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Düker (Karl Andreas), Philolog, geb. 1670 zu Unna, in der GrafschaftMark, genoß den ersten Unterricht auf dem Gvmnasium zu Hamm , besuchte dieUniversität Franeker , wo PerizoniuS sein Lehrer war, ward 30 A. alt Lehrer derGeschichte und Beredsamkeit an dem Gvmnasiuni zu Herborn , und 1701 oder 5Subrector an der Schule im Haag. Er macbte sich zuerst bekannt durch einenBrief über den Fluß klares, der auszugsweise 1711 in dem Vibius Sequester vonHesseliuS erschien. An demselben A. gab er seine >,ii>,it>i«
1>nUNI veirenin" heraus (2. verm. Auff. 1761). Als Burmann anPerizonius's Stelle nach Levden gina, theilte man dessen Lehrstuhl der beschichteund Beredtsamkeit zwischen D. und Drakenborch. D. eröffnete seine Vorlesungenmit einer Rede über die Schwierigkeiten der grammatischen Ausleaung der griech.und lat. Schriftsteller, welche nian in Kapp's ,.Samn>l. ausgewählter Reden" fin-det. Nach 18 A. legte D. seiner Gesundheit wegen seinAmt nieder, begab sich nachMevderich und starb dort 1752. Sein Ruf als Philolog beruht vornehmlich aufseinen Ausgaben des Florus und ThucydideS . Außerdem findet man Anmerk. vonihm in Drakenborch'S Livius, Oudendorp's Sueton, Blnunanns SorviuS :c.
Dulon (Ludwig), der blinde Flötenspieler, geb. zu Oranienburg an derHavel 1769 den 14. Aug., verlor in der ersten Woche seines Lebens dmch einenungeschickten Augenarzt sein Gesicht; dennoch entwiD to er sein musikalisches Ta-lent so schnell, daß er schon im 13. A., unter Begleitung seines Vaters, sich in denvorzüglichsten Orten Deutschlands mit außerordentlichem Beifall auf der F ötehören ließ. Auch auf dem sslaviere trug er Seb. Bach's Fugen rein und ohneAnstoß vor; ja er componirte selbst, indem er, ohne ein Anstrumeut zu gebrauchen,Alles mit außerordentlicher Genauigkeit in die Feder dictirte. Hofrath Wolke lehrtezu Anfange 1796 den blinden Künstler ein ihm ganz fremdes Alphabet und Zif-ferzeichen, sotaß derselbe die tastbaren Lettern lesen, sie eomponiren, sogar vonAndern gesetzte Zahlen angeben und Rechnenexempel machen konnte. Seine vonihm selbst verfaßte anziehende Lebensbeschreibung in 2 Bdn. gab Wicland (Zürich 1807 und 1808) heraus. An den letzten Aahren seines Lebens stellte er seineKunstreisenein, lebte still in Würzburg und starb daselbst den 7. Auli 1826.
Dumarsais (T'sar Thesneau), Sprachforscher, geb. 1676 zu Mar-seille , verlor früh seinen Vater, dann sein Verniögen durch eine verschwenderischeMutter; eine ererbte Büchersammlung wurde verkauft, und der 7jährige Knabewar so untröstlich, daß er alle Bücher, deren er sich bemächtigen konnte, auf dieSeite schaffte. Er trat in die Gesellschaft der Väler des Oratoriums, verließ sieaber im 25. Aahre, verheirathete sich in Paris und ward Advocat. Trügliche Aus-sichten verleiteten ihn, diese Laufbahn bald zu verlassen. Überreich an Kindern,von seiner Frau gequält, überließ er ihr s. geringe Habe, widmete sich demHofmei-sierleben und eröffnete endlich eine Erziehungsanstalt, die ihm kaum s. Lebensunter-halt gab, sah zuletzt noch die Erwartung, einen reichen, auf St-Domingo verstorbe-nen Sohn zu beerben, vereitelt, und starb, von Armuth unk Leiden gebeugt, 1756.Seine Verdienste wurden von seinen Zeitgenossen übersehen, und sein bestes Werkblieb lange unbekannt. Scharfsinn und feine Beurtheilungskraft, ein reines Ge-müth, einfache Sitten und Standhaftigkeit im Unglück erwarben ihm die LichtungAller, die ihn kannten. D Alembert nannte ihn treffend den La Fontaine der Phi-losophen. Dezerando hat 1805, in einer vom franz. Anstitut gekrönten Preisschrift,die Verdienste des gründlichen Forschers gut gewürdigt. Seine Werke wurden1797 zu Paris in 7 Bdn. herausgegeben. Die bedeutendsten sind: die Darstellungeiner neuen Lehrart der lat. Sprache; eine Abhandl. über die Tropen, die Grund-sätze der (allgemeinen) Sprachlehre, und seine Beiträge zur Encyklopädie.
Dumas (Matthieu, Graf), ein berühmter franz. General, geb. den 23. Dec.1758 zu Montpellier , diente als Oberster im amerikan. Freiheitskriege. 1789 kam