Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dresden

Dreizack

Dreizack (Trident), s. Neptun.

Drei zahl (Trias), s. Drei.

Dreschen, Dreschmaschine. Um den Samen oder die Körnerder gebrüteten Feldsrüchte von den Hülsen zu sondern, trieb man in den ältestenZeiten Pferde, Ochsen u. a. Thiere über des Getreide, damit sie die Körner aug-traten. Später erfand man Maschinen, Hierher gehört die Dreschwalze (leibn!»pd. iiibului»), der Dreschschlikten (te-,in>) und der Dreschwazen (dieser kommt inden Büchern der Israeliten por), welche von Ochsen oder Pferden gezogen wurden.Noch später kam das eigentliche Dreschen, d. i. das Dreschen mit dem DreschflegelaufderScheunkenne, auf, und ist die gewöhnlicheArt zu dreschen geblieben. Umjedoch beim Dreschen den Aufwand an menschlicher Kraft, Arbeitslohn und Zeitso viel als möglich zu ersparen, und die Körner so rein und vollkommen als mög-lich zu gewinnen, hat man die eigentlichen Dreschmaschinen, welche durch Stoßauf die Ähren wirken und eine auf jene Zwecke besonders berechnete Einrichtunghaben, erfunden. Zm Allgemeinen verrichten sie das Dreschen entweder durchStempel oder durch Schlägel, welche gehoben werden und wieder niederfallen,oder durch Walzen, welche über das Getreide Herrollen, oder durch Dreschflegel,welche entweder gleich den Stempeln gehoben oder durch eine Welle gedreht wer-den. Die Garben bleiben entweder auf ihrer Stelle liegen, oder werden durchMenschen untergelegt, oder die Dreschtenne bewegt sich zugleich mit der arbeitendenMaschine und treibt die Garben unter die Dreschflegel, Stampfen oder Schlägelund wieder hervor. Man nennt sie,^wegen der Ähnlichkeit ihrer Bewegung, auchDreschmühlen. Seit dem 11, Jahrh, hat man sie immer mehr vervollkommnet, undin der neuesten Landwirthschaft gibt es dafür vielerlei Vorrichtungen.

Dresden, Residenz des Königs von Sachsen , liegt (51° 3' 22" N. B.,31° 23' 52" Ö- L. von Ferro, oder 45' 85", in Zeit östlich von Paris , und 1' 25"in Zeit ösil. von Berlin ) im meißnischen Kreise, an der Elbe, welche das eigentlicheDresden und Neustadt von einander theilt. D. hatte Ende 1821 mit alle» Vor-städten 51,361 Einw. ohne Militair. Eö besteht aus der Residenz oder dem eigent-lichen D., aus der Neustadt (seit 1132 so genannt und seit August II. schön ange-baut, sonst AltdreSden), und auü der Friedrichsstadt (ehemals Ostra, seit 1610 ange-legt). Vielleicht gibt es keine Residenzstadt von gleicherGröße, in welcher so viel Bil-dung mit so vieler Sitienreinheit gepaart wäre: ein Umstand, der wol hauptsächlichin dem mindern Reichthum des sächsischen Adels, aber gewiß zum Theil auch in dentrefflichen persönlichen Eigenschaften und der langjährigen Regierung des vorigenKönigs begründet sein mag. Schenswürdig sind: die 552 Fuß lange, steinerne Elb-brücke von 16 Bogen, mit erhöhten Fußwegen von Plattsteinen, steinernen Rund-bänken und eisernem Geländer; die 1136 in Neustadt ausgerichtete metallene undvergoldete Statue Augusts II. zu Pferde; die katholische Hofkirche, mit einer Orgelvon Silbermann und mehren Gemälden, u. a. am hohen Altare die HimmelfahrtChristi von MengS ; dieFrauenkircbe, deren Bau bis zur Laterne auf der Kuppel, vonGeorg Bahr 1126 fg. ausgeführt, 300,000 Thlr. gekostet; die berühmte Gemälde-galerie (s. Dresdens Kunstsammlungen); das grüne Gewölbe, in welchemder in s. Art einzige, gelbeBrillantring, der grüneDiamant, der weiße Diamant u. a.merkwürdig sind; die königl. Bibliothek, die Ebert in s. Geschichte und Beschreibungderselben (Leipz. 1822) schildert, und das Antikcncabinet, beide nebst der Porzellan-sammlung mir Bötkcher'S ersten Versuchen im japanischen Palaste; die Galerie derMengs 'schen Abgüsse (nach den Antiken); das Naturaliencabinet; die Kunst- undRüstkammer; endlich der große Garten (seit 1814 schöner hergestellt und durchdie vom Herrn von Carlowih angelegte pomologische Pflanzschule bereichert); derBnihl'sche Wallgarten mit einer kleinen Gemäldesammlung und einem vom Für-sten Repnin gebauten Freisaale, für den Lustwandler einer der schönsten Augen-