Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dubos

Dlichcsnois

Millionen. Sein Andenken war verhaßt und verspottet. Seine Grabschrift selbstist eincSatyre, denn nach Aufzählung aller Ämter und Würden heißt es: .8oli-dioin et!li>biIi»r-> b»»x, vintor. »>»>tUo preoi>re!"

Dubos, Du Dos (Jean Daptiste), einer der ersten franz. Ästhetiker, wel-chcr die Theorie der Künste auf einen allgemeinen Grundsatz zu bauen versuchte unddie Kunstthcorie durch seine Dergleichung der Poesie, der Malerei und Musik(,,krsiexi<>»» nur !>-, z,oe,,e, I» sieintuio et In mu,ig»e", PariS 1719, 6. ?l.1755 in 3Ddn., übers. von Funk 1759 und mehrmals; der 3., welcher eine Ab-schweifung über die theatralischen Vorstellungen der Alten enthält, von Lessing übers.in s. „Theatr . Bibliothek", 3. St.) bereicherte. ?lls Grundlage seiner Theorie stellter da«Bedürfniß auf, welches jeder Mensch fühlt, seine Gemülhskräste zu beschäf-tigen und seine Empfindungen in Wirksamkeit zu setzen. Geb. zu BeauvaiS 1670,studirte er daselbst unk zu Paris , wurde 1695 in dem Bureau der auSwärt. Ange-legenheiten unter dem MinisterTorcy angestellt, welcher ihm die Besorgung wich-tiger Geschäfte in Deutschland, Italien, England und Holland übertrug. Aufdiesen Reisen sammelte er seine Erfahrungen über die Künste, welche er in jenemWerke aufstellte. Nach seiner Zurückkunft erhielt er ein Kanonicat, eine Pensionunk 1722 die Stelle eines beständ.SecretairS der franz. Akademie. Als Geschicht-schreiber hat er sich durch seine ,,IIisloird do In liguo ds »brni" (Paris 1721,2 Bde., 12.) und s. „lliilvir« criligue <><- IV-tnIdi.-^cnwn l ,1c In moiinrobiskrniwni'e da», !e, Onulc," (Llmsterd. 1713, 2 Bde.- 1. und 12.) ausgezeichnet.Voltaire rechnet ihn unter die Schriftsteller, welche das Jahrh. Ludwigs Xl V. ver-herrlicht haben. Er starb zu Paris den 23. März 1742-

Ducange, s. Dufresne .

Ducaten, s. Dukaten.

Ducaton, I) eine holländ. Goldmünze (auch Ruyder genannt), ungefähr6 Thlr., und eine Silbermünze, ungefähr 1 Thlr. 17 Gr.; die erste ist eine Na-tionalmünze, die nur im Lande circulirt, die Silberducatons aber werden vorzüg-lich im Handel mit Ostindien gebraucht; 2) eine franz. Silbermünze (einen hal-ben Dukaten oder 1 Thlr. 12 Gr. werth), so viel als ein Laubthaler; 3) eine mai-ländiscbe Münze von ungefähr 1 Thlr. 13 Gr.

Duchesnc oder Du Ehesne (Andre), latein. Obesnius. Ouclion!»,,O»e,eeta»»s. Geschichtsforscher und Sammler, welchen man den Vater der Ge-schichte Frankreichs genannt hat. Geb. 1584 zu fssle Bouchard in Touraine , stu-dirte er zu London und Paris , wurde zum königl. Geographen und Historiographe»ernannt, und starb am 30. Mai 1640. Wichtig sind: seine Sammlung franz. Ge-schichtschreiber (.,lli,,wi i.ic I' I.i>ioe» u»> «oriplore,", 3 Bde., denen sein Sohn,Fram oiS DucheSue, den 4- und 5. aus s. Vaters Nachlaß hinzufügte), zu derenFortsetzung die franz. Regierungen in den neuern Zeiten mehrmals aufZefodert haben;f „8ei ipiores reruni dchrniniinieorni» n!> n. 838-— 1220", und s. genealogi-schen Werke, durch welche er die Geschichte Frankreichs erläuterte. Die Zahl seinerSchriften ist sehr groß; einige gab s. Sohn nach s. Tode heraus. Mehr als hun-dert Folianten soll er noch ,n Handschrift hinterlassen haben.

Duchegnois (eigentlich Iosephine Rafi»), geb. den 25. Dec. 1786 zuSt.-Saulve bei ValencienncS, in unserer Zeit die erste tragische Schauspielerin derFranzosen . Sie verrieth von ihrer Kindhe-t an einen entschiedenen Beruf zur Schau-spielkunst. In DalcncienneS betrat sie 1797 zuerst mit Beifall die Bühne. Mitihren Leistungen aber selbst nicht zufrieden, widmete sie 5 Jahre der ernsten Ausbil-dung ihrer Anlagen und ließ sich dabei von dem Dichter Legouve (s. d.) leiten.Diese unzunftige Bildung aber machte der unbekannten Fremden die Fürsten derBühne abgeneigt. Erst 1802 erhielt sie, auf Napoleons Befehl, Zutritt auf dem4 liestrv Irsnosi!. und gewann gleich bei ihrer ersten Erscheinung in der Rolle der