. D. las, was von jeher- in Paris selten war,die deutschen Dichter. Er harte selbst eine „Isteo ,le b> poesio aNein-uule" ge-schrieben. Auch war er mehre Jahre Herausgeber des ,,.lnu> ,u,I elc? ,I.v,ue?".
Doria, eine der ältesten und mächtigsten Familien Genua'S . Die Jahr:bücher dieser Republik reichen nicht über 1100 hinaus, aber schon;» dieser Zerr fin-den wir die Doria in den ersten Ämtern an der Spitze des Staats. Vier Doriaerwarben sich bis ins 11. Jahrh, als Admirale Ruhm u. Verdienste. Der berühm-teste des ganzen Geschlecht? war Andrea Doria , geb. zu Oneglia 1168. ErZeichnete sich als Züngling in den Kriegen gegen die Seeräuber unk Esrsicaiier hel-denmüthig aus, und wurde 1524 von Franz l. zum Admiral der franz. Galeerenerhoben. Wegen einer Beleidigung von franz. Seite ging er zu der spanisch - östr.