Band 
Dritter Band. D bis E.
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Englische Sprache

Dänen, um 780, begann 2) der dänisch -sächsische Zeitraum. Das Dänische floßmit dem Angelsichs. um so leichter zusammen, da beide «Lpracben nahe verwandtwaren. Was man gewöhnlich angelsächsisch nennt, ifl eigentlich dänisch -angel-sächsisch, wovon noch mehre schriftliche Denkmale vorhanden sind, die Schriftendes Königs Alfred, 2 buchstäbliche Übersetzungen der 4 Evangelisten, und des un-echten Caedmon poetische Umschreibung der Genesis. 1066 begann, mit Ein-Wanderung der Normannen, 3) der normänuischsächsische Zeitraum. Die nor-männisch--sächsische Mundart, sagt Warton, war eine barbarische, unregelmäßigeund unbiegsame Sprache. Ihr Grund war das Sächsisch-Dänische, welches jetztmit Französischem vermischt ward. Die sächsische Sprache hatte gleichförmigeAnalogien, war vonDichtcrn und Theologen ausgebildet worden, und erhielt, auchmit dem Dänischen vermischt, doch viel Klarheit, Stärke und Harmonie; alleindas von dem Eroberer und seinem Heer eingeführte Französisch war ein Gemischvon Deutsch, Galisch und verdorbenem Latein. Mit dem Anfange des 13. Jahrh,begann 1) der französisch-sächsische Zeitraum. Die zuvor mit dem Normänniscbenvermischte dänisch -sächsische Sprache vereinigte sich jetzt mit der neuern französi-schen, nach deren Vorgang allmälig auch mit der lateinischen, und bildete sich durchHülfe beider zu der heutigen englischen aus. Merkliche Fortschritte zu dieser Aus-bildung that sie vornehmlich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrh., wo sie, für denZuwachs von Ideen zu enge geworden, sich immer mehr aus der französischen be-reicherte. An Ehaucer, dem Vater der neuern engl. Poesie, ist diese Veränderungam merklichsten, und deßhalb hat man sie auch zuweilen ihm selbst zugeschrieben.So wurde kenn die engl. Lprache eine Mischung von Britischem, Lateinischem,Angelsächsischem, Altdeutschem, Dänischem, Normannischem und neueren. Fran-zösisch; durch religiöse Verhältnisse, worin England eine geraume Zeit mit Iia-"lien stand, kamen auch italienische, durch Ausbreitung der Künste und Wissenschaf-ten griech. Kunstwörter aller Art, durch den Handel eine Menge andrer ausländi-scher Wörter in die Sprache, welche deßhalb eine der gemischtesten ist, die es gebenkann. Sie wird in dem größten Theile Englands und in dem ebenen TheileSchottlands gesprochen; in den gebirgigen Gegenden Schottlands hingegen, inIrland und den englischen Provinzen Wales und Eornwallis herrscht noch eine deralten britischen verwandte Sprache. Die Mundarten sind theils nach den Gegen-den, theils nach den Graden der Bildung Derer, die sie sprechen, sehr verschieden.Die ausgebildetste unter denselben ist zugleich die Schriftsprache der Nation undwird im engsten Verstände die englische Sprache genannt. Durch vorzüglicheDichter, Redner und Lchriftsieller aller Art (s. Englische Literatur undEnglische Poesie) ist diese Sprache so ausgebildet worden, daß man sieden gebildetste» europäischen Sprachen zuzählen muß. Sielst reich, nicht bloßan Ausdrücken überhaupt, sondern auch an bedeutender Kraft ihrer Wörter. Ihrgoldnes Zeitalter setzt man gewöhnlich unter die Regierung der Königin Anna, zuEnte des 17. und Anfang des 18. Jahrh., wo besonders Swift, Addison undSteele die engl. Prosa schufen. Weder so polternd wie die holländische, noch soweibisch wie die französische, ist sie ebenso bedeutend wie die lateinische, steht wegenZusammensetzung ihrer Wörter nur wenig unter der griechischen, und erreicht nurdie'deutsche nicht an Universalität. Samuel Johnson hat sich durch sein Wörter-buch (zuerst 1745) großes Verdienst um das Studium dieser Sprache erworben,obgleich sein Werk weder ohne Mängel in dem etymologischen Theile und in derBestimmung der Wortbedeutungen ist, noch auf Vollständigkeit Anspruch machenkann. Nur in der letzten Hinsicht hat e« in der von Todd besorgten neuen Ausg.gewonnen. Adelung gab es (Lpz. 1783) in einem Auszuge für Deutsche heraus,wozu später ein deutsch -englischer Theil von Küktner und Nicholson kam. Bai-ley's „Engl.-deutfches und deutsch -engl. Wörterbuch" ist in A. Wagner's neuer