Elimination
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Elisabeth die Heilige
aus den neuern Mauern, welchen Bruchstücke alter Denkmale eingefügt waren,und durch Nachgrabungen die graste und kostbare Sammlung von griech. Bild-werken, an Bildsäulen, Reliefs, Capitalen,, Friesen, Kränzen und Eäulen zu-sammenzubringen, von welchen hier die Rede ist. Er erhielt von dein Erzbischofe zuAthen die Erlaubniß, in dem Innern aller Kirchen und Klöster der Stadt und derUmgegend nach Alterthümern zu suchen, und von dem Ansehen dieses Mannes un-terstützt, konnte er merkwürdige Überreste des Altherthums wegführe». Auch dieNachgrabungen in verschiedenen Grabhügeln gaben eine wichtige Ausbeute, beson-ders an Vasen. Außer diesen marmorenen Bildwerken sammelte der Lord auchBildwerke in Bronze, Cameen, Intaglien ustircine Menge griechischer Münzen.Auf der Fahrt nach England hakte er den Kummer, daß eines der Schiffe, auf wel-chem sich eine Menge Basreliefs befanden, bei der Insel Cerigo scheiterte. Nureinige Kisten konnten aus dem zertrümmerten Schiffe gerettet werden. Die vor-züglichsten Stücke dieser Sammlung, welche nach Canova's Urtheil das Höchste inder Kunst aus den Zeiten des PhidiaS und Praxiteles enthält, sind: die Trümmervon 14 Statuen, Alles Meisterwerke, und mehr als 60 Basreliefs, sämmtlich vomParthenon (s. d.) oder dem großen Tempel der Minerva zu Athen abgenommen,eine kolossale Statue von dem Denkmal des ThrasylluS, veiffchiedene Bruchstückevon andern Gebäuden in Athen , eine Menge Vasen, Aschenkrüge und kleinereGrabverzierungen, und eine reiche Sammlung von Inschriften aller Art. DieArt der Erwerbung dieser Kostbarkeiten von Seiten des Lord E. fand im Parla-ment bei den Ankaufsvcrhandlungen strenge Tadler, und Clarke, in s. ,,'IV.ivel5IX ,ur. eoiiu n X', nt l.uiopc. ck-n, ->,,st .Itiiu.i", Th. Il, Abth. ll (1811), nenntsie einen im Namen der engl. Nation schändlich verübten Tempelraub. Ebensostreng griff Byron den Lord im „«.Ollste Iknestst" an. Die Denkschrift: „LordElgin S Erwerbungen in Griechenland" (Leipzig 1811), enthält das Geschichtliche.Die „OuUliiez lst tl,e ,äe-sti,ri älurlster", von Edwin Lyon, mit der BeschreibunglLoudo» 1816, Fol.), sind nachgestochcn u. d. T.: „Die Elgin schen Marmor-,bilder", in Umrissen auf 62 Tafeln.
Elimination ist in der mathematischen Analysts eine -Operation, ver-möge welcher man eine Größe, die sich in mehren von einander unabhängigen Glei-chungen befindet, herausschafft, sodaß dadurch eine oder mehre Gleichungen er-halten werden, in der die weggeschaffte Größe sich nicht mehr befindet.
Elis, eine Landschaft im Peloponnes (s. d.), wo Olympia lag, s.Olympische Spiele.
Elisabeth, die Heilige, von Thüringen , eine der trefflichsten Cha-raktere des Mittelalters, ein Ideal zarten FrauenfinuS, mit hoher Religiosität,auspruchloserMilde, freudigerEuksagung und ausdauerndem Muthe im Unglück ge-paart. Sie war eine Tochter Andreas !!., Königs von Ungarn , und der Gertrud, ei-ner geb. Herzogin v. Meran, geb. 1207 zu Presburg . Schon 1211 ward sie demlljähr. Ludwig, des Landgrafen Hermann v. Thüringen Sohne, zur Gemahlinbestimmt, nach der Wartburg geführt und daselbst an Hermanns kunst- und gesang-liebendem Hofe erzogen. Ungeachtet der Ränke ihrer Schwiegermutter und Andrer,welche das geschlosseneBündniß aufzuheben wünschten, ward die Verbindung 1221vollzogen, nachdem Ludwig schon 1215, nach s. Vaters Tode, die Regierung ange,treten hatte. Beide Gatten, »n vollen Sinne des Worts einander werth, waren sichmit der unerschütterlichsten, in mehren Gelegenheiten geprüften, Liebe und Treue zu-gethan. Während er in ritterlichen Zügen seinen Heldenmuth und seine Ergebenheitgegen Kaiser und Reich bewährte, übte seine Gemahlin daheim die stillern Tugendender Wohlthätigkeit und Milde. Die HuugerSnolh und Seuchen, welche damals inDeutschland und vorzüglich in Thüringen wütheten, gaben ihr Veranlassung, mehreSpitäler zu stiften, eine Menge Armer täglich von ihrer Tafel speisen zu lassen und