Elemente
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man das irdische Feuerelement nennen, da sie nicht nur in Zuständen der Steige-rung ihrer Thätigkeit (z.B. beim Nordlicht) ebenfalls selbst leuchtet, sondern auchdas eigentliche Wärmeorgan für die Planeten oder die Werkstätte alles Tempera-turwechsels für letztere ist. Will man daher die Elemente nach ihrer Abkunft be-nennen, so ist Erde das Schwerelement, Wasser das Lichtelement, Luft dasWärmelement; die Gesammtheit der irdischen Eleniente also das in seine Bestand-kräfte zerlegte Feuer. , Untersucht man die Elemente hinsichtlich ihrer eigenthüm-lichen Thätigkeit oder ihres Lebens, so findet sich, daß die Luft das itiselektrische(aus eigner Kraft elektrische) Elenienk, daß in ihr die Elektricität (der ElektrismuS)die vorherrschende Thätigkeit, das eigentliche Leben sei. Das Wasser ist auflösendund vermittelnd alle chemischen Vorgänge — Trennungen und Verbindungen po-larisch (gegeniatzlich) zu einander sich verhaltender Stoffe; daher ist Auflösung undTendenz zu chemischen Veränderungen das eigenthümliche Lebeu des Wassers. ZmErdelement endlich ist die Eohäsion wirksam, welche in ihrer ursprünglichen Thätig,keit als KrystallisationSpi ocefi erscheint, in den Metallen aber (sinnlich erkennbar imEisen vornehmlich) sich als Magnetismus offenbart. Auch von diesen Thätigkeitender Elemente, nämlich vom Magnetismus und der Eohäsion, al« Leben des Erd-elemenkS, von der Auflösung und dem Chemismus, als Leben des Wassers, undvom ElektrismuS als^ Luftleben, läßt sich die Verwandtschaft mit der Urthätigkeitoder dem Leben des Äthers (dem Feuer) nachweisen. Zn Beziehung auf Eohäsion,Dichtigkeit und Wahrnehmbarkeit durchs Gefühl ^unterscheiden sich die Elementedurch folgende Bestimmungen von einander: der Arher ist, als die in« Unendlich«ausgedehnte Gruntmakerie unbestimmbar dünn, ohne Eohäsion mechanisch rmfnhl-bar und daher unwägbar, Alles durchdringend und daher selbst durchtnnglich. DieLust ist das dünnste unter den irdischen Elementen, daher, überall oben, umgibt siedie Erde als Atmosphäre von allen Seiten; sie hat keine Eohäsion, ist aber un-durchdringlich, daker wägbar, wie die beiden folgenden Elemente, elastisch flüiTlgoder gasig. Das Wasser ist flüssig, unelastisch, gegen 80V Mal dichter und daherschwerer als die Luft, und sein Gewicht gilt als Einheit, um nach ihr durch Ver-gleichunz die Dichtigkeit oder das specifische Gewicht aller Körper zu bestimmen.Vor Jahrtausenden umgab das Wasser die ganze Erdoberfläche, jetzt noch mehr al«die Hälfte derselben; auch hat es einen schwachen Herab von Eohäsion, welcher aberdas Gewicht eines Tropfens nicht übersteigt. Die Erde ist fest, schwerer als Was-ser, nämlich in Gestalt von Steinen, z. B. Kiesel- und Kalksteine 2 bis 3 Mal,in den Metallen aber 1 bis 28 Mal schwerer als das Wasser. Fest ist da« Erdelementdurch die in ihm wirksame Eohäsion, deren verschiedene Arten und Grate durchdie Ausdrücke hart, weich, biegsam, zäh, dehnbar (streckbar , spröde n. s. w.untebschiedcn werden. Durch die Verbindung des Lichts mir der Materie (die fürsich finster ist) entstehen die Farben. Daher erscheint alle Materie gefärbt, daherhat jedes Element seine eigenthümliche Farbe. Roth ist die Farbe des Feuers,Blau die Farbe der Lust, Grün ist die Wasserfarbe (das Meer erscheint gi nn, wiedie Atmosphäre blau), Gelb die Ertfarbe. Weiß ist die eigemhümltche Farbe desLichts, Schwarz die Farbe der Finsterniß. — Wie nun die Elemente die ersten Sub-stanzen der Natur und die vollständige Grundlage der ganzen KörperwUt sind, sosind die Farben der Elemente die Grundfarben des ganzen Farbenreich«; und wieder Äther das Urclcmenk, die Materie aller Materien ist, so ist das Licht der Ur-grund aller Farben, denn nur das Licht färbt die Materie so mannigfaltig, als esletztere auf mannigfaltige Weise durchdringt oder sich mit ihr verbindet. Unter den3 irdischen Elementen ist die Luft das Zeugende, das Wasser das Gebährende, dieErde und alle irdische Körper das Erzeugte und Geborene. Denn die Luft ist es,welche die zeugenden Kräfte des Lichts und der Warme zunächst von der Sonne msich aufnimmt, um sie, vermittelnd, dem Wasser und der Erde mitzutheilen; sie