Enkratiten
Ennius
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Meinungen, indem nach Einigen die Auslösung des Wachses durch Feuer, nachAndern durch Wasser geschah. Alles wohl erwogen, scheint die richtigste Vorstel-lung die, daß das Wachs aufgelöst, die Farben damit vermischt, mit dem Pinselaufgetragen, und dann das Gemälde mittelst behutsamer Annäherung des Feuersvollendet wurde, wodurch diese Art der Malerei erst zur eingebrannten oder Enkau-stik wurde. Hierzu bediente man sich eines heißen Eisens, wahrscheinlich in Ge-stalt einer Platte mit einer hölzernen Handhabe. Als die Malerei durch die Erfin-dung des Pinsels bedeutende Fortschritte gemacht hatte, entstand eine neue Me-thode der Enkaustik, die man der Malerei mit dem Pinsel mehr anzunähern suchte.Vorher war die eingebrannte Wachsmalerei Zeichnung auf gefärbtem Grunde ge-wesen, jetzt wurde sie Malerei mit eingebrannten Wachsfarben. Hatte der Künst-ler den Wachsgrund aufgetragen und den Umriß mit dem Griffel darin gemacht,so ging er an die Farbengebung. Von Wachs mit Erdsarbe durchdrungen schnei-det er mildem heißen Griffel so viel ab, als nöthig ist, einen bestimmten Raumzu bedecken, und dehnt es auf dem Grunde aus, seht eine zweite, dritte Farbeu. s. w. neben die erste, sodaß er Localfarbe, Halbfarbe und Schattenfarbe nebeneinander aufseht, und diese nachher vertreibt, indem er die angrenzenden Farbenmit dem heißen Griffel ineinandcrschmelzt. Nachdem die ganze Kunst der Wachs-yialerei seit dem b. Jahrh, verloren gewesen, wurde das Andenken derselben durchden Grafen Taylus (1152) in Frankreich zuerst wieder in Anregung gebracht. Esfehlte ihr bald nicht an Freunden, und diese rühmten, daß Wachsgemälde dauer-hafterer und reinerer Farben, sowie eine« frischem Colorits fähig seien, als Öl-gemälde. Auch Bien, Genscher, Gar. Taube in Manheim , der Maler Kabauin Gerlin und Reifenstein (s. d.) haben Versuche der Art gemacht. Was sichhierüber sagen läßt, ist in Göthe's „Winckelmann und sein Jahrhundert^ vonMeyer S. 563 fg. gesagt. Ob unter den mancherlei eiffundenen Methoden derneuern Wachsmalcrei (s. Iacobson's „Technol. Wörterbuch", Art. Enkaustik undWachSmalcrei) eine sei, welche die altgriechische wiedergebe, mag wol bezweifeltwerden. Übrigens gibt es Wachsgemälde, die völlig das Ansehen eines Ölgemäl-des und auch die Lasur eines solchen haben.
Enkratiten, Enthaltsame, s. Gnostiker.
Enkriniten, Seelilien, Liliensteine, Versteinerungen von untergegan-genen Thiergeschlechtern.
Enneper - (auch Emper -) Straße (die jbgen.) erstreckt sich in einerLänge von 2 Meilen von Hagen bis Gevelsberg, in der preuß. Provinz Westfalen und ehemal. Grafschaft Mark , und hat ihren Namen von dem Flusse Ennepe(Empe) erhalten. Zn seiner ganzen Länge ist dieser Fluß so mit Wasserwerken be-seht, daß neue Werke anzulegen nicht mehr möglich ist. Es befinden sich hier alleArten von Hämmern, als Roh-, Wtahl- und Stabhämmer, Raffinerie- undReckhämmer, Sensenhämmer, Breithämmer und eine große Anzahl von Schleif-und Polirmühlen. Die Stahlfabrication wird in der Grafschaft Mark auf beinaheeine Mtll. Thaler angeschlagen, wovon der mehrst« auf der enneper Straße verfer-tigt wird. Ein andres Hauptfabricat sind die weißen Sensen - und Strohmesser,wovon jährl. an 30,000 Duhend, zum Werth von 200,000 Thlrn., verarbeitetwerden. Außerdem werden Feilen, Sägen, Spaten, Pfannen, Messer, Am-boß«, Caffeemühlen fabricirt und in alle Theile der Welt verführt.
Ennius (Quinkus), ein römischer Dichter der frühern Zeit, geb. zu Rudiäin Calabrien 239 vor Chr. Cato CensoriuS lernte ihn in Sardinien kennen, wardsein Schüler und brachte ihn mit nach Rom , wo er bald die Freundschaft der ange-sehensten Männer (des-Lcipio Asrik. desAltern u.A.) gewann und vornehme jungeLeute in der griech. «prache unterrichtete. Mit einer ausgebreiteten Kenntniß dergriech. Sprache und Literatur verband er eine genaue Bekanntschaft mit der osci-Converstttwns-Lericon. Bd. »I. 38