Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dubois

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ö porhekers, geb. IsKtz in einem kleinen Städtchen der Provinz Limousin. 12 I.eilt kenn er nach PariS , und erhielt, nachdem er im Collegium Sk.-Michel siudirkhatte, die Stelle eines Hauslehrers. Er wurde mit dem Unterhofmeister des Her-zogs von Charmes, dem Herrn v. St.-Laurent, bekannt, der sich, als er schwachzu werden anfing, von D. unterstützen ließ. D. wußte sich bald die ganze Zuneigungseines Zöglings zu erwerben und wurde nach St.-Laurent'S Tode an dessen Stellegewählt. Von nun an spielte er zwei Rollen, die eines Erziehers und die einesGelegenheitsmachers für die Ausschweifungen des jungen Herzogs. Ludwig X I V.wünschte diesen s. Neffen mit s. legitimirten Tochter, dem Frl. de Bleis,-zu ver-mählen. Monsieur, Ludwigs Bruder, war nicht abgeneigt, aber dessen Gemah-lin zu stolz für diese Ehe. D. sollte sie und den jungen Printen dafür gewinnen.Es gelang seiner Schlauheit, und sein Lohn war die Abtei St.-Iust in der Pi-cardie. Ludwig, der seine Talente kennen gelernt hatte, erlaubte ihm, sich nachLondon zum franz. Gesandten zu begeben. Hier wußte sich der Chevalier D.durch ^aint-Evremonk wichtige Bekanntschaften zu verschaffen. Besonders schloßer sich an den Lord Stanhope an, dessen Freundschaft die O.-.elle seines fernernGlücks wurde. D. kehrte nach Frankreich zurück und wurde, unter dem beschei-denen Titel eines SecretairS, der geheime Rath des Herzogs von OrleanS undVorsteher des herzogl. Hauses. Er kämpfte hier glücklich mit vielen Hindernissenund Feinden. 1115 übernahm der Herzog die Regentschaft, und jetzt wagte derebenso ehrsüchtige als schlaue D. die ausschweifendsten Hoffnungen zu nähren.Aller Gegenwirkungen der einflußreichsten Personen ungeachtet erhielt er vorn Her-zoge d>e Ernennung zum Staatsralhe. Da die Ränke des spanischen Hofes, dendamals der Cardinal Alberoni leitete, den Herzog beunruhigten, und dieser aufmächtige Verbündete bedacht war, richtete D. seine Blicke auf England und erbotsich zu geheimen Uniei Handlungen. Hier half ihm seine Bekanntschaft mit LordSianhope. Er wußte Georgs >. Abneigung gegen die Person des Regenten zuüberwinden und brachte die dreifache Allianz von 1118 zwischen Frankreich , Eng-land und Holland zu Stande. Man hat behauptet, D. habe sich an England ver-kauft; es ist aber unerwicsen. Er mußte sogar selbst erkaufen, um zum Ziele zukommen. Als Lohn erhielt D. die stelle eines Ministers der auswärt. Angelegenh.Nun strebte er auch nach den höchsten Würden der Kirche. Das Erzbisrhum vonCambray wurde erledigt, und D. wagte es, den Regenten darum zu bitten, ob-gleich er noch nicht einmal Priester war. Der Regent erstaunte über di> seKühnheit;allein als der Kcnig von England sich selbst für D. verwandte, erhielt dieser aneinem Morgen alle Weihen derKirche und nach wenigen Tagen das Erzstift. Auchden Cartinalshut wußte er durch die schlanksten Mittel zu erlangen, und ließ sichnun 1122 zum Premierminister erklären. SeineMacht hatte keine Grenzen mehr;aber grenzenlose Ausschweifungen brachten ihn früh an den Rand des Grabes. Erkonnte kaum noch gehen und in den Wagen steigen, und doch setzte er sich einst, umder militairischen Ehrenbezeigung zu genießen, bei einer Musterung zu Pferde;allein er zog sich einen innern Schaden zu, woran er den 10. Aug. 1123 starb.Der Herzog vonSt.-Simon hat folgendes treue Bild von ihm entworfen: ,,DubviSwar ei» kleiner, magerer, schmaler Mann mit einer Luchsmiene. 'Alle Laster:Treulosigkeit, Geiz, Wollust, Ehrsucht, die niedrigste Schmeichelei, stritten sichin ihn» um die Oberherrschaft. Er log so, daß er selbst noch leugnete, wenn manihn auf der That ertappt hatte. Trotz eines erkünstelten StoiternS, woran er sichgewohnt harke, um Zeit zu haben, Andre zu durchschauen, würde seine belehrende,geschmückte, angenehme Untei Haltung ihn sehr beliebt gemacht haben, wenn nichtein Dunst von Falschheit seiner Heiterkeit das Erfreuende benommen hätte. Übri-gens arbeitete »r, seines großen Hanges zu Ausschweifungen ungeachtet, außeror-dentlich. Sem Vermögen war ungeheuer, und seine Einkünfte beließen sich in die

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