Emanation
5o3
Elzevir (Familie)
Schmerzen und die Schwächen des Alters sind von dem glücklichen Aufenthalte ver-bannt. — 2) Vergleichungsweise haben die Pariser einen ihren Lieblingsgärken undHauptvergnügungsorte Elyffe oder Eliffe genannt, welcher nebst Monkbrillant inden sogenannten elyseischen Feldern liegt. Er ist mit einem prächtigen Palaste, inwelchem Concert und L7piel gegeben und gespeist wird, verbunden. Der Garten istnur klein, aber sehr niedlich und geschmackvoll angelegt, mit vielen seltenen undfremde» Gewächsen, mit schönen Statuen, besonders einer niedlichen Copie derherrlichen Gruppe Amor und Psyche aus cararischem Marmor verziert, und hatviele kleine Pavillons und Häuschen, wo Erfrischungen gereicht werden, zu ihrenSeiten mehre Tanzplätze unter Bäumen; daneben sink Bänke und Stühle für dieZuschauer und Tänzer, und Orchester für die Musiker, ferner mehre gemauerte Tei-che, ein grüner Anger, und ein trefflicher Tummel- und Spielplatz.
Elzevir oder Elzvier. Diese Duchdruckerfamilie zu Amsterdam undLeyden hat sich durch schöne Ausgaben berühmt gemacht. Ihre Wirksamkeit falltin die Jahre 1595 — 1680. Am bekanntesten sind: Ludwig, Mathias, Zsaak(associirt mit Bonavcntura), Johann und Daniel, abwechselnd zu Amsterdam undLeyden; sodann Peter Elzevir zu Utrecht , der jedoch weniger geleistet hak. Ludwigwar der erste Buchdrucker, welcher den Consonaten V von dem Bocal k'unter-schied. Abraham und Bonaventura veranstalteten die kleinen Ausgaben der Classi-ker in 12. und 16., welche heuriges Tages, wegen ihrerZierlichkeit undCorrectheü,noch gesucht werden. Daniel war einer der thätigsten aus dieser Familie. Wen»gleich die Elzevire sowol in gelehrten Kenntnissen als auch in Ansehung der griechi-schen und hebräischen Ausgaben von den Eciennen (Stephans Buchdrucker undBuchhändler zu Paris ) übertreffen wurden, so waren sie doch unübertrefflich in derAuswahl der Werke und in der Eleganz ihrer Schriften und Letter». Ihre AuSg.des Virgil, Terenz, des .0?. Test., des Psalters u. a. m., mit rothen Lettern geziert,sind Meisterstücke der Topographie, sowol wegen ihrer Correcrheit als ihrer Schön-heit für das Auge. Sie haben mehre Kataloge von ihren Ausg. herausgegeben.Der letzte ist von Daniel (167-1, 12.) in 7 Abtheilungen, doch sehr vergrößert durchdie Aufnahme fremder Schriften. S>. Brunel'S „Vniuo ,1s la colleot. ck'uutsuia.sto. >>. le"> kl/.rv.'" im 1, Bde. des „xi.inuel cku lilir-nrv".
E ma i l (6i,a.->„5i„,,i , leicht schmelzbare Glasflüsse, mit welchen man streng-flüssigere Metalle überzieht. Die Bereitung desselben ist sehr verschieden, (sm All-gemeinen kann man 10 Theile Blei und.3 Th. Zinn durch anhaltende Calcinationoxydiren. Deni erhaltenen Oxyde fügt man 10 Th. Quarz, oder Feuerflcinpulver,und 2 Theile Kochsalz hinzu, und läßt das Gemenge im Schuielztiegel vollkommenschmelzen. Man erhält dadurch ein weißes Email und eine Grundlage des gefärb-ten Emails, indem man gleich Anfangs bei dessen Bereitung andre Metalloryde bin-zufügt. Die so erlangte» Emails werden zerstoßen, und ^es Pulver mit Wassergeschlämmt; die feuchte Masse trägt man auf die blanke Metallflächc, läßt solchegetrocknet unter derMuffel cinschmelzen und schleift und pclirt die erhaltene Flüche.Sollen die emaillirten Körper Malerei erhalten, so werden sie mit Metallfarbe be-malt und abermals eingebrannt. Das Emailliren eiserner Gefäße gehört zu denFabrikgeheimnissen. Die gewöhnlichere Art besteht aus Kieselerde, Bleioxyd, Na-tron oder Kali, Salpeter undBorax; der Hauptbesiandkheil der bleifreien ist Feld-spalh. Die Bestandtheile des Email werden zerpulvert genau unteremanderge-mengt, in Tiegeln bei einer starken Hitze geschmolzen, und die geschmolzene Massezerflossen, gemahlen, geschlämmt, als Drei in die Gesäße gegossen, diese so langeherumgeschwenkt, bis sie inwendig gänzlich damit überzogen sind, worauf das Über-flüssige abläuft, die Gefäße getrocknet und dann in Muffelofen bis zur Roihglüh-hitze erwärmt werden, wobei das Email in Fluß geräth.
Emanation, der Ausfluß, daher in der Theologie und Philosophie der