Band 
Dritter Band. D bis E.
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Double

Dover

talsystems, hatten die franz. Douaniers politische Wichtigkeit. Sie waren in Bri-gaden von 6 Mann getheilt, hatten niilitairische Einrichtung und waren scharf be-waffnet. Wo bewachten sie in 3 Linien die franz. l enzen gegen die Einbringungaller verbotenen Waaren, zu denen nicht bloß die englischen, sondern fast alle außer-halb erzeugten und verfertigten Waaren gehörten. Auch erhoben sie die Ausgangs-zolle. Zhre Anzahl gab man 1812 auf 80,000 an, und die Kosten dieser Doua-nenverwaltung betrugen schon 1809 gegen 50 Mill. Franken. Die Härte undSchärfe, mit der das franz. Zollwesen ausgeführt wurde, die Störunge», die es infast alle LebenSverhälmiffe, besonders in den neuen Provinzen brachte, die Placke-reien, welche sich die Douaniers gegen Reisende erlaubten, hakten besonders in denneuen Provinzen die Gemüther außerordentlich wider sie aufgeregt, und der VolkS-ingrimm traf daher bei den Bewegungen, welche 1813 in Deutschland und Holland gegen die Franzosen stattfanden, zuerst diese Menschenclasse und die Zollhäuser selbst,welche in Hamburg und Amsterdam gleich zu Anfange niedergerissen und verbranntwurden.

Double, ein Kunstausdruck beim franz. Theater, der den Stellvertretereines für ein gewisses Fach angenommenen Schauspielers bezeichnet. Man ver-steht aber darunter keinen zweiten Wchauspieler. Diese heißen scconck sujct oderuntoui juiui les scaoncli lules.

Doufa oder van derDoeg, geb. 1815 zu Nordwyk in Holland ,Staatsbeamter, Philolog, Geschichtschreiber und Dichter, studirke in Delft undLöwen, hielt sich einige Zeit in Paris auf und lebte dann im Genusse des häuslichenGlückes und im Umgänge mit den Musen, bis er 1572 als Gesandter nach Eng-land ging, um die Königin Elisabeth für die Lache der Niederländer zu gewinnen.Als Oberbefehlshaber in dem von den Spaniern belagerten Leyden bestand er mitKlugheit und unerschütterlichem Muthe alle Gefahren, selbst als Hungcrnoih undPest sich zu der Geißel innerer Zwietracht gesellten. Abgerichtete Tauben dientenihm, mir den erwarteten Befreiern eine Verbindung zu unterhalte», und dankbarpries er in seinen Versen diese treuen Boten. Der Statthalter Wilhelm I. ent-schädigte die Stadt für ihre Leiden durch die Stiftung der Universität, deren ersterCurator D. ward. Seine ausgebreiteten Verbindungen mit den Gelehrten desAuslandes sehten ihn in den Stand, die trefflichsten Lehrer, z.B. Joseph Scaliger ,für die neue Anstalt zu gewinnen. Nach Wilhelms l. Ermordung reiste D. heimlichnach London , um bei der Königin Elisabeth eine Stütze für die Freiheit seines Va-terlandes zu suchen, deren treuer Verfechter er immer war, und während der be-denklichen Zeit, wo die Herrschaft des Grafen von Leiceüer (f. Dudley) das Landdrückte, benahm er sich mit kluger Mäßigung. Häusliche Leiden, besonders derTod seines hoffnungsvollen älteste» Sohnes, Ianus Dousa, trübten seine letztenLebensjahre, bis er 1601 starb. Zahlreiche Schriften, die er hinterließ, beweisen,wie treu er seinem Wahlspruche war: l>» .>nw »»,»», älu^w. Wein bekann-testes Werk sind seine „I-ut-iAw ll,>l0,n1ü>rgnr Vnualrit", bis 1606, die seinSobn angefangen hatte, und wovon es 2 Ausgaben, eine in Versen, die andrein Prosa, giebt.

Dover, englischer Seehafen am Canal, Frankreich gegenüber, in der Graf-schaft Kent , mit einem jetzt verbesserten Hafen für Wchiffe von 1 — 500 Tonnen,der bei Stürmen oft zum Nothhafen dient. Auf einem engen Raume liegt dieStadt in 3 Hauptstraßen, die am Ende zusammenlaufen, zum Theil am Wtrande,zum Theil an steilen, 570 F. hohen Kalkfelsen. Sie har 2 Kirchen, die des heil.Jakob (Schutzheiligen der Seeleute) und die Marienkirche; die erste ist ein großes,1216 erbautes Gebäude, die zweite stiften» die Normänner. Dieser nahrhafteOrt hat heiße und kalte Seebäder, 1800 H. und 20,000 Einw., unter welchen 1600Wahlmänner 2 Deputiere ins Parlament schicken. Alle englische Dissenters haben