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Dufrosne Duüeöny
tende Ba6-, und M'ttelstimmen haben. s)m ersten Falle ist zugleich der Sahein zweistimmiger Sah. 5lst da« Tonstück ein Instrumenralstück, so nenntman dasselbe insbesondere ein Duo, es niag eine oder m hre Skiminen zurBegleitung baden, oder nicht. Duett im engern Sinne nennt man in Opern,Cantaten u. s. w. ein Tonstück mit 2 Haupkpartien. Das Duett ist concer-ti, end. wenn der Hauptgesang in den Stimmen abwechselt, sodaß die Melodiebald m die ködere, bald in die tiefere Stimme verlegt wird, wozu eine oründ-liche Kenntniß der Harmonie, und insbesondere de« zweistimmigen Sahes, so-wie der Regeln des doppelten Contrapunktes um so unentbehrlicher ist, da bei2 Sr-mmen jede falsche Gegeneinandersetzung der Intervallen weit mehr auf-fallt, als wenn dieselbe durch den Zutritt mehrer Stimmen gedeckt werden kann.Der Vertrag eines Duetts ist nicht minder schwierig und setzt voraus, daß sichdie länger in ihren Manieren genau kennen, sich gegenseitig nach einanderrichten, damit die vollkommenste Einheit harmonisch versinnlicht werde.
Dufresne oder DuFresne (Charles), Herr von Cange, daher oftDucange genannt, ein Literawr, der sich um die Geschichte des Mittelalters,namentlich seines Vaterlandes, sowie um die byzantinische Geschichte, sehr verdientgemacht hat. G>b. !610 aufeinem Landgute bei Annens, aus vornehmer Familie,studirte er in keni Iesuitencollegium daselbst, nachmals zu OrleanS und zu Paris .Am lehtern Orte wurde er 1631 Parlamentsadvocat, 1615 königl. Ldchatzmeisterzu Amiens, von wo ihn eine Pest 1668 nach Paris vertrieb. Hier widmete er sichganz der Literatur und gab seine großen Werke, namentlich seine Glossarien für diemittlere und neuere Gräcität und Latimtät, s. „Hirt», >., l'v/.-niiina" (Paris 1680,Fol.), die Annalen des Zonaras , seine Numismatik des Mittelalters und andrebedeutende Werke heraus. Er starb 1688.
Dufresny (Charles Rivi'-re), geb. zu Paris 1818, Großenkel der unterdem Namen >-> keil« .laxliniere bekannten Bäuerin, welche die Neigung Hein-richs IV. auf sich gezogen hatte, wußte sich unter ungünstigen Umständen seinen Wegzu bahnen. Musik und Zeichnenkunst, Architektur und Gartenkunst, besonders aberPoesie waren seine LieblingSunterhaltungcn; in allen diesen Künsten war er, ohnegerade eine gebildete Erziehung erhalten zu haben, und ohne besondern Fleiß, mehrals mittelmäßig. Sein Familienverhältniß brachte ihn an den Hof Ludwigs XI V.;seiner Gewandtheit verdankte er die Anstellung als königl. Kammerdiener, und^spä-terhin die stelle als Aufseher der königl. Gärten und das Privilegium einer >Lp!e-gelglasmanufactur. Aber der lockere und verschwenderische D. trat Beides füreine mittelmäßige Summe an einen Andern ab und verkaufte in der Folge auchleichisinnigerweise eine von Ludwig XI V. ihm ausgesetzte Leibrente von 3000 Li-vres. Bald darauf verkaufte er, um dem Hofzwange zu entgehen, auch seine Kam-merdienerstell- und zog nach Paris , wo er im Verein mit Regnard für das Thea-ter arbeitete. Man kann ihm große Menschen - und Wittenkenntniß, Feinheit undAnstand nicht absprechen; nur erreichte er nicht die Lebendigkeit des VortragS unddie Stärke im Komischen, wie Andre seiner Zeit; die Entwickelungen seiner Stückesind gewöhnlich schwach. Doch gehören.seine Lustspiele zu den vorzüglichen Conver-sakionsstücken der Franzosen und zeichnen sich durch die Kunst aus, das Lächerliche derCharaktere, auch wo es im Leben nicht auffällt, hervorzuheben. 1710 erhielt D.,durch eine neue Gnade des Königs, das Privilegium über den „älereure p^d'nl",welckeS er 1713 gegen eine Leibrente wieder abtrat. Seine Werke sind in 6 Bdn.zu Paris (1731 und 1717 in 1 Thln.) erschienen und gewähren eine aufheiterndeLecture. D. hakte ein ausgezeichnetes Glück in allen Verlegenheiten. Als er zuletztohne Hülfsmittel war, überreichte er dem Regenten eine Bittschrift, und dieser ließihm 200,000 LivreS zahlen. Hiervon baute er das niedliche Gebäude, bekannt un-ter dem Namen: „das Haus des Plinius". Er starb zu Paris 1724.