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Enghien
kiesen Palast zu s. Grabmale erbaut, daher wird er lateinisch meste.? Ilastrünin ge-nannt. Sie war ganz mir Statuen umgeben, wovon man im Graben (unter Ur-ban VIII.) den schönen schlafenden Faun fand, den man nachher im Palasl Barbe-rini bewunderte. Die Tumba des Kaisers war aus Porphyr. Innocenzl I. bestimmtesie zu seinem Grabmal, und man findet sie im Lateran . CreScentiuS verschanzte sichdarin gegen den Kaiser Otto I II. (985), und das Gebäude erhielt seitdem den Na-men tue, >8 Oe.>.ce,itii. Ihre jetzige Benennung hat die Engelsburg von der bron-zenen Bildsäule eines Engels, welche schon BenedictXIV. soll haben auf die obersteSpitze des Gebäudes setzen losten, nach dem Modell von Per. Verschaffest aus Gent .
Enghien (Louis Amoine Henri v. Bourbon, Herzog v.), geb. zu Chantilly d. 2. Aug. 1172. Sein Lehrer war der berühmte Abbe Millot. Schon 1189 ver-lies; der Herzog sein Jährendes Vaterland, durchreiste verschiedene europäische Länderund kam 1192 nach Flandern , um unter den Befehlen s. Großvaters den Feldzugmitzumachen. Von 1196 — 99 commandirte er mit Auszeichnung die Avantgardedes Cond-'schen Corps, das nach dem Frieden von Luneville aufgelöst wurde. Dannbegab er sich (1801) aus Liebe zur Prinzessin Charlotte v. Rohan-Rochefort nachEttenheim, im Badischen , wo er als Privatmann lebte. Er war mit ihr heimlichverheirathet. Um diese Zeit umgaben den ersten Consul Nachstellungen aller Art;doch der Prinz enthielt sich jeder Theilnahme an denselben, obwol er darum gewußthaben kann. Indeß halte Bonaparte durch die Bekennlmste eines gewissen O.nerelleund den von dem Gewürzkrämer Philipp ausgelieferten Briefwechsel der HerrenMichaud u. Marguerite mit den kenigl. Prinzen, ziemlich verworrene Anzeigen er-halten, daß Letztere einen Plan entworfen hätten, sich des fron;. Throns ;u bemäch-tigen, daß Pichegru , die Herzoge von Polignac u. A. an der Spitze der Unterneh-mung ständen, daß England sie kräftig unterstütze. Auch vermuthete feine geheimePolizei, der Prinz sei verkleidet in Paris gewesen, was sich jedoch schon vor der Ver-haftung des Prinzen widerlegte. StaatSralh Rßal, der die Untersuchung jener Ver-schwörunzSsache führte, ließ sich durch einen nach Ettenheim geschickten Spion täu-schen, der ihm sagte, daß der Prinz öfter geheime Reifen mache und daß er den Gen.Dumouriez (es war der Marquis Thumerv) bei sich habe. Bonaparte glaubte also,sich des Prinzen bemächtige» zu müssen, den er als Mitglied des Bundes ansah, undaus dessen Papieren er näheres Licht zu erhallen hoffte. Zu dem Ende ward derGen. Ortoner nach Strasburg geschickt, welcher die Verhaftung des Herzogs undaller Personen seines Gefolges einem Escadronchef von der Gendarmerie übertrug.Nachdem dieser am 14. März durch einige Gendarmen die Lage des Hauses, wel-ches der Herzog bewohnte, hatte auskundschaften lassen, ließ er in der darauffolgen-den Nacht dasselbe durch 3— 400 M., theils Soldaten, theils Gendarmen, um-ringen. Der Herzog wollte sich vertheidigen. Aber die Übermacht war zu groß, undso wurden der Herzog und Thumern, den man für Dumouriez gehalten hatte, einOberst v. Grundstein, ein Lieutenant Schmidt, ein Abbö, Namens Weinbrunn,und 5 Domestiken verhaftet und nach Strasburg geführt. Dies geschah mit solcherEilfertigkeit, daß man den Gefangenen nicht einmal erlaubte, sich völlig anzuklei-den. Am Morgen des 18. ward die Reite mit dem Herzog nach Paris fortgesetzt;als man am 20. gegen Abend vor den Thore» der Hauptstadt ankam, fand man denBefehl vor, den Gefangenen nach Vincennes zu bringen, wo er nach einem Consu-larbeschluß (CambacW s hatte jedoch anfangs widersprochen) durch eine Miluair-commisfion gerichtet werden sollte. Murat war Gouverneur von PariS ; daher lagihm ob, diese Commission zu ernennen. Auch er soll dagegen beim ersten Consul Vor-stellungen gemacht haben. Präsident der Commission, die sich am Abend des 20. zuVincennes versammelte, war der Gen. Hulin. Die Gendarmen commandirte Sa-vary. Erschöpft von Hunger u. Ermüdung, war der Prinz kaum auf einem elen-den Lager eingeschlafen, als man ihn um 11 Uhr in der Nacht weckte. Er fand 8