Eldorado
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Elbeuf
Antwel-pen Schiffsladungen mit Manufacturwaaren nach Mexico , Buenos-AyrcS, Chile, Peru und Ostindien abgesendet. Denn hier ist der Sitz der 1821gestift. Rheinisch-westindischen Compagnie. (S>. Seehandelsvereine.)Unabhängig von derselben ward 1824 in E. ein deutsch -.amerikan. Bergwerksvereinerrichtet, der mit einem Capital von 500,000 Thlrn. Gruben in Mexico baut.
Elbeuf, Fabrik: und Manufacturstadt in der Normandie , im Depart.Nieder-Seinc, mit 9100 Einw., 4 Stunden von Rouen und 26 St. von Paris .Hier werden viele Tücher, Ratine und andre Zeuche von tuchartigem Gewebe ver-fertigt. Die Gattung derselben weicht denen von Louvierg und Sedan in derFeinheit, steht ihnen aber in Dauer und Haltbarkeit der Farben nicht nach.Der Hauptabsatz derselben ist in Frankreich . Doch gehen auch viele kleinePartien nach Italien, Spanien und der Levante.
Elbing, westpreuß. Kreis-- und Handelsstadt im Regierungsbezirk Danzig ,mit 2045 H. u. 22,000 Einw., hat viele Unterrichts- u.WohlthätigkeitSaustalten.liegt am Flusse Elbing, den der Kraffuhlcanal mit der Nogat verbindet. AußerSegeltuch--, Zucker--, Taback--, Stärke-., Seife--u. a. Fabriken hat E. ein Schiffs-werft und bedeutenden Seehandcl, besonders mit Landeserzeugnissen.
Eldon (Zohn, Lord), Großkanzler von Großbritannien und Pair desReichs, berühmt als Rechtsgelehrter, ist der dritte Sohn des Kaufmanns Wil-liam Scott in Newcastle an derTyne in Northumberland , geb. 1150. Er studirtein Oxford und dann die Rechte in dem Middle Temple zu London . Als er zupracticiren anfing, machte er wenig Aussehen. Doch, sobald er Gelegenheitfand, seine Talente bemerkbar zu machen, stieg er im Kauzleigerichte, beson-ders weil der Lordkanzler Thurlow ihn hervorzog. Durch diesen hohen Schutzwurde ihm der Lohn eines seidenen Gewandes zu Theil, und das Parlament,der Gegenstand so vieler Anstrengungen und Wünsche unter den hohem Stän-den Großbritanniens , öffnete sich ihm, wo Scott erst den Burgflecken Weobleyund in der Folge Boroughbridge vertrat. Hier, im Rathe der Nation, sowiebei allen Rechtshändeln, wo man sich seine Hülfe erbat, zeigte er sich als einenscharfsinnigen RechtSgelehrten, und 1188 gab ihm der König das wichtige Amt ei-nes Generalsachwalters mit der gewöhnlichen Ritterwürde. Sir John Scott,wie er nun hieß, verwaltete diese Bedienung 6 Jahre und wurde 1193 zum Gene-ralfiscal gewählt. Auf diesem mit vielen Unannehmlichkeiten verbundenen Po-sten wußte er sich in einer unruhigen Zeit auf der Höhe seines juristischen Rufes zubehaupten und wurde 1199 zum Lordoberrichter os tl,e cnmmou pleas und mitd. T.: Lord Eldon, auf Eldon in der Grafschaft Durham , in den Pairsstand erho-ben. Hierauf folgte 1801 die sehr hohe Würde eines GroßkanzlerS, !.»> >> Ili^Ktlliaiiacllor. Zwar legte er dieselbe nieder, als das Fox'sche Ministerium an dasRuder trat, erhielt sie aber aufs Neue, da es 1801 fiel, und mit demselben LordErSkine abdanken mußte. Seil der Zeit hat er, als Haupt der RechtSgelehrtenin Großbritannien , seine mühevolle Stelle (denn er ist zugleich Sprecher desOberhauses und Minister) mit solcher Gewissenhaftigkeit, Mäßigung und Ge-schicklichkeit verwaltet, daß ihm selbst die oppositionSgesinnten RechtSgelehrten diesLob nicht versagen mögen. Noch immer erfüllt der jugendliche Greis Pflichten,welche Mannskraft erfodern. Man weiß ihm nichts nachzusagen, als daß er zuoft Bedenken trägt (l>e stoulils) und sich zu lange besinnt, ehe er das Eudurtheilspricht. Aber gerade dies gereicht ihm bei Denkenden zum Ruhme. Man wirftLord E. auch vor, daß er am Alten hänge, weil es alt ist. Wenigstens hat er inseiner langen Amtsführung, bei der größten Gewissenhaftigkeit, nicht nur keineEinrichtung zur Beförderung der Geschäfte und Verminderung der Unkosten ge-troffen, sondern sich auch jedem Vorschlage dazu widersetzt. 62.
Eldorado, ein fabelhaftes Land, in welchem Gold und Edelsteine so häu-