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Endeinie
logie, rmd als ein besonderer Theil dieser Kenntniß isk die Heilkunde anzusehen, wel-che sich mir den Krankheiten des menschlichen Körpers und ihrer Heilung beschäftigt.Die Heilkunde zerfällt wieder in die Anatomie und Physiologie, in die Pathologie(auchNcsologie und Therapie genannt), in die äluteriu „wckiuu (auch Apothekerkunstoder Pharmaccutik genannt) und in die Chirurgie oder Wundarzneikunsk(s. die ein;. Art.). — Die Technologie, oder der Inbegriff derjenigen Kenntnisse,durch deren Hülfe die Erzeugung, Bearbeitung, Verarbeitung und Benutzung derNaturerzeugnisse zu bestimmten Zwecken am vortheilhafkesten und besten geschieht,kann man in eine mathematische oder mechanische, in eine chemische und in eine phy-sikalische unterscheiden, jenachdem die zu einer gewissen technologischenArbeit nöthi-gen Kenntnisse vornehmlich aus der einen oder andern yon diesen 3 Wissensch. geschöpftsind. Es gibtLehrbücher der allgem,EncyklopädievonEschenburg,Weiße: „Architek-tonik aller menfchl. Erkenntniß" (Heidelb. 1815); Iüsche „Grundlinien zu einer Ar-chitektonik und systematischen Universalencyklopädie" (Leipz. 1819). Eine Tabelleder Wissenschaften ist Löpfer'ö „Encyklopädische Generalcharte :c." (Leipz. 1808).
Endcmic (von und ä^oc, unter dem Volke einheimisch), eine bestimmteKrankheitssorm, welche viele Bewohner einer Stadt, Gegend, oder eines ganzenLandstrichs zu jeder Zeit des Jahres überfällt, und in der geographischen oder physi-schen Lage einer solchen Stadt oder Gegend, oder in der Wohnung, Beschäftigung,den Sitten und der Lebensart des Volks ihren Grund hat. Endemische Krankhei-ten kommen also das ganze Jahr hindurch unter den Einwohnern vor, ohne Rück-sicht auf Wechsel der Jahreszeiten und Witterung, weil diejenigen Einflüsse, vonwelchen sie herrühren, immer fortdauern. Lo hat jeder Welttheil, jedes Klima,jeder Landstrich seine endemischen, ihm eigenthümlichen Krankheiten. So habendie Tl openlänker (die südlichen und heißen Länder) besonders eigne Krankheiten derHaut, Ausschläge mancherlei Art, weil die beständige Hitze die Verrichtungen derHaut in größerer Thätigkeit erhält und die Safte nach der Oberfläche des Körpershinzieht. In nördlichen Ländern kommen auch Ausschläge, aber von andrer Artvor. So ist allen nördltchenPolargegenden, vorzüglich in Norwegen , der schlimmeAussatz, die Radesyge, eigenthümlich, von der daselbst gewöhnlichen Kalte undNn,>, welche die Haut zu krankhaften Äußerungen geneigt macht. Heiße undfeuchte Gegenden sind die Erzeugerinnen der heftigsten Typhen und Faulsieber, wiewir an den» in den westindischen Inseln und an den Meeresküsten von Amerika ein-heimischen gelben Fieber sehen. Den höher und trocken liegenden, besonders nörd-lichen Landern sind die Entzündungskrankheiten vorzüglich eigen. In Gegenden,welche dem Luftzuge sehr ausgesetzt sind, besonders in gebirgigen Orten, flutet manjederzeit Rheumatismen, Katarrhe und das ganze Gefolge von Übeln, welche inschneller Unterdrückung der Hautsunctionen ihren Grund haben» In großen undvolkreichen Städten trifft man die meisten Lungensüchtigen an. In Gegenden,welche feucht und doch nicht allzu warm sind, z. B. an Sümpfen oder an großenFlüssen, herrschen die Wechselsieber. In kalten und feuchten Gegenden, z. B. mEngland, Schweden, Holland , u. s. w., hat man am ersten und häusigsten ten Eroupbemerkt u. s. w. Manche Krankheiten, welche in einer Gegend einheimisch herr-schen, können jedoch auch in andern einzeln und selbst epidemisch sich zeigen, wennWitterungS - und andre Einflüsse denen gleichkommen, welche in jenen GegendenUrsache der Endemie sind, wenn also jenes Klima gleichsam auf einige Zeit m dieseGegend versetzt wird. So sehen wir z. B., daß bei nasser und kalter Witterungder Croup selbst in höher gelegenen Gegenden vorkommt; die Wechselfieber zuweilen>n Orten, wo sie Jahre lang selten sind, doch auch wieder viele Menschen befallen;baß Faulsieber und bösartige Typhen zuweilen in allen Ländern wiiihen u. s. w.Endeniijche Krankheiten können auch unter günstigen Umständen eu> ansteckendesGift erzeugen und sich dadurch nach andern Gegenden und Landern, deren Lage