Oovits i-t unis
Drouais
875
Es wil d mit Nutzen gebraucht bei Verstopfungen der Eingeweide des Unterleibes,in hypochondrischen und hysterischen Zufällen, gegen Schwäche und Reizbarkeitder Nerven, Magenkrämpfe und Koliken, Rheumatismen, Gicht, Skorbut,Ausschläae :e. Das Badehaus ist ein großes Gebäude, in dessen obern Stockwer-ken die Badegäste wohnen. Hier ist zugleich der Badebrunnen, auö welchem dasWasser in 1 sibr gut eingerichtete Bäder geleitet wird. Man kann hier auch Tropf-,Dunst- und Dampfbäder haben. Für das Vergnügen ist durch Musik, Tanz,Spiel re. gesorgt, und schöne Anpflanzungen, Alleen und Spaziergänge machendie Gegend zu einem Garten. Noch sieht man die Ruinen der alten Jburg. S.Brandis's „Anleit. zum Gebrauche des Driburger Bades" (Münster 1792).
I>, » i t ^ iü » n ! s. s. Vereinigte Gefälle.
Droske, nicht Droschke oder Troschke, aus dem Russischen, einleichter, vierrädriger Wagen, welcher unbedeckt ist, und auf dessen Seitensihenbald mehr, bald weniger Personen sitzen können. Die niedrigen Räder sindmit Kothflügeln überdeckt.
Drontheim (spr. Trontjem), 63° 25' 52" N. B., 130 M. vonStockholm , 700 engl. Meil. vom Nortcap, Hauptstadt des norweg. Stiftamisgl. N., ihrer Größe und der Zahl ihrer'Einw. (12,600) nach, die vierte Stadtdes Königreichs, wurde vom König Karl XI V. durch s. Krönung zum Konig vonNorwegen in der Domkirche daselbst am 7. Sept. 1818 zur KrönungSstadl erho-ben. Sie liegt an dem Nid, der einem tief ins Land hineintrctenden Meerbusengleicht und ihr mancherlei Vortheile zum Betriebe eines nicht unbedeutenden Han-dels gewährt. Zimmerholz, Stockfisch, Hering, Thran, Felle, besonders Kupferund Eisen von den benachbarten Hüttenwerken, sind die vorzüglichsten Ausfuhrar-tikel; auch eine Zuckersiederei, eine Juchtenfabrik und andre Fabrikanstalten vonminder»! Umfange befördern den Wohlstand der Stadt, die zugleich der >Litzeiner Akad. der Wissenschaften und eines Seminars zum Unterrichte junger Lapp-länder ist. Vor den meisten nordischen Städten zeichnet sich D. durch eine guteBauart, schöne regelmäßige Straßen und einen großen Palast aus. Es hat einealte, ehrwürdige Domkirche, wohin vormals der ganze Norden wallfahrtete, in-dem darin das Grab des heil. -Olaf sich befindet. Hier werden auch Karls XI V.Krönungsinsignien aufbewahrt. In dem Hafen von D. liegt auf einem Felsendie Festung Munkholm. Die romantischen Umgebungen, Wasserfalle und Land-seen, tiefe Uferschluchten, eine Menge Inseln und landeinwärts hohe Gebirgs-züge, sind mit freundlichen Landhäusern geschmückt. Aber bei dem kalten Klimakommen Baumfrüchte nur selten zur Reife, und selbst die Eiche gedeiht hier nichtmehr. Statt des Hornviehes erblickt man große Heerden von Ziegen, welchedas Moos der Klippen aussuchen oder am Ufer sich von Seepflanzen nähren. Nahebei D. sieht man Ameisenhaufen von Mannshöhe; auch wußte man hier schonlängst Ameiscnessig zu bereiten.
Droso Meter, Thaumesser, ein Werkzeug, die Menge des gefallenenThaues zu messen, besteht in einer Wage, deren eines Ende eine Platte trägt,die den Thau gut annimmt, das andre ein Gegengewicht hat, das nicht soleicht bethauet wird.
Drouais (Jean Germain), geb. 1763 zu Paris , der bedeutendste Maleraus David's Schule. Die Sehnsucht, in Rom die Denkmale der Kunst zu studi-ren, trieb ihn 1783 zur Mitdewerbung um den großen Preis, der in einem Ijahri-gen Pensionat besteht; doch aus Unzufriedenheit mit seiner Arbeit zerriß er sie undüberließ den Preis einem Ändern. Seinen Lehrer, der ihm, als er verwundert dieStücken des Gemäldes sah, darüber Vorwürfe machte, fragte er: „Sind Sie zu-frieden mit mir?" „Vollkommen", versicherte David. „Wohl! so äabe ich jaden Preis", rief D. entzückt; „dies war mein Ziel; der Preis der Akademie gc-