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Endreime Engel
und Verhältnisse dazu geeignet sind, verbreiten; dies lehren die traurigen Erfahrun-gen bei den Wanderungen der Krankheiten, die Verbreitung des Aussatzes von denMorgenländcn nach Europa , die Erscheinung des gelben Fiebers an den spanischenund üalien. Seeküsten, welches durch Schiffe aus Westindien und Amerika dahingebracht wurde, u. s, w. Es ist nicht ohne Nutzen, die endemische Beschaffenheit derLänder, (Gegenden und selbst der Städte zu untersuchen; man kann dann eher Vor-kehrungen treffen, die Krankheit zu vermeiden und die Nachtheile der Lage diesesOrtes zu verbessern. Zllsz. B. der Leibarzt des Papstes Clemens X I. , Lancisi, dieSümpfe in den Gegenden von Pesaro u. a. m. austrocknen ließ, hörten die Krank-heiten, die von den Ausdünstungen derselben entstanden waren, sogleich auf. Auchist es für dieHeilung mancher hartnäckigen Krankheiten sehrgünstig, wenn dieKran-ken ihren gewöhnlichenWohnort mit einen' ihrerKrankheit entgegengesetzten vertau-schen kenne». Lto reisen z. B. die Engländer gern nach dem südlichen Frankreich ,vorzüglich in die wegen ihres Klima unvergleichliche Gegend von Nizza , um sich injenen gemäßigten und angenehmen Gegenden von den in ihrem kältern und nebel-vollen Lande gewöhnlichen Brustkrankheiten, von Hypochondrie und Lebensüberdrußzu heilen. So ist den Schwindsüchtigen die Verlauschung der ungesunden, mit'Aus-dünstung, feinen Sandtheilchen und Staub angefüllten Stadtlust mit der reinenLandlust sehr heilsam w. II.
Endreime (l;,)»l,-r',m<(s), ein Scherz der neuern Reimpoesie. Manschreibt dem Dichter die Reime vor, und überläßt es seiner Einbildungskraft, denübrigen Körper diesein Geripp anzufügen und ihm so viel Seele einzuhauchen, alseben möglich ist. Da die Auswahl gewöhnlich die seltsamsten Reime und Ausdrücketrifft, so werden diese Kinder der Laune meist burlesk,
E n d y m i o n, nuch Einigen ein Jäger, nach Andern ein Hirt, noch nachAndern ein König von EliS. Dom Jupiter , den Viele für seinen Vater ausgege-ben haben, erbat er sich immerwährende Jugend und Unsterblichkeit. Seine Schön-heit rührte selbst die keusche Diana (s. d.).
Engel. Es ist unter dem Art. Dämonologie gezeigt worden, auf welchemWege die Idee von den Engeln in das Christenthum kam: hier ist übrig, zu zeigen,wie dieselbe darin ausgebildet wurde. Man begreift unter ihnen eine mit den Men-schen in einer nähern Verbindung stehende Art guter Geister. Schon die jütischeTheologie unterschied verschiedene Classen und Rangordnungen derselben; aber Keinerhat sie so genau einzutheilen gewußt als der Verfasser der himmlische» Hierarchie,die man dem DionysiuS Areopagita zuschreibt, welcher 3 Classen, und in jeder ebensoviele Abtheilungen festsetzt. Nach den Meisten wurden sie lange vor der sichtbarenWelt, nach Andern mitHimmel und Erde zugleich erschaffen, und zwar alsGott dasLicht schuf und der Geist Gottes auf dem Wasser schwebte. Ihr Geschäft ist, derGottheit zu dienen, die sich ihrer zur Beförderung ihrer guten Zwecke, als Vorsteherganzer Volker und Reiche, als Erklärer und Überbringer der Gebote, alsSchutzgeistereinzelnerMenfchen und zur Anordnung der einzelnen Angelegenheiten bedient. Siewerde» gedacht als Geister mit einem ätherischen K örper, welches vornehmlich auf derSynode zu Nicäa (787) als Kirchenkehre festgesetzt wurde, womit aber die latera -nensische Synode von 1215, die ihnen Unkörperlichkeit zuspricht, im Widersprüchesteht. Die, welche den Körper bloß für eine Bürde oder ein Gefängniß der Seelehalten und sich einen wunderbar hohen Begriff von reinern Geistern machen, haltendie Engel, um sie zu ehren, für reine Geister, und erklären die Erscheinungen dersel-ben aus einem Vermögen, willkürlich Körper und auch menschliche Gestalt anzuneh-men; Die, welche das geistige Wesen durch einen Körper nicht für unvollkommen ge-macht halten, legen ihnen Körper bei. Als endlichenWesen muß ihnen aber auch einWobuort zukommen. Die Alten, die sich denHimmel als einen großen blauenSaalvorstellten, in welchem Geil mit den Engeln wohne, haften damit keine schwierig-