Band 
Dritter Band. D bis E.
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Drebbel (Cornelius), Physiker undMechanlker/geb. zuAlkmar in Nord-Holland , 1512. ein bloßer Lantmann, besaß viel Beobachtungsgeist und ein Ver-mögen, das ihn bei seinen mechanischen und optischen Versuchen untersuchte. InKurzem wurde er so bekannt, daß ihm der deutsche Kaiser, Ferdinand II., den Un-terricht seiner Prinzen übertrug und ihn zum kaiserl. Rathe ernannte. In denUnruhen 1620 nabnien ihn die Truppen des Kmfürsien Friedlich V. von derPfalz gefangen und beraubten ihn seines ganzen Vermögens, doch ward er auf hebeFürbitte wieder freigegeben und an den Hof Jakobs I. von England, Fried, ichsSchwiegervater, der im Umgänge mit Gelehrten sich sehr gefiel, geschickt. §eitdieser Aeit lebte er in steter Beschäftigung mit seiner Wissenschaft zu London , woer 1684 starb. Die Nachrichten, welche seine Zeitgenossen von s. Versuchen geb. n,sind wegen des Wunderglaubens jener Zeit theils nicht völlig zuverlässig (so soll erein Schiff verfertigt haben, auf welchem er unter dem Wasser 2 Meilen weit,von Westininster bis Greenwich , fuhr), theils grenzen sie ans Fabelhafie (z. B.die Erzählung von den Maschinen, durch welche er eine Kälte, die der des Wintersgleich gewesen sei, hervorgebracht habe u. s. w.). Gewiß ist es, daß er in der Me-chanik und Optik für die damalige Aeit große Kenntnisse besaß und mehre mathe-matische Instrumente erfand, u. a. das zusammengesetzte Mikroskop (ein Mittel-ding zwischen Teleskop und Mikroskop, gewissermaßen ein Megaloskop), und da«Thermometer (gegen 1630), welches nach ihm Hallen, Fahrenheit und R. aumurvervollkommneten. Die Erfindung des Teleskops, welches ihm Einige ebenfallsbeilegen, ist wahrscheinlich älter, und dem Zachar. Ianson um 1590 zuzuschreiben.Sein „Te:,< t.-ztus cle Ii-ilni» elemeiilt» um kt guiula e"k»ti->" herauSgeg. vonIoh. Ernst Burggrav zu Leyden 1608, erschien mehrmals (deutsch, Hamburg 1619,Leipzlg 1725; holländisch, Rotterdam 1702). S. „IPisiols <Is m.-iebi»-- astro-I,enni>',i pierpktuo ruoiüli" gab Ioach. Morsius heraus zu Leyden 1620. Eindeutscher Brief an Kaiser Rudolfll., in welchem er ein Instrument beschreibt, wel-ches er älaubinam musicam z,erz„'Iuc> mobilem nannte, steht in Harsdörffer's „Oeiieii! zibv'üev-m.ilbcm«!.", Bd. 2. A....8.

Drechseln ist die Kunst, härtern Körpern, als Holz, Knochen, Horn,Elfenbein und selbst Metallen, verschiedene, vorzüglich runde Figuren und künst-liche Gestalten auf der Dreh - oder Drechselbank, vermöge mancherlei Dreheifin,zu ertheilen. Der Name kommt von Drehen, indem der bearbeitete Körper, zwi-schen den Spitzen der Reikstöcke, vermöge einer Schnur den Dreheisen in der Rundeentgegengedrcht wird. Doch gibt es auch noch eine Art zu drehen, welche Passig-drehen oder Kunstdrehen genannt wird, bei welchem, vermittelst einer besonderndazu eingerichteten Drehbank, die abzudrehendeSache nicht allein in der Runde her-umgedreht, sondern auch zugleich hin und hergeschoben wird, wodurch verschiedenedvale, eckige und andre Formen entstehen. Das Drechseln auf der Drechselbankist eine sehr alte Beschäftigung. Zuerst drechselte man wahrscheinlich nur glatteKugeln und Säulen, und fing erst später an hohl zu drehen, und vorzüglich Trink-gefäße und Becher zu fertigen. Auch ist das Drechseln auf der Drechselbank schonvon Alters her als eine der Gesundheit heilsame und sehr angenehme Beschäftigung,vorzüglich von Denjenigen, welche durch geistige Anstrengung oder sitzende Lebens-art geschwächt worden sind, oder als ein nützlicher Zeitvertreib geübt und fleißig be-trieben worden. Die Dreh - oder Drechselbank hat in der neuern Zeit vielfältigeVerbesserungen erhalten. Etwa seit 1780 ist die einfache Dreharbeit mit der Auf-lage, welche auch beweglich gemacht werden kann. im Gebrauche. Desormaup s„b'-u t clu tourneur", mit 37 Kpf., 4., hat II. Thon umgearbeitet: „Die Dreh-kunst in ihrem ganzen Umfange" (Ilmenau 1825, mit 95 Abbild.).

Drei, Dreizahl (I rbis), eine vom frühesten Alterthume her geheiligteZahl (vgl. z. B« 4 Mos. 19, 12.); noch heute sagt das «prüchwort: Aller zu«

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