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klopäd. Kopf wie Diderot mußte es fein, der auf den Gedanken gerieth, ein summa-risches Archiv aller Kenntnisse, die sich der menschliche Geist bis um die Mitte des18. Iahrk. erworben, in der Form eines universellen Realwörterbuchs zu veran-stalten". Ei» so enthusiastischer Mensch wie Diderot mußte es sein, der sich vonder Ausführung d iesesGedan kenS durch keine Schwierigkeiten abschrecken ließ, und imEifer für s. Plan auch aufdenSchaden nicht achtete, den ein solches Werk durch Be-günstigung der Oberflächlichkeit und Einseitigkeit stiften könne. In den philof. undästhet. Artikeln wurde nun gar, als dievielversprechcndeEncyklopädiezuStandekam,die besondere Vorstellungsart der Bearbeiter dieser Artikel als der Kanon der Wahr-heit angenommen, damit die Encyklopädisten um so bcguemer Dasjenige in die Welteinführen konnten, was bei ihnen vorzugsweise Philosophie hieß. Auf den liter. Ge-schmack, vornehmlich der Franzosen , aber auch a. Nationen, haben die Encyklopädi-sten großen Einfluß gehabt. Geglättete Torreckheit, Eleganz des Slyls, mit Nach-ahmung der Natur und moralischen Zwecken verbunden, war das Höchste, was dieEncyklopädisten in der Kunst ansahen und zur Bestrebung ausstellten. Sowie sie diePoesie bloß durch den Veiftand auffaßten, so sollte dieselbe Erzeugniß der Reflexionsein, und ihre Ansicht wurde vermöge des Ansehens, welches sie sich erworben hatten,für die sranz. Kunst und Poesie sehr beschränkend, und allen freien Ausflug hemmend.Noch größeres Ansehen gewannen sie durch ihre dem damaligen Geschmack der Na-tion ganz angemessene Philosophie; ja es ist kaum ein Beispiel vorhanden, daß dieGelehrten einer Nation einen solchen politischen Einfluß gewonnen hätten, als diefranz., namentlich die ftanz. Encyklopädisten. Aber ihre Philosophie war auchdurchaus Modephilosophie, Philosophie ftir das gemeine Leben, dem Wiße und derUnterhaltung huldigend. Anstatt mit festem Schritte sein Ziel zu verfolgen, ver-nünftelte man in kuhnenSprüngen hin und her, und glaubte am Ziele zu sein, wennman eine Meinung verfechten konnte, in der etwas Neues und Auffallendes lag.Dieses Gemisch von Philosophie und schöner Literatur behagte noch mehr, da Män-ner, wie Mablv, Condillac, Mcrcier, Raynal, Bussen, Helveüus, Diderot , d'Alem-bert, über die Religion und bürgerliche Verfassungen Meinungen vortrugen, wegenderer die Encyklopädie ein Mal von der Polizei mit Arrest belegt wurde. Doch nurdie Drucker, nicht die Vers. wurden bestraft, und bald nachber mußte die Regierungden Druck wieder erlauben, weitste zu schwach war, ihn zu verhindern. Den Ency-klopädisten, welche übrigens durch ihre Verbindungen mit den angesehensten Eil keinder damaligen Zeit die in ihrer Allgemeinheit anwendungülosen'Ansichken über Frei-heit, Gleichheit und Urrechte leichterverbreiteten, wird daherejnvolzüglicherEinflußauf die franz. Revolution beigelegt. Daß es in Frankreich , sagt ein finjrchks.vollerDeutscher, den sogen. Philosophen (mit welchem Namen man jedoch Gelehrte, diesich mit sehr verschiedenen Zweigen des menschlichen Wissens beschäftigten, belegte,und von welchen nur einige den Atheismus und Materialismus für das Höchste inder philof. Weisheit anpriesen) gelang, sich der offentl. Meinung zu bemächtigenund dadurch eine politische Macht zu werden, welche den Umsturz des Staat- mir be-wirken half, dies war nicht die Folge der Kraft und Evidenz derSpeculatiynen jenerPhilosophen, sondern der Taktik, welcher sie sich bedienten, um beim Volke ein An-sehe» zu erhalten, und der Schwäche des Widerstandes, der ihr von der Regierungentgegengeseßt wurde. ,,bt»o>clvj>. uu ckiclio». rnizoiinc cter -oieuo,'-. >w; ai I- ct<Iv8 iuülieis p. iiuo ;>>aiot>: cko cke >eltre5 mir en nrclro Uillercik et g»a»t:> In PNI tiv mntliäm., 1 . , 1 . -I'.älonibkrl" (Par. 1751—72, 28 Bde., Aol.), Suppl.(Amst., Par., 1778—77, 5 Bde., Fol.), „'labte <Ie, »>->>iö,e;" (Par. 1780,2 Bde., Fol.) (;us.35Bde.); fernerGenf 1777, 4. (39Bde.); D.ble, dazu: Lyon 1780, 8 Bde., 4.; Lausanne u. Bern 1778 (81), 36 Bde., 3 Qmarlbde. Kupfr. Eserschien davon ein „k^jwit <Io. I'Lnovolopectie", und Tourtin wollte sie durch s.„I.uogolozieüie moctsrue" ergänzen. >...?.