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Dritter Band. D bis E.
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Elektca

Elektricität

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sich hieraus von selbst. Da die Bestimmung der schönen Kunst, das menschlicheDasein zu verschönern, nicht es zu untergraben, in der Elegie verfehlt sein wurde,wenn die Darstellung des Leidens in ein Gefühl des Leidens selbst überginge, so siehtman wol, warum die Elegie den Ausdruck gemäßigter Empfindung federt. Sanfte,wehmütbizc Klage um Verlornes Glück, getrennte Liebe, verstorbene Geliebte undFreunde, um S ittenunschuld hingeschwundener Jahrhunderte, schwärmerische Er-innerung genossener, innige Sehnsucht nach dem Besitz gewünschter Güter, finddie Gegenstände dieser Elegie, die wir bei den Neuern in dem Grade vorzüglicherfinden als bet den Alten, fe mehr bei uns die Ausbildung der Senkimentalttät eintieferes Gefühl und eine gewisse Geistigkeit zur Folge gehabt hat. Doch verlierensich unsere Elegien oft auch in eine unfreie Stimmung oder in eine schwermütbigeManier. So verschieden übrigens der Anlaß zur Trauer und die Empfindungsartder Trauernden ist, so verschieden muß auch der Ton der Elegie sein. Anders klagtdas Mädchen, das seine Blumen im Haar an den Tod erinnern, anders eingefluch-teter Bürger aitS einer verheerten Stadt, wenn er, neben seinem Weibe zwischenunmündigen Kindern, bald sein jetziges Strohdach, bald die Asche der ehemaligenWohnung ansieht. Auch unter ähnlichen Uniständen ist der Ausdruck des Schmer-zes nicht einerlei, wenn die Charaktere der Klagenden verschieden sind. Iacobisagt von ihr trefflich: „Sollte ich der Elegie ein sinnliches Bild geben, so würde ichdieselbe nicht, wie Diele gethan haben, in langen Trauerkleidern, mit zerstreutemHaar und bedeckter Stirn, über einem Sarge winseln lassen; ich würde sie als eineruhig sitzende Nymphe, das Gesicht in die Hand gelegt, voll Rührung und Nach-denken vorstellen. In ihren nachlässigen Locken hinge ein zerrissener Kranz, aufihrem Schoße hätte sie einen welken Blumenstrauß. In der Ferne wäre ei» Grab-mal zu sehen, wovon die obere Hälfte nur aus einem Cnpressenwalde hervorragte.Hinter diesem läge ein Hügel voll RosenknoSpen im Morgenroth". Die Elegiewird, wie ein Mädchengesicht, niemals einnehmender als dann, wenn unter denThränen ein Lächeln hervorschimmert; wenn der ruhige Blick auf eine Reihe vonschönen Bildern fällt, die aber gleich den Herbstblumen im leichten Nebel da siebenund den Abschied der bessern Jahreszeit verkündigen. Die Neuern bedienen sichgewöhnlich für eigentliche Elegie trochäischer Versmaße, ja auch der Versmaße derOden. Im letzter,: Sinne sind manche Oden von Klopstock Elegien. Über dieElegie der Alten s. Schneidens Abhandlungen in Creuzer'S und Daub'S „Studien".

E l e k t r a, T. Agamemnon's und der Klmämnestra. Ihr StiefvaterÄgisih wollte sie, obgleich viele Fürsten sich um sie bewarben, Niemanden zur Ge-mahlin geben, damit ihre Kinder Agamemnon's Tod nicht rächen möchten, sondernverheiratbete sie an einen geringen Mann von Argos, der sie jedoch unberührt ließ.Ihr Bruder Orestes aber rettete sie vor Ägisth's Wuth; und als jener nachher, we-gen des Mordes seiner Mutter, wozu die Schwester ihn aufgereizt hatte, von denFurien geplagt wurde, und sie von dem Orakel zu Delphi die Nachricht erhielt, daßer in Tannen von einerPriesterinDianens umgebracht sei, war sie im Begriff, ihreSchwester Iphigenie , die eben als Priesterin DianenS in den Tempel trat, uner-kannt mit einem Feuerbrande zu tödtcn, als Orest hinzukam und den Schwester-mord hinderte. Nachher vermählte sich E. mit dem innigen Freunde ihresBruders, Pvlades.

Elektricität, die Eigcnsibaft gewisser Körper, vermöge deren sie, mehroder weniger stark gerieben oder erhitzt, leichte Körper, die ihnen genähert werden,an sich ziehen und bernack von sich stoßen, oder bei Berührung andrer knisterndeFlinken von üch geben. Wenn man ein Stück Bernstein, eine trockene gläserneRöhre, ein Stück Siegellack ,c. auf der Hand oder auf einem trockenen wollenenLappen stark reibt, so ziehen sie leichte Körper, z. B. Papierstückchen, Goldplätrchen,Strohhalme ic. an, und stoßen sie hernach zurück. Ist nun die Glasröhre oder