Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dresden im 1.1813

sehen viel Meld in Umlauf brachte. Rastlos wurde an der Befestigung Dresdens und an dem verschanzten Lager am Fuße des Liliensteins gearbeitet. Hier konnten60,000 M.sstckii"aufstellen. Zwei Brücken setzten das Lager mit der Feste König-stein in Verbindung. Eine für Geschütz fahrbare Straße wurde durch die Gebirgedes Amtes Hohenstein aebahnt, um die Verbindung mit dem gegen Schlesien vor-rückenden Heere über Stolpcn heriustellen. Die Werke am rechten Slromufer umdie Neustadt, unter welche» die Kaiserschanze mit einem bombenfesten Blockhausevor dem schwarzen Thore (die den 27. Juni 1814 in die Luft flog) das stärkste undkunstreichste war, deckten die berliner, warschauer und bauhner Straßen. Auch umdie Vorstädte der Altstadt wurde eine ausgedehnte VerschanzunaSlinie gelogen, undzahlreiche Truppen lagerten im Bereich der Werke auf beiden Ufern. Mektermchund Bubna kamen um diese Zeit aus dem Feldlager Alexanders nach Dresden ;aber die Friedensunterhandlungen zerschlugen sich, und den 17. Aug. brach dervielfach bereitete Krieg aufs Neue los. D. war der Mittelpunkt der Bewegungendes stanz. Heers. Napoleon war schon am 15. Aug. über Bautzen nach Schlesien gegangen, und Vandamme, der mit 40,000 M. von der untern Elbe heraufge-kommen war, zog von, 17. bis 19. aufdas rechte Elbufer, wo er sich nebst Ponia-towski gegen die böhmische Gren;e auf Rumburg und Gabel wandte. Allein uner-wartet drang das große Heer der Verbündeten, unter dem Fürsten von Schwarzen-berg , in 4 Abtheil. aus den böhmischen Gebirgspässen auf dem linken Elbufer vor.Die Raffen unter Witgensiein warfen den Marschall St.-Cyr , welcher mit20,000 M. jene Paffe betrachte, aus den festen Stellungen bei Gießhübel undPirna. Er verlegte deßhalb den 22. August sein Hauptquartier von Pirna nachDresden . Nun drang die Hauptmacht der Verbündeten auf die große Derbindungs-straße der Franzosen in Sachsen vor, und man beschloß, da Blücher den KaiserNapoleon an der schlestschenGrenze beschäftigte, D. wegzunehmen, als den Schlüs-sel der sranz. Stellung in Sachsen . Die Ruffen und Preußen unter Witgensieinund Kleist rückten auf der pirnaischen Straße bis vor D.; die Östlicher aber indem längsten Bogen auf der Straße von Kommotau. Eilboten riefen Napoleon nach D. zurrick. Den 24. Aug. traf bereits der König von Neapel ein. Den 25.umzingelten die Verbündeten die Stadt bis an die Weißcritz, und den 26. früh wur-den die Franzosen von den Preußen aus dem großen Garten geworfen. Aber erstan diesem Tage war das verbündete Heer ganz vor D. vereinigt und, Mit Inbegriffder als Rückhalt bei Tharant aufgestellten Abtheilung unter Klenau, gegen 120,000M. stark. Diese Stellung war vorlheühaft. Kaiser Alexander hatte sein Haupt-quartier in Nöthenih, der König von Preußen m Lockwitz. Das Feuern begannden 20. mit Tagesanbruch ; ein rascher Sturmangriff hätte wahrscheinlich entschie-den ; aber der linke Flügel, welcher die fast gar nicht vertheidigte Friedrichsstadt ein-schließen sollte, war noch nicht wen genug vorgerückt, uni hier anzugreiscn. Die-ser nothwendige Verzug rettete die S ladt. Unterdessen war Napoleon mit demKerne seines Heeres den 23. Aug. in Eilmärschen vorn Bober über Görlitz nachD. aufgebrochen. Den 26. halb 10 Uhr Vormittags zog er mit einem Theileseiner Garden >» die Stadt, nachdem er schon in Slochen den Schlachiplan ent-worfen, Vandamme gegen Pirna hin enisandt, und das Schlachtfeld von denHöhen der bauhner Straße übersehen hatte. Jetzt wälzte sich von Mittag bisAbends eine Masse von mehr als 60.000 M. von der bauhner Straße in die Stadt,um sogleich im Sturmschritt auf das Schlachtfeld zu eilen. Denn gegen 4 Uhrdes Nachmittags, als schon sämmtliche Garden und die Reiterei unter Latour-Maubourg über die Elbe gegangen waren, rückten die Verbündeten in ö Heci haufenunter einem Geschützdonner vor die Stadt. Fünf starke sich gegenseitig vertheidi-gende Schanzen deckten die feste Linie, welche D. vorn Ziegelschlage östlich an derElbe bis vor dem fteiberger Schlage an der freiberger Heerstraße und demWeißeritz-