Band 
Dritter Band. D bis E.
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Duett

Du-Deffand

vor seinem Tode ward er an Voltaire '? stelle zum Historwgrapben von Frank,-eichernannt. Er starb zu Pari« den 26. März 1772. Zu seinen besten Roman»-,, ge:hören die „(loulözftxn; eil, tlonite (le 6'" (17-11, 12.), und zu de» besten Meinenren s. „Ildiioiro; !es ,n<n-n> ; ll» XV I >t„,, -sts-do" (1751,12): beide reich anfeinen und treffenden Bemerkungen, besonders über da? weibliche G.-schsich, undüber die Liebe. »Leine „täni-.ub'r.itiou^ »n, In; iii>>e»r;,!e (1719, 12.)

in Bruyöre's Acanier, sind voll geistreicher, treffender Tharakterzeichnungen undtiefer Menschenkennlniß. Seine. „llidoire ck>-I.xul; Xl." wil d gesickäht, doch er:kennt man darin den Romanenschreiber. Größer» historischen Werth haben s. „Ilä-inoiie; »veret; ;ur les regne; ,!e I.nni; Xl X e> XV." Diese arbeitete D. alsIIi,trningi-,s>Iie <I>- Vranee aus. Sie erschienen erst 1791 (2Bde., deutsch von L.F. Huber, Berlin 1791). Auch hat er sich in s. „Ilv>,>.>r,,»e; ;nr !.-> xr?>,,,x.-nrvgbnärnle <>e l'oriro^u!" (1761, 12.) als Sprachforscher ausgezeichnet. Desessärtgab die „Otuivic; oc»,i>>lete; ,lv Ilunlo-" (Paris 1809, 10 Bde.) heraus. Derletzte Bd. enthält ein Bruchstück einer Selbstbiographie. In den anziehenden„älenixire; ele K1»<I,in>e <1 lgnn.iv" (1818) lernt nian Duclos's Eharakter voneiner nicht günstigen Seite kennen.

Du - Deffand (Marie de Vichy Gamrond, Marquise), geb. 16ch7 auseiner edeln Familie in Bourgogne und ei zogen in einem Kloster zu Paris , ent-.wickelte schon in zarter Jugend liebenswürdige und glänzende Eigenschaften. IhreÄltern verheiratheten sie 1718 a» den Marquis Du^Deffand; als aber der Todihre, Großmutter ihr eine Rente von 40M LivreS verschaffte, lieb sie sich von ihremGatten scheiten. Man beschuldigte sie, eine Zeit lang der Gegenstand der Leiten»schast des Regenten, Herzogs von Orleans, gewesen zu sein. An dem glänzendenHose der geistreichen Herzogin von Maine zu Lceaux kani sie mit Voltaire, Polig--nac, Fontenelle, La Motte, Madame de Lambert , Mademoiselle Delaunav, innahe Berührung. Doch mehr noch von de» Reizen derHauplstadt angezogen, suchtesie hier den Umgang der größten und ausgezeichneisten Schriftsteller des In-- undAuslandes, tiefte in ihrem Hause versammelte. Diderot, Madame Duchatelet ,die Herzogin von BouflerS, Henault (mit dem sie bis an s. Tod, 1770, in engemVerhältniß lebte), die Herzoginnen von Grammont und Chaulnes, der Herzog vonChoiseul, David Hume, Horace Walpole, Montesquieu und A. m. bildeten denCirkel, in dessen Mitte die Marquise Du-Dcffand durch Llnmuth und Verstandentzückte. Sie ward blind, aber kies Unglück zerstörte den Liebreiz ihrer schönenZüge nicht; der Kreis ihrcrFreunde erweiterte sich, und sie war schon alt, als mansie noch liebenswürdig und voll Grazie fand. Es kann nichts Reizenderes geben alsihre Briefe an Horace Walpole , die Ergüsse ihrer stilllddendcn Seele gegen diegleich gefeierte LeSpinasse und gegen d'Alembert . Mit der Lespinass- schloß sie einenschönen Bund der Freundschaft; sie machte ihr den Antrag, obwol sie an Jahre»ihr sehr ungleich war, als Gesellschafterin bei ihr zu leben; allein nach zehnjährigemZusammensein (1764) trennten sie sich aus einer Art geistiger Eifersucht. Unterden anziehendsten Verhältnissen, in steter Verbindung mit den merkwürdigstenMenschen ihrer Zeit, und in ununterbrochenem Briefwechsel mit den Entfernten,verflossen ihr vom Tage ihrer Blindheit an noch 50 I., bis im 81. ihres Leben? einsanfter Tod sie der Erde entrückte (1780). Sie würde noch glücklicher gewesen sein,wenn sie religiöser Gefühle faksig gewesen wäre. Ihre Briefe, Gedichte, Epi-,gramme und a. Kleinigkeiten sind in verschied. AuSg. gesammelt. Ihre Briefe anHorace Walpole erschienen 1812 in 4 Bdn. zu Paris .

Dudley, s. Leicester (Graf).

Duell, s Zwei kämpf.

Duett, ein Tonstück (eigentlich ein kleines), welches zwei verschiedeneHaupkstinmicn hat. Es kann entweder gar keine, oder eine, ja selbst mehre kegle»