Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dresden im I. 1813

schöpfung um. Die Zahl der verwundeten Franzosen belief sich an diesen beidenblutigen Tagen auf mehr als 10,000 M. Die Zahl ihrer Todten war beträchtlich,läßt sich aber nicht genau angeben. Es befanden sich jetzt 24 Spitäler in der Stadt.Napoleons Glücksstern ging unter seit dem 21. Aug. Die Boten von Oudinot 'gNiederlage bei Großbeeren (s. d.), von Macdonald'e Niederlage an derKatz-dach (s. d.) und von Vandamme'SNiederlage bei Kulm (s. d.) zerstörten den stol-zen Entwurf, inBreslau, Berlin und Prag seine Triumphe zu feiern. Vo,-> inbegannen die Hin - und Herzüge der st anz. Kriegsmacht, die immer schwerer aufDresden , ihren Stützpunkt, drückten und die Umgegend gänstich verheerten. DieFranzosen legten 3 neue Schanzen vor der Altstadt an; auch sollte Meißen ein neuesAußenwerk von Dresden bilden, und das stanz. Heer schien in diesen: verschanztenLager deii andringenden Streitkräften der Verbündeten hinter mächtigen Bollwer-ken zu trotzen. Unterdessen rückte das Heer der Verbündeten aus Böhmen aufsNeue vor, und russ. und preuß. Scharen streiften auf den lausitzer Straßen bis indie Nähe von Dresden und GroßenhayN. Napoleon trieb jene zwar zurück; alleinNey's Niederlage bei Dennewih (s. d.) am k. Sept. und Blücher's Vordrin-gen am 10. gegen Herrnhut nöthigten den stanz. Kaiser » von der böhmischenGrenze nach Dresden zurückzugehen und auf das rechte Elbufer sich zu wenden.Diese Heevzüge machten das Land zur Wüste. Von den zu 50—100 Mann inkleinen Hütten zusammengedrängten Franzosen wurden selbst die Gräber aufge-wühlt, die Leichen geplündert und die Särge zu Wachtfeuern verbraucht. Mitdem Mangel nahm die Zuchtlosigkeit immer mehr überhand. Am 14. brach Na-poleon wieder gegen die böhmische Grenze auf und drang am 15. bis Kulm vor;allein seine Garden wurden bei Nollendorf am 16. von Collotedö mit Verlust zu-rückgeworfen, und er kehrte den 21. nach Dresden zurück. Jetzt ließ er, gegenseine frühere Zusage, den SonneNsteiN befestigen, und die JrxeN in der daselbst be-findlichen Heilanstalt wurden schonungslos fortgejagt. Die Ostreicher besetzten da-gegen den II.Freiberg ; Streisscharen von dem Heere des Kronprinzen ».Schwebendrangen bis nach Leipzig vor, und Blücher vereinigte sich mit Bubna. Napoleon drängte zwar die Preußen nach Bautzen zurück, war aber schon den 24. wieder inDresden . Er ließ jetzt das rechte Elbufer gänzlich räumen und zog seine Truppenauf das linke. In Dresden lagen am 21. über 30,000 M. Den 28. und 29.griffen die Verbündeten den Brückenkopf bei Meißen an, doch ohne Erfolg. Nunzogen Napoleons Scharen über Freiberg gegen Chemnitz und über Nossen gegenLeipzig , wohin auch die verbündeten Heere ihre Richtung nahmen. Endlich ent-schied Blücher's unerwarteter Übergang (3. Oct.) bei Wartenburg über die ElbeNapoleons Abzug aus Dresden . Er verließ diese Stadt den 1. Oct. früh. DerKönig von Sachsen folgte. (S. Leipziger Schlacht.) In und um DreSdöNblieb eine HeereSmachl von etwa 30,000 M. zurück unter St.-Ehr und dem Gös-sen von der Lobau. Die Franzosen mußten an demselben Tage Pirna verlassen,wo sie nur noch den SonneNstein besetzt hielten. Dem Königstein bewilligten dieVerbündeten die Neutralität. Hierauf erstürmte Bübna am 8» den Brückenkopfbei Pirna , und die Ve.-bündeten griffen einen Theil der in 8 großen Schanzen be-stehenden Außenwerke der Neustadt von der bautzner Straße her an. Zugleich nä-herten sich die Russen, 16,000 M. stark, unter Tolstoi, Iwanoff und Markoff biszum 12. Oct. Dresden, damit sich hinter ihnen Betulingsen's Heer unbemerkt überRossen nach Leipzig Zöge. St.-Tyr griff hierauf am 11. den General Tolstoi aufden Höhen von Räcknitz und Zschernih an. In Gefahr, umgangen zu weiden,zogen sich die Russen Mit einem Verluste vön 6 Feldstücken und einigen 100 Mannan Gefangenen aufDohna zurück; aber schon am 20. drängten sie den Marschallwieder Nach Dresden hin, das nunmehr an beiden Ufern eingeschlossen war, da dieöstr. Generale v. Chasteler mit 10,000 M. und Klenau von Leipzig her zu Tob.