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Dürer
Durchmesser
lichen Kurfürsten zuerst. Unter Karl V. war er schau gewöhnlich. spätererhielten ihn auch die Fürsten , welche auf dem Reichstage Sitz und Stimmehatten. Die älteste Urkunde über das einen, Fürsten ertheilte Prädicat Durch-lauchtig ist eine würtembergische von 1664.
Durchmesser, s. Diameter.
Durchschnitt, s. Riß und Profil.
D u r ch s i ch t i g k e i t, die Eigenschaft der Körper, dem Licht einen Durch-gang zu verstatten. Sie hängt indeß nicht allein davon ab, daß sie Licht in gehöri-ger Menge, sondern daß sie es auch i» merklich geraden Linien durchlassen. Sokönnen 2 an und für sich sehr durchsichtige Substanzen, z. B. Wasser und Öl,wenn man sie vermengt, undurchsichtig werden, weil sie die Lichtstrahlen auf ver-schiedene Art brechen. Dagegen wird Papier, welches an und für sich undurch-sichtig ist, vermittelst des DefeuchtcnS mit Wasser oder Öl durchsichtig. Es kommtferner bei der Durchsichtigkeit nicht auf die Härte oder Weiche der Körper oderihre Porosität an, wie man auf den ersten Blick glauben sollte; der harte Diamantist durchsichtig, die weichsten Holzarten sind es dagegen nicht, weil die geradlinigeRichtung der Lichtstrahlen in der Masse nicht an jene Eigenschaften der Körpergebunden ist. Man muß also vielmehr die Unveränderlichkeit dieser geradlinigenRichtung der Lichtstrahlen als den eigentlichen Grund der Durchsichtigkeit betrach-ten. — Scharfsinnige Untersuchungen und Vermuthungen über Durchsichtigkeitund Undurchsichtigkeit der Körper in dem hier angegebenen Sinne trägt vor New-ton in s. „0/>til-e" (Lond. 1766, 4.) in, 2. Buche; und über die Schwächung,welche das Licht bei diesem Durchgänge durch die verschiedenen Körper erleide, hatVersuche angestellt Bouguer: „'I'ruUe sie,„e" (Paris 1760, 4.). Auf dieserSchwächung des Lichts vermittelst durchscheinender Körper beruht endlich auch derneuerlich von Lampadius angegebene Photometer, welcher in einer Röhre be-steht, in die so viel Scheiben durchscheinender Körper eingeschoben werden, bisdas dadurch betrachtete Licht ganz unsichtbar wird. S. „Praktische Abhandl. überdas Gaslicht", von Accuni, deutsch durch Lampadius (Weimar 1816).
Durchzeichnen, s. Calguiren.
Durchziehen derTreffen, ein Manoeuvre, vermittelst dessen dievorderste, dem Feinde zunächst gegenüberstehende Linie rückwärts, durch das vor-rückende zweite und dritte Treffen, die zweite, dritte und folgende Linie, züge- oderdivisionsweise, im Flankenmarsch mit links- und rechtsum, und im Geschwind-schritt durchmarschirt, sodaß die zweite Linie die erste, und, wenn auch diese sichab- oder hindurchzieht, die dritte die erste wird. Überhaupt bedeutet Durchziehenjede Bewegung rückwärts oder vorwärts, wo Truppen durch andre hindurchgehen.In der Schlacht bei Wittstock , 1636, wo der schwedische Feldmarschall Bannerden 30,000 M. starken vereinigten Sachsen und Kaiserlichen nur 20,000 M.entgegenstellen konnte, findet man zuerst des Durchziehens der Infanterie durchdie zweite Linie gedacht; es ward von den Schweden angewendet, um die Regimen-ter aus dem Treffen zu bringen, die zu sehr gelitten hatten. Etwas Ähnliches da-mit hatte die Stellung des Feltmarschalls Torstenson im Treffen bei Ianckowitz,wo er die kaiserl. Armee in ihrer linken Flanke umging, und hauptsächlich dadurchden Sieg erhielt, daß der Feind gezwungen war, eine ungünstige Stellung zu neh-men. Der große Condö wandte im Gefechte bei Lenz das Durchziehen der Tref-fen auch bei der Reiterei an, und späterhin ward es etwas Gewöhnliches.
Dürer (Albrecht), geb. zu Nürnberg den 20. Mai 1471. Sein Vater warein geschickter Goldschmied aus Ungarn , der seinen wegen s. Fleißes sehr geliebtenSohn selbst unterrichtete. Früh entwickelte sich D.'s Talent, und obgleich er schonim 15. I. große Fortschritte in der väterlichen Kunst gemacht hatte, so entschied sichs. Neigung doch für die Malerkunst. Michael Wohlgemuth , damals der beste Maler