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Elfen Elgin's Marmordenfinale
darzustellen. Statt dieser trug man die Lehre von einem einzigen Gott vor undzeigte die höbe Würde und künftige Bestimmung der menschlichen Seele; man un-terrichtete in der Kenntniß der Natur der Dinge und des Weltalls, und lehrte Gottaus der Größe, Pracht, Ordnung und Schönheit der Natur kennen.
Elfen, in der alten nordischen Fabellehre, gewisse, bald sichtbar, bald un-sichtbar herumschweisende Geister, die entweder als glänzende oder gute und zugleichsehr schöne Wesen, helle Elfen (Liosalfar) im Himmel (Alfheim), oder als schwarze,böse und häßlich gebildete Wesen, Schwarzelfen («chwartalfar), unter der Erdewohnen, ^sene, sagt die „Edda", sind glänzender als die Lonne, diese schwärzerals Pech. Bon den letztem schreibt sich der berüchtigte Alp her. Vgl. Horst'S„Dämonologie".
Elfenbein, s. Elephant.
Elgin (Lord , Graf), geb. 1769, stammt von dem berühmten, reichbegab-ten Gefährten Wilhelm des Eroberers, Robert Bruce , ab, widmete sich den Wis-senschaften und vorzüglich dem LUudium der Alterthümer und der Künste. 1792ging er als englischer Gesandter am östr. Hose in die Niederlande ; 1799 aber inderselben Eigenschaft »ach Konstantinopel, wo er vom Sultan den Mondsordenerhielt. 1800 zurückberufen, bereiste er Griechenland , wo er, weil die Regierungauf seine Anträge nicht einging, auf eigne Kosten mehre ausgezeichnete Künstler,wie Tita Lusiori, Balestra, Zttar und den berühmten Kalmücken Feodor Iwano-witsch, mit Ausmessungen und Zeichnungen beschäftigte. 1811 erschienen die Er-gebnissesemerReiseundForschungen, die „Denkwürdigkeiten über die Nachforschun-gen des Lord Elgin in Griechenland ", und 1811 brachte er mit ungeheuern Kosteneine Menge herrlicher Alterthümer nach England.
Elgin's M a r m o r d e n k m a l e (Ul^in bl-irl-lei,), eine Sammlungtrefflicher Bruchstücke der griechischen Bildhauerkunst aus dem Zeitalter des Phi-diaS, welch? Lord Elgin während s. Aufenthalts im oSmanischen Reiche zusammen-gebracht und dem britischen Museum 1810 für 35,000 Pf. St. überlasse» hat.Er benutzte die Gelegenheit, welche seine Mission nach Konstantinopel ihm darbot,die Denkmale der Baukunst und Wkulptur in Griechenland , welche den Verwüstun-gen der Zeit und der Rohheit der Türken entgangen waren, durch geschickte Künstlerzeichnen oder abformen zu lassen, um durch Mittheilung dieser Abbildungen zurVervollkommnung der Künste in England beizutragen. Es gelang ihm, 0 ge-schickten Künstlern von der türkischen Regierung die Erlaubniß auszuwirken, sichin Athen aufzuhalten. Hier setzten sie ihre Arbeite» 3 I. hindurch fort, suchtenaber während dieserZeit auch in andern Gegenden Griechenlands alle ähnlicheüber-reste der Kunst auf. ssedes merkwürdige Denkmal der Baukunst wurde genauauSgemessen, und Grundrisse, Aufrisse und Ansichten der einzelnen Theile aufge-nommen; der groß:? Theil der Basreliefs und der architekronischen Merkwürdig-keiten wurde abgeformt. Die Künstler sahen die ganz absichtlichen Verwüstungen,welche die schönen Werke der Bildhauer- und Baukunst von der Rohheu der Tür-ken oder von unbescheidenen Reisenden erleiden mußten. Verschiedene solcherDenk-mäler, noch vor 50 I. von Reisenden untersucht und beschrieben, waren seitdementweder ganz verschwunden oder größtentheils zerstört. Es geschieht häufig,daß die Türken Bildsäulen zu Mörtel zerstoßen, um ihn zuni Bau ihrer elendenDäuser zu gebrauchen; oft werken auch diese schätzbaren Denkmale der Kunst ausbloßem Muthwillen, oder in thörichter Hoffnung, verborgene schätze zu finden,zerstört. Lord E. überzeugte, bei feiner Anwesenheit in Alhen, sich selbst von die-sen Verwüstungen, und dies bewog ihn zu dem Entschlüsse, so viel« Werk« derSkulptur, als möglich war, von dem Untergänge zu retten und sie aus Griechen-land nach England zu bringen, um sie so der Welt zu erhalten. Durch A'Wen-gmigen und Aufopferungen gelang es ihm, aus den zerstörten Tempeln in Ache»,