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Dritter Band. D bis E.
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474 Elbee Elberfeld

halten, um ihr die geregelte Ordnung zugeben, welche längst auf dem Rheinstromestatt hat, und die das Bedürfniß des Handels in der Folge gewiß noch fodern wird.Besonders scheint es noch der Einführung der SchiffSaiche, einer CentralaufsichtS-behörde, genauerer polizeilicher Vorschriften für die Schiffer, gleichförmiger aus-führlicher Instruktionen für die SchifffahrtSbeamten, Beschränkung der Mauth-aufsicht, gleichförmiger Vorschriften über die Berechtigung zur Elbeschifffahrt, einervermittelnden Behörde bei den Frachlbestimmungen zwischen Schiffer und Kauf-mann, Beseitigung verschiedener Particularinteressen w. zu bedürfen. — Um sichvon der vollständigen Beobachtung der neuen Elbeschifffahrtsconvention zu über-zeugen, einen Vereinigungspunkt zwischen den Uferstaaten zu Abstellungen von Be-schwerden zu bilden, auch Veranstaltungen und Maßregeln zu Erleichterung derSchifffahrt und des Handels zu berathen, sollen sich künftig von Zeit zu Zeit Revi-sionscommissionen vereinigen, zu welchen jeder der Elbuferstaaten einen Bevollmäch-tigten sendet. Die erste Vereinigung dieser Art hat im März 1823 zu Hamburg stattgehabt. — Übrigens hat schon seit der kurzen Zeit, wo die neueNavigationS-acte in Kraft getreten ist, die Elbeschifffahrt sehr an Lebhaftigkeit gewonnen und istin mercantilischer Hinsicht ein bedeutender Nebenbuhler der Handelsschifffahrtauf dem Rheine geworden, weil diese bisher durch Hollands Finanzsystem undPreußensMauthanstalten große Hindernisse, besonders rücksichtlich des Transito-handels fand. Über die Elb-amerikan. Compagnie, s. Seehandelövereine,und das von T. L. Haffe herausgeg. „Elbe-Wochenblatt". 73.

E l b <; e (Gigot d'), Generalissimus der Royalisten in der Dendöe, eintapferer Mann von großem Charakter, geb. zu Dresden 1752, diente in derkursächsischen Armee und trat als Cavalerielieuk. in die königl. franz. Armee.Er zog sich bei der Revolution auf sein Landgut bei Anjou zurück, wo ihndie insurgirten Bauern der Vendöe 1793 zu ihrem Heerführer wählten. Er siegteund ward besiegt, endlich verwundet, auf der Insel Noirmoutiers gefangen, vorein Kriegsgericht gestellt und erschossen (2. Jan. 1794).

Elberfeld, Kreis - undHandelSst. im Bezirk Düsseldorf der preuß. Pro-vinz Jülich-Kleve-Berg, mit 1950 H. u. 28,500 E„ darunter 5000 Kathol. u.400 Juden. Vor 2 Jahrh, lebten hier kaum 800 Menschen. An E. stößt das volk-reiche Amt Barmen (s. d.). Dieses ganze Wipperthal bewohnt ein gewerbsteißigeSund wohlhabendes Volk. Das klare und zur Bleiche besonders geeignete Berg-wasser der Wipper hat die Bewohner zuerst eingeladen, hier Leinwandbleichen an-zulegen. Das rohe Garn kommt aus Hessen, Braunschweig, Hildesheim undHanover. Es entstanden zuerst Fabriken für Leinen- und Wollenband und fürSchnürriemen. Diesen Artikeln verdankt Gemarke größtentheils seine Wohl-habenheit. Frankreich, Italien, Spanien, Rußland, Amerika , fast die ganzebekannte Welt bezieht zum Theil noch diese Waare in unglaublicher Menge. Bor-den, Bettzwilliche, Nähzwirn, Zwirnspitzen und Langetten beschäftigen ebenfallseine große Anzahl von Fabriken. Halbbaumwollene Zeuche fing man an zu An-fang des 18. Jahrh, zu verfertigen. Als die englischen Garne späterhin bekanntwurden, verbesserte sich die Fabricakion der baumwollenen Artikel bedeutend. Inneuern Zeiten hat man viele Spinnmaschinen nach engl. Art angelegt. TürkischeRokhfärbcrei ist ein andrer böchst wichtiger Zweig des hiesigen GewerbfleißeS, seit1780. Man zählt über 100 türkische Rothfärber in E. und Barmen. Ebensobedeutend sind die seit 1760 bestehende Siamoiscnfabricarion und die Seidenfabri-ken, die sich besonders mit seidenen Tüchern aller Gattung beschäftigen. Der jährt.Umsatz an Leidenwaaren im Bergischen soll über 3 Milk. Thaler, und der allge-meine Umsatz der gestimmten Fabricate in E. und Barmen an 12 Mill. Thalerbetragen. E., als Hauptsitz der bergifchen Fabriken, treibt das Wechselgeschäftdes bergifchen und mirkischen Landes. Don hier aus werden über Hamburg und