Band 
Dritter Band. D bis E.
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340 Dorigny ' Dotisch

Partei über und hinderte dadurch den Fortgang des franz. Waffenglücks in Italien .Hierauf'wurde dieser große Seeheld der Befreier feines Vaterlandes. Gen»»hatte zwar seit 1339 ein lebenslängliches Oberhaupt, Doge genannt; allein dieVerfassung warsozerrütte't, undderParteikampssoheftig, dasibaldherSkaat, baldeine Partei in solchem genöthigt war, fremden Schulz zu suche», der gewöhnlich in einedrückende Oberherrschaft ausartete. So war Genua bald unter mailändischem odttöstreichischem, bald unter französischem Joche. 1528 besaß Frankreich Genua , daüberfielD. die Stadt, vertrieb die Franzosen ohne Schwertstreich, erhielt den Name»Vater und Befreier des,Vaterlandes, und gab dem freigewordenen Wtaateeinevettbesserte Verfassung. Bloß 28 adel. Familien bekamen Zutritt zu den höchsten Wl'wden,' welche alle Jahre neu besetzt wurden. Den Vorsitz führte» der Doge und desse»Räthe, welche beide nach 2 I. neu gewählt wurden. Jedoch halfder große Man»durch bisse Einrichtung den Bedrückungen und den Übeln des Aristokratismus m»wenig ab, und viele seiner Stiftungen mußten durcheilt Grundgesetz von 1576 ad°geändert werden, auf welches sich die nachherige Verfassung gründete. Ungeach^D. die Würde eines Doge auf Lebenszeit erhielt, so ging er doch wieder in S??'dünste bei Karl V. , stritt mit ausnehmendem Glücke gegen die Türken und Corsa!'?»und starb 1560 in einem Alter von fast 93 I. Wo edel der Charakter dieses unvettgeßlichen Mannes war, und so sehr ihn die Genueser verehrten, so entstanden demnach mehre Verschwörungen gegen ihn, unter denen die des F ieSco (s. d.), 154»die gefährlichste war, die er jedoch mit Klugheit und Strenge zu dämpfen wußwDorigny, der Name einiger berühmten Kupferstecher und Maler. 1)Dsschael D., geb. z. St.-O,uentin 1618, ein Schüler des Simon Nouet, ätzte dess»Werke und nahm damit auch dessen Zeichnungsfehler an. Er hat eine kühne Au'^führung und gute Behandlung des Lichts. Er starb als Pros. der AkademieParis 1665.—2) Sein Sohn Ludwig, geb. 1654 ', kamindieWchuledesLebr»»und reiste nach Italien , wo er nach den größten Meistern arbeitete. Don Venedigging ernach Verona , wo er sich niederließ und 1742 starb. — 3) Dessen BrudckNicolauS, geb. 165st zu Paris , ist der vorzüglichste Kupferstecher unter dieß»dreien. Gegen 22 I. brachte er in Italien zu, um nach den berühmtesten Meiste^zu studiren; 15 I. um die bekannten Cartons des Rafaelszu Hamptoncourt zu^Hbesten, wofürerauchvonKönigGeorg I.ansehnlich belohnt und zum Rütererhobsward. 1725 ward er Mitglied der Akademie in Paris und starb 1746. Einer w'ner vorzüglichsten Stiche außer jenen Cartons ist die Verklärung nach Rafael, u»die Apotheose der heil. Petronilla nach Guercino . Sein Stich ist leicht und kräM'und die Arbeit mit der Nadel und dem Grabstichel glücklich verbunden.

D o r i S, s. Nereus. . - rni

Dorisch, wasdem Stamme derDorier angehört, oder von einer bei dienStamme gewöhnlichen Beschaffenheit ist. Die Dorier, einer der 4 HaupG ^des griech. Stammes, sollen ihren Namen von Dorus, dem Sohne HcllenS, Wben. Sie wohnten erst in Estiäotis, wurden dann von den Perrhäbern nach 'donien gedrängt, drangen nach Kreta, wo der Gesetzgeber Minos von ihnen stanü» /legten am Fuße des Öta, zwischen Thessalien, Äkolien, LokriS und PhokiS, die dd ^sehen Vierstädte (Dorica Tetrapolis) an, und drangen später mit den Herakmfin den PeloponneS , wo sie in Sparta herrschten. Colonien von ihnen gingen n ^Italien, Sicilien und Kleinasien . Alle 4 Hauptstädte des griech. Stammes >ren durch Eigenthümlichkeit in Sprache, Sitten und Verfassung scharf twneinangeschieden, besonders waren die Dorier der Gegensatz der Ionier. In dem Dort»',blieb immer das Alterthümliche, und mit diesem etwas Festes und Ernstes, fauch Hartes und Rauhes. Der dorische Dialekt war hart und rauh, der wMI ^weich und sanft; doch hatte jener durch sein Alterthümliches etwas EhrwurUg^wcßhalb er bei feierlichen Gesängen gebraucht ward, z. B. Hymnen, ChorgssE