Band 
Dritter Band. D bis E.
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Elliot

Elliot (George Augustu«), Lord Heathsield, der Vertheidiger von Gibral-tar, geb. zu Stobbs in Schottland 11l8, stammte aus einem alten adeligen Ge-schlechte. Nachdem er zu Edinburg Mathematik und die verwandte» Wissenschaf-ten getrieben harte, besuchte er die sranz. Milirairschule zu la Fere und nahm 1133bei dem Ingenicurcorp« zuWoolwich Dienste; 1131 wurde er Corner bei der rei-tenden Grenadiergarde, er stieg bis zum Oberstlieutenant, ging mit Georg I I. imMai 1143 nach Deutschland, als dieser Marien Theresten gegen Frankreich zuHülfe eilte, und ward zum Generaladjut. ernannt. Im siebenjähr. Kriege focht erseit 1151 unter dem Herzoge von Cumberland, dem Prinzen Ferdinand und demErbprinzen v. Braunschweig ; als Chef und Oberster eines Reg. leichter Reiterei,das er selbst geworben hatte, wurde er Generalmajor, und nach dem Frieden Gene-rallieutenant. 1115 erhielt er die Gouverneurstelle von Gibraltar. Spanien , dasmit Frankreich verbunden, seit 1119 an dem Kriege zwischen England und Nord-amerika Theil nahm, hatte noch vor der Kriegserklärung Gibraltar zu Wasser undzu Lande eingeschlossen. In einem Zeitraume von mehr als 3 Jahren hatte manalle Anstalten zu einer Belagerung getroffen, welche in der Kriegsgeschichte eine dermerkwürdigsten ist. Im Juni 1182 kam der Herzog von Crillon, Oberbefehlshaberder span. Heere, der eben die Insel Minorka von den Engländern erobert hatte, vorGibraltar an; sämmtliche franz. Prinzen vom Geblüts befanden sich mit im Lager.Ein Heer von 30,000 Mann Franzosen und Spanier stand am Fuße des Berges.Zehn schwimmende Batterien sollten die Eroberung vollenden. Sie waren mit 2Dächern so verwahrt, daß ihnen Kugeln und Bomben keinen Schaden zufügen konn-ten; sie führten zusammen 141 metallene und 250 eiserne Kanonen; zur Bedie-nung jeder Kanone waren 36 Mann gerechnet. Am 13. Sept. 1182 näherten siesich der Festung und die auf denselben befindliche Mannschaft (Verbrecher, denenman, wenn sie ihre Schuldigkeit thun würden, eine jährl. Pension von 200 Livresversprochen hatte) sing an zu feuern. E. wollte diese Batterien mit glühenden Ku-geln beschießen, wußte aber kein Mittel, wie er sie in genügender Anzahl zubereitenlassen sollte. Allein ein deutscher Nagelschmied, Schwänkendiek, half ihni aus derVerlegenheit, indem er einen Ofen dazu einrichtete, über 4000 glühende Kugelnregneten nun auf die feindlichen Bakterien. Schon am Nachmittage stieg der Rauchaus der Hauptbatterie und 2 schwimmenden Batterien auf; vergebens suchten dieFeinde den Brand zu löschen und die Löcher zuzustopfen; um 1 Uhr in der Nachtstanden 3 Batterien in vollen Flammen, und einige andre fingen an zu brennen.Vergebens gab die Mannschaft auf denselben der spanischen Flotte durch RaketenSignale; diese konnte den befestigten Batterien nicht zu Hülfe kommen und suchtebloß die Mannschaft zu retten. Allein 12 Kanonierböte, die aus der Festung unterdem Cap. Curtis ausliefen, verhinderten die Böte der Belagerer, herbeizukommen,und machte» zugleich ein gewaltiges Feuer auf die schwimmenden Batterien. BeiTagesanbruch sah man, wie die Mannschaft der schwimmenden Batterien zum Theilauf den brennenden Batterien um Hülse schrie. Jetzt eilten die Belagerten selbst,so gefahrvoll dies auch war, da dieKugeln der glühend gewordenen Kanonen und dieHolzstücken von den zerberstenden Batterien ihnen enkgegenfiogen, der Mannschaftzu Hülfe, und Curtis rettete mit eigner und seiner Leute Lebensgefahr 13 Osficiereund 344 Gemeine. Auch einen Hauplangriff von der Landseite vereitelte E., undda überdies ein r^turm großen Schaden in der span. Flotte anrichtete, so verwan-delte sich seit der Mitte Nov. 1182 die Belagerung in eine bloße Einschließung, wel-cher der an 20. Jan. 1183 zu Versailles unterzeichnete Friede ein Ente machte.Der König von England überschickie E. denBatborden, der ihm von dem Überbrin-ger an demselben Orte umgebangen wurde, auf welchem er sich dem feindlichen Feuerausgesetzt und die Vertheidigungsansialte» angeordnet hatte. Die 3 Bataillons, diewahrend der Belagerung in Gib raltar gestanden, erhielten eine RegimcntSfohne mit