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Dresden Im I. 1813 (Schlacht am 27. Aug.)
flusse umgab. Die heftigsten Angriffe hatten vor dem Ziegelschlage bei Blasewitz und bei den Schanzen an den Straßen nach Räcknitz und Planen statt. DiePieußen fochten mit großem Muthe im großen Garten und drängte» die sogen,junge Garde bis an die Mauern des Anton'schen Gartens; allein vSn den Kugelnihrer Waffenbruder begrüßt, mußte diese wieder irl den Kamps sich stürzen. Zu-gleich ward die Stadt mit Haubitzgranaten beschaffen, von welchen manche in denVorstädten zündeten, und einige bis auf den Brühl'schen Gartenwall flogen, sodaßMehre Einwohner verwundet oder gelödtet wurdet» Nach 6 Uhr waren die Preu-ßen wirklich in die Pirnaistbe Dbrstatk eingedrungen, die Schanze vor dein freiber-ger Schlaqe war von den Östreichern genommen- und das noch weit stärkere Werkbor dem Moczinski'schen Garten Von einem ungarischen Regimente erstürmt wor-den. Da unternahmen die Fränzoseit einen allgemeinen Angriff. Aus dem Rück-halte stürmten die Garden mit 16 Kationen hervor und trieben die Preußen auS derVorstadt zurück; auch das Werk vor Moczinski's Gatte» ward gegen 1 Uhr wiedergenommen, (letzt erkannten die Verbündeten die Unmöglichkeit - eine von 100-000M. vertheidigte und so klug befestigte Stadt zu erobern; sie zogen sich daher beiEinbruch der Nacht in ihre vorige Stellung auf die Anhöhen zurück. Die Fran-zosen aber lagerten sich vor den Schläge» und in den Vorstädten. Unterdessen zo-gen unaufhörlich Kriegsvölker und Geschütz über die Brücke, und am Morgen des21. Aug. rückten die Heermassen unterMarmont und Victor in die Schlachtlinie.Um 6 Uhr begann die Schlacht aufs Neue. Vergebens griff Napoleon wiederholtdas Mitteltreffen der Verbündeten auf den Höhen von Zschcrmtz und Räcknitz an;gegen 10 Uhr wandten sich dieAnstrenguNgen der Franzosen gegen den rechten Flü-gel, welcher aus Russen ulid Preußen bestand; doch ward fortwährend- obwolschwach, das Mitteltreffen beschossen; und hier war es, wo eine Stückkugel auseiner stanz. Feldbatterie gegen Mittag Moreau (s. d.) in der Nähe Alexanderstödtlich verwundete. Die entscheidende Unternehmung ward gegen den linken Flü-gel gerichtet, welcher sich vvn Töltschen an der westlichen Thalwank deSplauenschenGrundes bis gegen Gorbitz, an der Heerstraße nach Freiberg , ausbreitete- Diehier aufgestellten Truppen waren zum Theil neu geworben und schlecht gerüstet, da-bei durch die härtesten Entbehrungen in dem ausgeplünderten Lande entmuthigt.Da sie nun durch das tiefe Weißerihthal von dem Mitteltreffen gänzlich abgeschnit-ten und nicht stark genug waren, um mehre wichtige Punkte, wo von der fretbergerHeerstraße Schluchten Nüch der Elbe abfallen, gehörig zu beobachten, so gelang esdem König von Neapel, mit der Heermasse unter Victor und der französisch -sächsi-schen Reiterei unter Latour-Maubourg, diesen Flügel völlig zu umgehen, indem ergegen Mittag aus der» Engpässe von Cotta und dem Zschonengrunde bei Pennerichhervorbrach. Nach tapferer Gegenwehr auf den Höhen a!n Rande des Weißeritz-thals, wo aber der Rege» das Kleingewehrfeuer unmöglich Machte- wurden die-Ostreichen von der feindlichen Reiterei überwältigt uNd von ihrer Rückzugsstraßeweggedrängt. Da sie nun den richtige» Weg in den plauenschen Grund hinab,um auf der entgegengesetzten Seite die Höhe wiederzugewinnen, verfehlten, sowurde der größte Theil, über 10,000 M., nebst dem General Mesko, gefangen.Unterdessen hatte bereits der Heerführer der Verbündeten, auf die Nachricht, daßVandamMe, der am 25. bei KönigsteiN über die Elbe gegangen war, gegen Pirna vordringe und die Verbindung mit Böhme» bedrohe, den Rückzug beschlossen.Dieser erfolgte in der Rächt. Der König von Neapel rückte ihnen nur bisMarien-berg nach. So endigte der zu spät unternommene und zu wenig vorher berechneteAngriff aufDresden. Die Verbündeten hatten an Todten, Verwundeten und Ge-fangenen 30,000 M, verloren. Die Gefangenen, übet 13,000 M., meistens-Vstreicher, die man in die protestantischen Kirchen eingesperrt hatte, wurden vonden Bewohnern der Stadt so gut als möglich verpflegt; doch kamen mehre vor C r-