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Gütern verpflichteten Lehnbesitzer machten den Ritter-stand aus, aber aus ihnen er-hob sich ein Herrenstand von 2 Classen, Grafen und Baronen, welcher im Be-sitz des persönlichen Erscheinens in dem ReichSralhe (dem Parlamente) blieb, wah-rend die Ritterschaft denselben nur durch Abgeordnete beschickte. Daß sich unterdiesen Veränderungen die Zahl der freien Landwirthe verminderte, und freie Zins-leute zu hörigen GutSunterlhanen gemacht wurden, war nicht anders zu erwar-ten; dock war die Bürgerschaft, vornehmlich der Stadt London , schon zu mächtig,und der Stand der bloß zinsxfliebtiqen Lehnleute (b'reel,»l>le>5) zu zahlreich, alsdaß nicht bald die entgegengesetzte Richtung wieder vorherrschend geworden wäre.Der VclkSaufstand gegen die Bedrückungen der Barone unrer Richard ll. (1881),wobei eine allgemeine Abschaffung der Leibeigenschaft mit ihren Ausflüssen ZurSprache kam, war nur eine kleine Anticipakion; »lichtvolle 200 Jahre vergingen,und jede Spur von Unfreiheit (vilwu.icn-) war verschwunden. Die Grundeigen-thümer aller Classen, auch die Frohnpflichtigen nahmen als kreeliolkle, , an denWahlen der Ritterschaftsdeputirten zum Parlamente Theil, und nur Diejenigen,welche kein eignes Recht am Gute haben, die bloßen Pachter (I'armcrH, undwelche es ursprünglich nur als Laßbauern, mit beliebiger Zurücknahme von Seitendes Grundherrn bekommen haben ((',<>znl>c>Iüei,), sind davon ausgeschlossen. Zuden 2 Stufen des Herrenstandes kamen später noch 3 andre hinzu. Eduard III. ,im Glänze seiner Eroberungen, machte seinen älteste» Prinzen (1337) zum HerzogV. Cornwall und stiftete (1362) für seine jüngern Söhne die herzogl. Würden vonClarence und Laneaster. Richard ll. ernannte nicht nur seine jüngern Oheime zuHerzogen v. Pork und Gloucester, sondern auch seinen Günstling, Robert deVere, zum Herzog von Irland . Seitdem ist die Herzogswürde die ersteStufe des engl. hohen Adels geblieben, doch besaß nur der Herzog von Laneasterein wahres Herzogthum, indem Eduards III. vierter Sohn, Ioh. v. Gaunt, dieGrafschaft d. N. zur Apanage mit wirklichen HcheitSrechten erhielt. Auch davonist, obgleich das Herzogihum schon 1461 wieder mit der Krone vereinigt wurde,noch die besondere Verfassung dieser Grafschaft übriggeblieben. Eine große ZahkvonFamilien gelangte seit jener Zeit zur herzoglichen Würde, allein blutige Kämpfeder Häuser Pork und Lancaster um die Krone, und die häufigen Derurtheilungerrwegen Siaaioverbrechen haben den größten Theil derselben wieder weggenommen.Nur noch 2 Herzogstitel sind aus der Zeit vor Karl ll., die Herzoge v.Norfolk (v. 1483) und v. Somerset (v. 1546). Karl II. bedachte vornehmlich seine natür-lichen Söhne mit dieser Würde. In den neuern Zeiten, seit Georg« III. Regie-rung, schien man den Grundsatz angenommen zu haben, diesen Titel nur an Prin-zen des königl. Hauses zu vergeben, allein die Thaten Wellington's federten fürihn eine Ausnahme, und er ist der Einzige, welcher seit 1766 die Herzogüwürdeerhielt. Jetzt sind 13 englische, 8 schottische (wovon aber 2 zugleich engl. HerzogS-tiiel haben) und ein irländischer Herzog vorhanden. Die meisten Herzoge habenzugleich den Titel von Marguisaten, Grafschaften, Dicegrafschasten und Baro-tiien !d.> sowie überhaupt die Hähern Titel in England einige der niedern einschlie-ßen. Zwischen sie und die Grafen schob Richard II. noch die Marquis ein, indemer den obenerwähnten Robert de Vere zum Marquis v. Dublin ernannte. DieseWürde ist nie häufig geworden. In England war 1789 nur ein Marquis, jetzt 17 ,In Schottland 3, in Irland 12. Herzoge und Marquis werden im KanzlcistykFürsten genannt. Auf sie folgen die Grafen, EarlS (s.d.), der älteste aller die-ser Titel. Der Titel Discount rührt von Heinrich V I. her, und ist ebenfalls niezahlreich gewesen. Jetzt sind in England 22, in Schottland 4, in Irland 52 .Der Grafen sind in England 100, in Schottland 38, in Irland 74. Der Ba-rone in England 134, in Schottland 23, in Irland 74. (Es gibt außerdemnoch andre Barone, z. B. Barette der Sch-tzkammer sul lbe b»cb«<,uei^, der
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