Band 
Dritter Band. D bis E.
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Ellipse Cloges

der Inschrift: Mit Elliot Ruhm und Sieg. E. selbst ließ, mit Bewilligung desKönigs, eine silberne Medaille schlagen, von der er jedem bei dieser Vertheidigunggewesenen S oldaten eine einhändigen ließ. 8lach Abschluß des Friedens ging E. nachEngland und wurde zum Lord Heathfield und zum Mitgl. des Parlaments ernannt.Eine schwäche nöthigte ihn 1760, ine Bad nach Aachen zu reisen; allein hier trafihn auf s. Lieblmgsanfenthalte Kalkest» bei Aachen ein Schlagfluß, an welchem eram 6. Juli starb. Sein Leichnam wurde nach England gebracht, und des Königmachte selbst den Riß zu einem Denkmale, das ihm in Gibraltar errichtet wurde.

Ellipse, 1) in der Sprachlehre und Rhetorik Auslassung einesoder mehrer Wörter, die leicht hinzugedacht werden. Sie ist bedingt durch denAffekt oder durch die Kürze. Letzteres besonders bei Redensarten, welche sprich-wörtlich werden. 2) In der Mathematik eine von den 3 Arten der durch Ke-gelschnitte (s. Kegel) hervorgehenden Linien. Die Bahn der Erde und der Pla-neten um die Sonne hat, wie wir seit Kepler wissen, diese Form. Sie ist von derEilinie wesentlich verschieden; obwol man sie im genieinen Leben oval nennt.Sie bietet dem Auge zu gleicher Zeit Abwechselung und Ebenmaß und wird dahervon den Malern zur Begrenzung ihrer Gemälde dem Cirkcl vorgezogen. ZweiPunkte auf dem längsten Durchmesser derselben haben die Eigenschaft, daß dieSumme zweier geraden Linien, die man aus ihnen an irgend einen Punkt derUmfangslinie zieht, sich immer gleich bleibt, man mag sie ziehen, nach welchemPunkte man will; daher kann man eine Ellipse zeichnen, indem man aus einerFläche 2 stifte einschlägt, um dieselben einen mit den Enden ringförmig zusam-mengeknüpften Faden legt, und nun die Bleifeter innerhalb dieses Fadens derge-stalt herumführt, daß sie denselben beständig zum Dreieck ausspannt. Die Punkte,wo die Stifte stehen, heißen die Brennpunkte, i'orl. ,1. älur.

Ellora , ein Dorf in Ostindien in dem ehemaligen Gebiete des Marat-tenfürsten Holkar (260 engl. Meilen von Bombay, 650 von Madras und mehrals 1000 M. von Calcutta entfernt), wird bloß von Brammen bewohnt. DieTempel, welche man hier findet, können den wunderbarsten Werken beigezähltwerden, die je durch Menschenhände ausgeführt wurden. Die Granitfelsen, inwelchen diese Tempel auSgewölbt sind (ihr Umfang beträgt Ick M.); die Größederselben (100 Fuß Höhe, 145 F. Länge, 62 F. Breite), und ihre Verzierungen:Alles kündigt einen mühseligen Fleiß an und ein Verfahren, das nur der letztenStufe der Civilisation angehören kann. Über den Ursprung dieser uralten Bau-werke ist Nichts bekannt. Eine Sage nennt den Visvacarma als Baumeister desHaupttempels, und als seine Gehülfen den Wischn» und die Sankhonen. Nochjetzt führt der Haupttempel den Namen Visvacarma's . Das Gewölbe wird durchmehre Reihen regelmäßiger Säulen getragen, wesche 3 über einander sich erhe-bende Galerien bilden. In besondern Abtheilungen sind 42 kolossale Götterbilderaufgestellt, deren Skulptur im Ganzen freilich sehr roh ist, doch in den einzelnenTheilen mehr Kunst und eine gewisse Geschmacksbildung zeigt. An jeder Seite derSäulengänge des großen Tempels sind Sphinxe, ganz nach ägyptischer Art aus-gehalten. Diese Denkmäler, welche Luft und Feuchtigkeit mit Vernichtung be-drohen, wenn man nicht bald auf ihre Erhaltung bedacht sein sollte, sind zuerstdurch den englischen Capitain I. B. Seelv in seinem Werke: „ I'I>o -vomiere e,kl.loru" (London 1824), beschrieben worden. Seelv erzählt folgenden merkwür-digen Umstand: Indische Soldaten bei der englischen Armee in Ägvpren 1709riefen, als sie mehre der Bildwerke in den dortige» Tempeln erblickten, mir Er-staunen auS: Hindus müßten früher Ägypten bewohnt haben!

Eloges,Elogia, Lobreden, machen besonders in der stanz. Literatur eineneignen-Zweig derBeredtsamkeit aus. Sie traten im Zeitalter Ludwigs XlV. an dieStelle der eigentlichen Biographien; über dem Zwecke, berühmte Männer zu loben,