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Hyder Ali wurde besiegt. 1799 (1. Mai) fiel auch Tippo Saheb, sein Sohn, zu-gleich mit der Erobeiung seiner Residenz Seringapatnam. Darauf ward die Machtder Marotten bedeutend verringert, und in dem Kriege 1818 fg. wurden die Be-herrscher des esil. und wesil. MarottenstaateS theils gedemülhigt, theils vernichtet,sodaß seit 1823 keine Macht in Ostindien der Gesellschaft weiter gefährlich werdenkann. Der Generalgouverneur Lord Cornwallis befestigte und vergrößerte das vonWarren HastingS erweiterte Reich; dann folgte 1793 in derDerwaltungSir JohnShore; hierauf Lord Teignmouth ; 1798 Marg. Wellesley; 1805 abermalsCornwallis ; hierauf Sir I.Darlow bis zum Frieden mik Row Holkar; dann 1807Lord Minto; 1813 — 23 Marq. HastingS (Moira); bis 1827 Lord Amherst;seitdem Lord Will. Cavendish Bentinck. Jetzt begreift das engl. Reich in Ostindienden schönsten Theil Vorderindiens, das von den Niederlanden (s. d.) gegenBenkulen 1825 eingetauschte Malacca, einen von den Birmanen (s. Indien )1826 abgetretenen Küstenstrich in Hinterindien , nebst einigen Inseln, zusammen55,000 IÄM. mit 123 Mill. E., wovon 25.800 sJÜd. mit 83 Mill. E. der Regie-rung unmittelbar unterworfen sind, und das Übrige zinsbaren Fürsten gehört. Jenesind in 3 Präsidentsch. Calcutta (s. Bengalen in Indien ), Madras und Bombaygetheilt. Die Eink. betragen jährl. über 28 Mill. Pf. St., die AuSg. fast 29 Mill.Das Activcapital der Gesellschaft beträgt über 49Mill. Pf. St., die Schuldenlastbelauft sich aufl O Mill. Die Kriegsmacht der Gesellschaft besteht aus 213,000 M.,worunter 22,540 M. kön. europ. Truppen. Die inländischen Truppen derGesellsch.,Seapors genannt, sind auf europäische Art bewaffnet und epercirr, und daher denTruppen aller übrigen indischen Staaten durch den Geist der europäischen Kriegs-kunst überlegen. Der Generalgouverneur, welcher zu Calcutta s.inen Sitz hat,ist oberster Staatsbeamter des gesammten Civil- und MilitairwesenS, nicht alleinder Präsidentschaft Calcutta , sondern zugleich der Vorgesetzte aller übrigen Gouver-neurs in Indien , die nicht zu seiner Präsidentschaft gehören. Er herrscht beinahewie ein König, ist aber für seine Handlungen dem britischen Parlamente verantwort-lich. S owol dem Generalgouverneur als jedeni Gouverneur der Präsidentschaftenist ein Rath von 4 Mitgliedern beigegeben. Die geborenen Briten und ihre Nach-kommen werten nach britischen Gesetzen, die Hindus und Eingeborenen nach ihreneignen Gesetzen und durch eigne Richter gerichtet. Im1.1828 gab es in allen ost-iiidischen Provinzen nur 40,000 Briten. Allein seit der Generalgouverneur in,April 1823 die Preßfreiheil beschränkte, sind in England noch mehre Gewalnniß-bräuche öffentlich gerügt worden, durch welche in Ostindien die britische Freiheit ver-letzt und die Civilisation der Eingebornen verhindert wird. Die Religion, mitten,Gebräuche, Kasteneinkheilung der Hindus werden von der britischen Regierung un-gestört gelassen. Außer diesen Besitzungen der Ostind. Gesellschaft besitzt die Kronedie Insel Ceylon (s. d.). Vgl. SirIohn Malcolm's (Gouverneur zu Bombay seit1827) „INütieuI liistuiv l>> lnilii« 1iun> 1784 tu 1823" (2Thle., London 1826);James Mill: „llist»,^ ok britisch Inilia" (6 Bde., 3. A., London 1828) undHamilion's „kAsiiniIch, g.-nceiiee," (2 Thle., 2. Anst., London 1828).
Englische Sprache. Von der in Britannien Heiniischen Sprache derGalen (s. d.) oder Celten (s. Ossian ) sind fetzt wenig Spuren vorhanden. DieGeschichte der engl. Sprache beginnt mit den Angelsachsen, welche um 450 inBritannien einzuwandern ansingen; sie hat 4 Zeiträume durchlaufen: 1) den an-gelsächsischen von 450 — 780. Als 570 Augustin von Roni kam, brachteer mit der christlichen Religion auch den Keim zu Wissenschaften und Kunst unddas römische Alphabet mit, wie cS sich bereilü zur kleinen Currentschrifl gebil-det halte. Nach Warten („lüsloic oi lbr rnIrN poeirv") hat sich aus dieserZeit ein einziges Sprachdenkmal erhalten, ein kleines metrisches Stück von Caed-mon in Alfred sUbersetzuna der Knchcngeschicbte des Beda. Mit denEinsällen der