Band 
Dritter Band. D bis E.
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Elemente

Bei den Phvsikern sollte dagegen künftig nur von diesen vier Grundsubstanzen alsElementen die Rede sein, indem sie die chemischen Elemente zweckmäßiger mit denWorten Stoffe, Grundstoffe bezeichnen würden. Die erste Grundlage zu einerwissenschaftlichen Theorie der Elemente verdanken wir dem geistreichen und scharf-sinnigen Naturforscher Oken, welcher die uralte Idee einer Welrmakerie, Üriiia-terie (eines kosmischen oder UrclementS) nicht nur wieder in Anregung gebracht(was auch Schelling u. A. vor ihm gethan haben), sondern auch in Übereinstim-mung mit dem gegenwärtigen Bildungsstande der Naturwissenschaften, scharfsin-nig und folgerichtig durch seine Theorie des Lichts und der Wärme entwickelt hat.Urelement heißt nämlich dasjenige, welches die allgemeine Grundlage, die ersteQuelle, gleichsam die Mutter aller andern Elemente ist. Das Urelement ist dasFeuer. Im Feuer unterscheidet man Licht und Wärme, welche in uns dieEmpfindung des Leuchtens oder Sehens und das Gefühl der Wärme hervor-bringen. Licht und Wärme sind aber Thätigkeiten der Natur, welche für sich nichtepistiren können und daher auch ein Sein erfodern, ein Substrat, einen Stoff,welcher wärmt und leuchtet. Dieser Stoff ist also die Materie des Feuers, dieUrniaterie, auch Äther genannt, welcher durch den unendlichen Weltraum verbrei-tet ist, und da die wesentlichste Eigenschaft aller Materie die Schwere ist, so ent-hält der Äther auch die erste Ursache des SchwerseinS oder die Urkrast der Schwerealler materiellen Dinge. Als ruhend gedacht oder abgesehen von Licht und Wärme,ist der Äther eine vollkommen gleichartige, unendlich feine, Alles durchdringendeMaterie — eine materielle Einheit; als thätig gedacht, oder als wärmender, leuch-tender und schwermachender Stoff ist er eine Dreiheit, nämlich insofern er die dreiUrkräfte der physischen Welt oder materiellen Natur enthält. Man kann daherrecht eigentlich (obne bildlichen Ausdruck) sagen, der Älher oder das Feuer sei daserste Organ der Allmacht des Schöpfers, insofern sich diese in der physischen Weltoffenbart; denn Schwere ist Grund alles Modems, Licht und Wärme die erstenUrsachen aller Thätigkeit und Bewegung, und daher alles Lebens in der Natur;und wo die Schwere feblke, da wäre kein Sein, wo Licht und Wärme fehlten, keinLeben, und nur der Tod könnte herrschen. Demnach ist der Äther oder das Feuer-element gleichsam das allgemeine Material oder das Nichts, woraus Gott die Weltgeschaffen hat; denn dem Nichts ist das Etwas entgegengesetzt, und nur von be-sondern Dingen brauchen wir den Ausdruck Etwas, nicht von dem Allgemeinen, inwelchem noch nichts Besonderes gedacht wird. Aus Äther sind also die Weltkörpergebildet, aus ihm sind sie vermittelst der schaffenden Urkräfte des Lichts und derWärme hervorgegangen. Die Weltkörper theilen sich in Sonnen und Planeten;in jenen ist Licht und Wärme vorherrschend, in diesen die Vchwerc oder die schwereMaterie. Die Sonnen sind daher in sich selbst belebt — selbstleuchtend und da-durch wärmend, die Planeten empfangen ihr Leben oder vielmehr das Anfachen ih-rer Lebenskraft von der Sonne durch Erleuchtung und Erwärmung. Jeder Planet,wie unsere Erde, besteht aus drei Elementen, aus Luft, Wasser und Erde, welchesdie irdischen Elemente sind, im Gegensatz mit dem Ur- oder Mutterelement, wel-ches das himmlische oder kosmische, d. h. Weltelement, genannt werden kann.Wenn nun diese drei irdischen oder planetischen Elemente ätherischen Ursprungs oderaus dem Feuerelement entstanden sind, so müssen sie die Zeichen ihrer Abkunft ansich tragen, d. h. die drei Urkräfte des Feuers müssen sich, und zwar jede besonders,in ihnen offenbaren. So ist es wirklich. Das Erdelement, d. h. die Erdarten undMetalle, sind vorzugsweise schwer, weniger ist es das Wasser, noch viel weniger dieLuft. Dem Wasser hat das Licht seinen Charakter eingeprägt, welches sich nichtsowol in seiner Durchsichtigkeit offenbart, als vielmehr im Selbstleuchten des Meer-wasseilS oder auch im Übergewichte dcü Sauerstoffs im Wasser, welcher die eigent-liche Quelle alles auf dem Planeten entstehenden Lichts ist. Die Luft endlich könnte