Dow
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Doyen
hier Bethäuser oder Capelle». ?lm Felsen wachst noch, wie zu Shakspeare's Zei-ten, der große Meerfenchel, und würzt die Brühen der Schmecker. DasneueKriegS-spital ist ein prachtvolles Gebäude, und ehrwürdig die Skadihalle am Markt. Hübschist das Sommerschauspielhaus und das Casino. Die Schiffer und Loschen unter-halten 12 Dampfböle zur Überfahrt. D. gehört zu den 5 Canalhäfen, deren Gou-verneurstelle eine Sineciire ist. Seit der angedrohten ftanz. Landung wurde D.von der Seeseite trefflich durch Strand - und hochliegende Batterien befestigt;auch schützen dasselbe seine Martellothürme und ein 320 Fuß über der Mccresstächesteil am Ufer liegendes Castell. Dies Castell, dessen Fläche 25 Acres beträgt, hatfür 2000 M. bombenfeste Casematten und einen Brunnen von 310 F. Tiefe, dersolches gegen Wassermangel schützt. In und an den vielen Gebäude» und Thür-men dieses schönen CastellS zeigt man Alterthümer, angeblich römischen Ursprungs.Gewiß ist die Grundmauer einerRedoute nahe beim Castell der Überrest einer ehe-maligen Warte der Römer oder eines PharuS, den sie anlegten. Die vielen Thürmeteü CastellS kragen jeder den Namen seines Erbauers. Auf der höchsten Felsspitzesteht das Durgschloß, 92 Fuß hoch, ist wohl erhalten und dient als Zeughausund Magazin. Minen machen jeden Versuch, das Castell zu erstürmen, ge-fährlich.
Dow, auch Douw (ausgesprochen Dau)(Gerard), geb. zu London 1613,Sohn eines Glasers und Malers, machte, als Rembrand's Schüler, bedeutendeFortschritte in der Dertheilung des Lichts und im kräftigen Colorit, übertraf ihnaber an Fleiß. Man kann nichts Vollendeteres sehen als seine kleinen Genregemäldc.Sie sind so niedlich, daß man das Vergrößerungsglas brauchen muß, um die Arbeitdarin genau zu erkennen, selbst die zartesten seiner Figuren sind voll Leben, und auchdas fast unsichtbar Kleine in der Natur übersah er nicht. Dennoch haben D.'SBilder nichts Ängstliches und Gezwungenes. Man hält ihn für den Erfinderder sinnreichen Methode, große Gemälde ins Kleine zu bringen, indem man dasOriginal mit einem durch Faden in Vierecke getheilten Rahmen bedeckt, unddann die Partien des Gemäldes in ebenso viele gezogene kleine Vierecke aufdie Leinwand überträgt. Auch soll er sich des convepen Spiegels bei seinenModellen bedient haben. Gerard D. starb 1680 und hinterließ ein großes Vermö-gen; denn seine Werke wurden zu hohen Preisen bezahlt, wie sie noch jetzt zu dentheuersten der niederländischen Schule gehören. 1809 wurde ein kleines Gemäldevon ihm für das königl. holländische Museum mit 11,000 Gulden bezahlt, und inder Auciion von Peter de Smith in Amsterdam , 1810, gingen die Gerard D.'Sam theuersten weg; 5— 10,000 Gulden war ihr gewöhnlicher Preis. SeineSchüler, Metzu, Schalken und MieriS , sind ihres Meisters würdig.
Doyen (Gabriel Franeois), geb. zu Paris 1126, Schüler des MalersVanloo, gewann schon in einem Alter von 20 Jahren den großen Preis in der Ma-lerei. 1148 ging er nach Rom , wo besonders die Werke derjenigen Maler, die sichdurch einen großen Charakter in der Zeichnung und hohen Ausdruck ausgezeichnethaben, wie Annibale Carracci, Pietro di Tortona, Giulio Romano , Polidor undMichel Angelo, die Gegenstände seines Studiums und seiner Begeisterung wurden.In Neapel fesselten die Werke des-Lolimene seine Aufmerksamkeit. Dann besuchteer Venedig, Bologna, Parma, Piacenza, und kehrte nach Frankreich über Turin zu-rück. Er blieb in PariS lange Zeit ohne Beschäftigung, und lebte einsam der Kunst.Zwei ganze Jahre brachte er mit dem Entwurf und der Ausführung seiner Virginia zu; sie verschaffte D. die Aufnahme in die Malerakademie. 1158. Das Gemäldel-> icsle tle-i ureleni.-i. für die Kirche von Sr.-Roch, erhöhete »och D.'sRuf, undman hält es für sein Meisterwerk. Um seinenWerken mehr Wahrheit zu geben, ginger in die Hospitäler und beobachtete die Charaktere und Gesichtszüge der Krankenund Sterbenden. Man findet in dieser reichen Composition schöne Charaklcrköpfe,