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Elsaß Elysmm
wurde die trene Charakterzeichnung, über der Höflichkeit die Wahrheit vergessen.Vornehmlich suchte die franz. 2lkademie das Verdienst durch dergl. Reden zu ehren.Die eigentliche Epoche der Elegien begann mit Fontenelle, welcher 1731 2 Bde.derselben herausgab, die sich durch Klarheit, Leichtigkeit und Eleganz der Darstel-lung auszeichnen. In der Folge suchte man dabei durch rednerischen Pomp zu wir-ken. Vortheilhaft zeichnen sich einige dieser Reden von Thomas (der auch „kH,«ur Ik>z geschrieben hat), d'Alembert, Laharpe u. Condorcet aus. kill.
Elsaß oder die beiden Deport. Ober- und Niederrhein (jenes hat 83 OM.,mit 370,660 Einw., dieses 101 IHM., mit 504,600 Einw.), ein schönes, frucht-bares Land, dessen südlicher Theil Ober-, der nördliche Unterelsaß genannt wird,war ehedem ein deutsches Herzogthum, auch Landgrafschaft; Conradin v. Schwa-ben war der letzte Besitzer desselben, wie der Herzoglhümer Franken und Schwaben.Da mit ihm sein Haus erlosch (1268). so wurde Elsaß , wie die beiden genanntenHerzoglhümer, in mehre Besitzungen deutscher Reichöstände zerstückelt. Im mün-sterschen Frieden (1648) ward es mit Allem, was das Haus Östreich sowol als dasdeutsche Reich (10 freie Reichsstädte) bisher daselbst gehabt hatten, an Frankreich abgetreten, doch wurde den übrigen Reichöständen, welche darin Desitzkhümer hak-ten, ihre Verbindung mit dem deutschen Reiche und unmittelbare Reichsfreiheitausdrücklich vorbehalten. Allein in der Folge suchte Frankreich seine Besitzungenim Elsaß zu erweitern, und im rvswicker Frieden (1697) blieb die Stadt Swas-bürg und alles Übrige, was am linken Ufer des Rheins von Frankreich eingenommenwar, in franz. Händen. Indessen hatten noch mehre Reichsstände, Würtemberg,Zweibrücken, Baden, Hessen-Darmsiadt, Speier u. s w., wichtige Besitzungen imElsaß. Diese deutschen Besitzungen sah nach dem Ausbruch der franz. Revolutiondie erste Nationalversammlung als eine von der Natur selbst angewiesene Eroberungfür Frankreich an; sie wollte nicht länger innerhalb des Gebietes von Frankreich eine fremde Staatsgewalt bestehen lassen, und versprach den deutschen Ständenzwar Entschädigung, aber nur wenige zeigten Bereitwilligkeit, und so werd dieseSache ein Hauptgrund des nachher zwischen Frankreich und Deutschland entstan-denen Krieges. Durch den pariser Tractat vom 20. Nov. 1815 ist ein Stück desElsasses, namentlich Landau, von Frankreich getrennt und wieder mit Deutschland vereinigt worden. S. „kviurno >1e I'Iiistoile ck'^lsooe, ziar öl. V." (Paris 1825),und „k>ouv. cieroript. birtor. et topoßu. cle klein clepsrt. ün kbiu, ^>sr 4. b.^al-olil-r^er" (mit lithogr.Planen, 1. Lief., Strasburg 1825).
E ls fl e t h e r Z o l l, s. Öldenburg.
Elysium, elyseischeFelder, bezeichnen 1) die Gegenden, welchenach dem Glauben der Alten die seligen bewohnen. Man beschrieb sie bald alsangenehme Gefilde, bald als Inseln, und setzte sie an das äußerste Ende der Erdenach Westen zu, rückte sie aber immer weiter hinaus, je mehr man die Erde aufdieser Seite kennen lernte. Die Freuden der Seligen bestanden in einem vollkom-men ruhigen und angenehmen Leben. Die Bilder, womit man die Glückseligkeitdes dortigen Aufenthalts schilderte, waren zum Theil vom Olymp, zum Theil ausder Vorstellung des goldenen Weltalters genommen. Das schönste Grün der Wie-sen wechselt mit den angenehmsten Hamen, eine heitere, wolkenlose Luft erfüllt denHimmel, und eine sanfte überirdische Klarheit verbreitet ein magisches Licht überalle Gegenstände. Die Heroen wiederholen hier die Beschäftigungen, welche einstim Leben ihnen die liebsten waren. Sie üben sich im Ringen und andern Wett-kämpfern, ranzen nach den Melodien der Leier, welcher Orpheus die entzückendstenTöne entlockt, oder wandeln in wohlriechenden Lorberhainen an den lachenden Uferndes EridanuS, in reizenden Thälern oder aufWiesen von klaren Bächen durchschnit-ten, unter dem Gesänge der Vögel, bald einzeln, bald in Gesellschaft. Ein ewigerFrühling herrscht; der Boden trägt jährlich 3 Mal Früchte, und alle Sorgen, alle